KALO YELE
MI•05•12•18
20••30
KONZERT in der Vergangenheit
KALO YELE
Keïta - Brönnimann - Niggli Trio
Der Begriff „African Jazz Trance“ beschreibt kurz und bündig, was das eidgenössisch-ivorische Trio „Kalo-Yele“ musikalisch im Sinn hat. Der Balafon- und Kalimba-Spieler Aly Keïta, der Bass-Klarinettist Jan Galega Brönnimann und der Schlagzeuger Lucas Niggli bringen zwei Kontinente, zwei Kulturen, unterschiedliche Temperamente und Mentalitäten sowie die Ideale des Jazz und westafrikanische Rhythmen in einer so munteren wie hypnotischen Mixtur zusammen. Die zeitgenössische Weltmusik des Dreiers lebt von ihrer Virtuosität, ihrer Kraft und Intensität – und tönt doch ungemein herzerwärmend und verblüffend unangestrengt. Die Londoner Zeitung „Telegraph“ war so begeistert von einer selbstbetitelten Kalo-Yele-CD, das die Kulturredaktion sie 2016 zum Jazz-Album des Jahres kürte.
Besetzung
balafon, kalimba
bcl
dr, perc
Der Schweizer Lucas Niggli (1968) ist einer der eigenständigsten und gefragtesten Schlagzeuger Europas, spielte und spielt in unzähligen zum Teil wegweisenden Formationen im Grenzbereich von Jazz, Neuer Musik, Rock und Improvisation. Zu seinen aktuellen Formationen gehören STEAMBOAT SWITZERLAND (mit Dominik Blum und Marino Pliakas), Biondini - Godard – Niggli, KALO YELE (mit Aly Keïta), im Duo mit Charlotte Hug und mit dem Sänger Andreas Schaerer (auch im Quartet A NOVEL OF ANOMALY) sowie verschiedene Formationen von und mit dem Bassisten Barry Guy. Uraufführungen von den Komponisten Felix Profos, Michael Wertmüller, Olga Neuwirth, David Dramm, Helena Winkelmann, Barry Guy ua. Seine Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt und an viele renommierte Festivals, von Donaueschingen bis Capetown, von Vancouver bis Lucerne Festival. Seine musikalischen Partner sind oder waren Nils Wogram, Barry Guy, Kalle Kalima, Maya Homburger, Fred Frith, John Cale, Pierre Favre, Elliott Sharp, Matthias Loibner, Erika Stucky, Wu Wei, Flea, Xu Fengxia, Tim Berne, Paul Plimley, Melvin Gibbs, Fritz Hauser, Aly Keïta, Corinna Harfouch uvm. Er arbeitete mit Herbert Fritsch am Schauspielhaus Hamburg in der Produktion Valentin, in versch. Musiktheater Produktionen (ua Staatsoper Hamburg, Lucerne-Festival) und als Bühnen-Solist in Olga Neuwirths Oper „Orlando“ an der Staatsoper Wien (2019). Seine Diskographie umfasst mehr als 60 Titel, davon 20 CDs als Leader und Komponist, zumeist auf dem Label INTAKT Records. 2018 erscheint seine erste, vielbeachtete Solo Produktion ALCHEMIA GARDEN. Er hat verschiedene Festivals kuratiert (ua. TAKTLOS Zürich 2018) und organisiert seit 2002 die Konzertreihe PAM (Platz für Andere Musik, Uster). Er ist als Dozent für Improvisation an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig. Er hat 2014 den Kunstpreis der Stadt Uster erhalten, mit „Kieloor Entartet“ und „Steambot Switzerland“ jeweils das Stadt Zürcher „Werkjahr“ erhalten, und war mit „Steamboat Switzerland“ für den grossen Schweizer Musikpreis nominiert.