Bobby Sparks
MI•11•11•26
20••30
Bobby Sparks
Wollte man alle Tugenden, alle Stilmerkmale, alle Traditionen und Genres afroamerikanischer Musik in komprimierter Form zusammen darstellen, böte sich die Musik des texanischen Keyboarders Bobby Sparks II als Musterbeispiel an. In seinem Sound schwingen Jazz, Funk, Fusion, R & B, Soul, Gospel und Blues mit. Und als wäre es das alles nicht genug, gibt es auch noch eine klassisch angehauchte orchestrale Komponente bei ihm – zu hören ist das auf seinem jüngsten Werk Paranoia und jetzt live bei uns.
Seinem Namen wird Paranoia nicht gerecht – denn es ist ein großes, auf Vertrauen basierendes Miteinander und darüber eine pulsierende, mitunter überschäumende Funk-Oper – großartig arrangiert und mit einer solchen Inbrunst gespielt, dass im Auditorium kein Auge trocken und kein Gelenk unbenutzt bleibt.
Bobby Sparks II hat Gospel mit der Muttermilch zusammen aufgesogen. Am College konvertierte er zum Jazz. Sein einzigartiges Talent sprach sich schnell herum, selbst unter großen Stars. Der Tastenmann und Vintage-Keyboards-Spezialist sollte mit Kirk Franklin, Prince, Herbie Hancock, Ray Charles, Stanley Clarke, Lauryn Hill oder Al Jarreau musizieren. Seit zehn Jahren ist Bobby Sparks II Mitglied der texanischen Kult-Truppe Snarky Puppy.