AZOLIA
DI•22•12•26
20••30
AZOLIA
In einer Woche, am 29. Dezember also, jährt sich der Todestag von Rainer Maria Rilke zum 100. Mal. Das Quartett Azolia, das sich seit fünfzehn Jahren die Aufgabe stellt, Poesie in feinsinnige Kammermusik zu übersetzen, verneigt sich vor diesem Dichter, der mit seinen Texten, mit seinen Versen Generationen prägte. Laut eigener Aussage versuchen die belgische Sängerin Sophie Tassignon, die deutsch-amerikanische Klarinettistin/ Altsaxofonistin Susanne Folk, der deutsche Bassklarinettist/ Sopransaxofonist Lothar Ohlmeier und der Schweizer Bassist Andreas Waelti Tiefgehendes spürbar und hörbar zu machen.
In luftigen Arrangements, die viel Raum für Fantasie, für Interaktionen und Improvisationen lassen, setzt sich Azolia musikalisch mit Themen wie Sehnsucht, Zweifeln und Hoffnung auseinander. Mit dem Rilke-Programm verleiht das Quartett dessen Gedichten ein neues Leuchten, wird aber auch der Fragilität seiner Texte gerecht.
Vor der Begegnung mit Rilke beschäftigte sich das Kammermusikensemble mit der Lyrik des britischen Dichters Wilfried Owen. Schon da war deutlich, dass Azolia es versteht, Texten mit einem ganz eigenen Sound Nachdruck und ungewohnte Betonungen zu verleihen.
Besetzung
voc
as, cl, voc
ss, b-cl
b