Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 Munich - Germany
Club: +49 (0)89 448 27 94

Opening hours Mon. - Sun.: 7.30 p.m. to 1.00 a.m.
Concerts starts at 9 p.m.

Sep 2018 | Nov 2018

Program October 2018

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Schedule / Month | Todays concert

Mon, October 1 21 Uhr Big Band Night

Jazz Big Band Association

The Music of Herbie Hancock and Pat Metheny

Florian Riedl, tba (as), Axel Kühn, Christof Hörmann (ts), Michael Lutzeier (bs), Nemanja Jovanovic, Franz Weyerer, Florian Jechlinger, tba (tps), Jürgen Neudert, Hans Heiner Bettinger, Erwin Gregg, Eberhard Budziat (tbs), Jan Zehrfeld (git), Chris Gall (p), Sebastian Gieck (b), Christoph Holzhauser (dr)

Die Jazz Big Band Association ist eine echte Institution aus München. Unter Leitung von Axel Kühn brillieren bekannte Musiker der Jazzszene. Kompakt, swingend, technisch brillant und mit herausragenden Solisten. Ein begeisterter Kritiker schrieb: „Mitunter war man vom Blending der Stimmen dermaßen angetan, dass man es am liebsten festhalten wollte. Die Bühne knisterte schier vor Energie und Konzentration.“ Das „Musicians Orchestra“ führt die Tradition des Mainstreams der Jazz Big Bands fort und bietet zugleich viel Raum für Neues und bislang wenig Gehörtes. Auf dem Programm stehen einige der schönsten Arrangements des Modern Jazz, darunter Kompositionen der Meister Herbie Hancock und Pat Metheny und Titel von Bob Mintzer und Bob Curnow. Wobei Funk, Latin, Brazilian Music und Straight Agead Jazz eine spannende Kombination eingehen. Let the music talk to you! more information

Tue, October 2 21 Uhr

Tuija Komi Quartet

CD-Releasekonzert

Tuija Komi (voc), Walter Lang (p, fx), Peter Cudek (b), Martin Kolb (dr)

„Sonne um Mitternacht muss man erlebt haben. Denn dann kann man sie mit fröhlichem Nachdruck besingen wie die Finnin Tuija Komi, die aus dem Leuchten ein Schwelgen macht. So kann Musik entstehen, die mit dem Charme der Erfahrung den Swing des Nordens mit der Begeisterung für die Kraft des Melodischen verknüpft“ (Ralf Dombrowski). Mitternächtliche Sonne und wochenlange Dunkelheit, strahlend hell und voller Lebensfreude, dämmriger Halbschatten und zarte Melancholie, das eine schwingt im fünften Album der Wahlmünchnerin ‘Midnight Sun’ immer schon als Erinnerung im anderen mit. Tuija Komi ist ein Kind dieses großartigen nordischen Licht-und-Schatten-Theaters. Mit leichter Hand und gewaltiger Stimme verwandelt sie jeden der gewählten Songs in den ihrigen. Dabei kann sie sich mit Walter Lang am Piano, Peter Cudek am Bass und Martin Kolb an den Drums auf eine Band verlassen, die wie ein perfekt aufeinander eingestimmter Klangkörper so sensibel wie selbstbewusst dieser Powerfrau folgen. Deren sehr persönlicher Duktus, sowohl gesanglich, als auch musikalisch wie auch in den Arrangements, verleiht dem gesamten Album ein ganz besonderes Leuchten. Klassiker des Pop wie ‘Thank You For The Music’ (ABBA), ‘You Make Me Feel Brand-new’ (Simply Red) oder ‘It’s Too Late’ (Carole King) setzt sie mutig neben ein ‘Feeling Good’ (Nina Simone). Mit derselben Chuzpe adaptiert sie finnische Popliteratur (‘Suru on Kunniavieras’) oder die wunderbar melancholische Ballade ‘Gabriella‘s Song’ aus dem schwedischen Erfolgsfilm ‘Wie im Himmel’ oder auch die Latinkomposition ‘Samba Tzigane’ von Weltklassetrompeter Dusko Goykovich. Als Finale ihres Albums wählt sie ‘If I Had My Life To Live Over’, das bereits 1947 Bob Eberly sang, und als Opener ihre taufrische Eigenkomposition ‘Land of the Midnight Sun’. Entstanden ist diese musikalische Hommage an ihre Heimat im sonnendurchglühten Italien während eines Song Writing Workshops des Berklee College of Music. „Dieser spezielle Mix aus Süden, Sonne und Internationalität – was ich alles sehr mag – hat dann wohl doch ganz leise mein Heimweh getriggert und mich zu meinen nordischen Wurzeln gebracht“, sagt Tuija Komi selbst über dieses Lied. Und wer sie kennt, weiß, sie ist immer für eine „Yllätys“, eine Überraschung, gut. more information

Wed, October 3 21 Uhr

Dusko Goykovic & Scott Hamilton Quintet

Dusko Goykovich (tp), Scott Hamilton (sax), Bernhard Pichl (p), Rudi Engel (b), Michael Keul (dr)

Fünf Meister locken heute Liebhaber des Mainstream Jazz in den swingenden Garten Eden. „Mainstream Messias“ Scott Hamilton (Who‘s Who in Jazz) spielt souverän und mit ureigener, gewichtiger Stimme mit dem Vokabular seiner Ahnen Lester Young, Ben Webster, Coleman Hawkins und Don Byas. Sein überlegener Ideenfluss und seine ungeheure Gestaltungskraft machen ihn zum „elegantesten Tenorsaxophonisten dieses Planeten“ (SIMsKultur). „A Hell of a Trumpet Player“ Dusko Goykovich (Dizzy Gillespie) schüttelt auch in seinen 87. Lebensjahr noch mit größter Leichtigkeit „strahlende Trompetentöne“ aus dem Ärmel. Der in München lebende „Sound-Poet vom Balkan“ gehört seit mehr als 65 Jahren zu den bedeutenden Stimmen des europäischen Jazz und spielte schon mit Chet Baker, Dizzy Gillespie, Sonny Rollins und Stan Getz. Dafür wurde der „Meister des entspannten Tons“ (BR) 2014 mit dem ECHO Jazz für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Tastenkünstler Bernhard Pichl aus der führenden Garde der deutschen Jazzpianisten begeistert mit seinem swingenden, frischen Klavierspiel und beeindruckte damit schon Jazzgrößen wie James Moody, Jimmy Cobb, Conte Candoli und Bobby Watson. Ihm zur Seite steht am Kontrabass Rudi Engel, dessen markantes Bassspiel schon Ernie Watts, Benny Bailey oder Charlie Mariano begleitete. Vervollständigt wird die Rhythmusgruppe durch Michael Keul, der seit vielen Jahren als einer der swingendsten Schlagzeuger der deutschen Jazzszene gilt. Seine Zusammenarbeiten mit Woody Shaw, Chet Baker, Clark Terry Red Holloway und Houston Person dokumentieren seine besondere Stellung innerhalb der Schlagzeugergilde. Zusammen zelebrieren die Fünf ein Fest des swingenden Mainstream Jazz, ein Hörerlebnis, das Modernisten wie Traditionalisten gleichermaßen zu begeistern vermag. more information

Thu, October 4 21 Uhr

Matthias Lindermayr

Matthias Lindermayr (tp), Chris Gall (p), Andreas Kurz (b), Andreas Haberl (dr)

Da passiert etwas Neues, etwas Großes. Etwas, dessen Wirkung und Bedeutung noch nicht abzuschätzen ist. Es flirrt schon beim ersten Takt, dann das Sirren eines Schlagzeugbeckens und der erste Trompetenton erklingt. Hier steigert sich etwas aus dem Nichts und nimmt Gestalt an. Trompeter Matthias Lindermayr feiert auf seinem neuen Album die Geburt seiner Tochter und das Leben selbst. Nur die wichtigen Töne erklingen, Musik von existenzieller Dimension ist das, ohne Geplänkel und zierendes Beiwerk. Auf ‘Newborn’ setzt Matthias Lindermayr die entscheidenden Dinge des Lebens in Musik um. Irgendwie positiver sind die Stücke des Melancholikers Lindermayr geworden, die Musik äußerst dynamisch, die Bögen größer und Abläufe und Formen stärker improvisatorisch angelegt. Insgesamt sind die Freiräume flexibler verteilt, besonders viel Platz bekommt Andreas Kurz' Kontrabass und Lindermayrs Trompete wird von ihrer Rolle als reines Melodieinstrument entbunden. Wie schon beim Debütalbum ‘LangTang’ groovt Andi Haberls Schlagzeug. Chris Gall am Klavier ist neu dabei. Mit ‘Newborn’ wird ein „Klangjazz“ geboren, der vom ersten bis zum letzten Ton fesselt, mit teils genial einfachen Melodien und einer Trompetenstimme, die viel aussagt, ohne viele Noten zu machen. more information

Fri, October 5 21 Uhr BMW Welt Young Artist Jazz Award

FAZER

Matthias Lindermayr (tp), Paul Brändle (g), Martin Brugger (e-b), Simon Popp (dr), Sebastian Wolfgruber (dr)

Im März ist das Debütalbum ‘Mara’ des Jazzquintetts Fazer erschienen. Auf der Platte verbinden fünf Jungs Rhythmen von zwei Kontinenten mit stoischen Bässen und Melodien voll zarter Melancholie. Die ungewöhnliche Instrumentierung mit zwei Drummern, Bassist Martin Brugger, Gitarrist Paul Brändle und Trompeter Matthias Lindermayr ist keineswegs willkürlich. Die zwei Schlagzeuger Simon Popp und Sebastian Wolfgruber weben komplexe rhythmische Muster. Lindermayr und Brändle wechseln virtuos zwischen Solo und Comping. Während Brugger scheinbar bescheiden mit harmonischer Entschlossenheit zupft. Aus dieser Kombination von Repetition und feiner Dynamik entsteht eine unmittelbare Energie. „Das ist es, was die Musik von Fazer ausmacht. Freiraum beim Zuhören, um selbst etwas zu entdecken. Ein Hörerlebnis, das nachhallt. Ein bisschen durchsetzt mit Rhytmen aus Westafrika, Lateinamerika oder Indien. Und ganz klar: mehr Kunsterfahrung statt Party“ (Sweet Spot, BR Klassik). Der in seiner Dynamik und Spannung unverwechselbare Sound führte Fazer übrigens 2017 ins Finale des Europäischen Burghausener Nachwuchs-Jazzpreises und bescherte Brugger den BMW Welt Young Artist Jazz Award und nicht zuletzt dem Debütalbum ein Musikstipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. more information

Sat, October 6 21 Uhr

Echoes of Swing

Colin T. Dawson (tr, voc), Chris Hopkins (as), Bernd Lhotzky (p), Oliver Mewes (dr)

Die meisten Jazzer könnten sich als Beruf nicht nur „Musiker“ auf ihre Visitenkarten drucken lassen, sondern auch „Reisender“. Die Clubs und Festivals der Welt sind ihre Arbeitsplätze, zu denen sie unentwegt touren. Bei den Echoes of Swing gewinnt das Reisenmfreilich noch eine weitere Dimension: Das Quartett mit Colin T. Dawson an der Trompete, Chris Hopkins am Altsaxofon, Bernd Lhotzky am Piano, und Oliver Mewes am Schlagzeug ist nicht nur quer durch die Welt unterwegs, sondern auch quer durch die Zeit. Gehen sie doch zurück zum klassischen Jazz der Zwanziger bis Fünfziger Jahre, um ihn in die Gegenwart mitzunehmen und auf ihre unverwechselbare Weise - schon die Besetzung mit zwei Bläsern, Piano und Schlagzeug ist einmalig - für die Zukunft zu gestalten. Genau 20 Jahre dauert diese gemeinsame Tour de Force, die die Echoes of Swing durch ganz Europa und die USA, bis nach Japan, Neuseeland oder gar auf die FidschiInseln führte, nun bereits an - die unveränderte Besetzung dabei eine im Jazz außergewöhnliche Konstanz. Die unzähligen Eindrücke und Erlebnisse, die zahlreichen Begegnungen mit den Großen des Jazz prägten die Entwicklung dieses gleichberechtigten Teams individueller Musikerpersönlichkeiten zu einer völlig eigenständigen Band - was sich auch in einer langen Reihe von Auszeichnungen wie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Prix de l'Académie du Jazz oder dem Grand Prix du Disque de Jazz und höchstem Lob selbst aus dem Mutterland des Jazz niederschlug. 20 Jahre also, die gefeiert werden wollen. Am besten indem man den Weg Revue passieren lässt: „Travelin‘“ heißt das Jubiläumsalbum der Echoes of Swing. Prall bestückt mit 15 Titeln, die direkt das unterwegs Erlebte aufgreifen oder das Reisen allgemein ins Auge fassen. Eine mitreißende musikalische Weltreise, schon zum Auftakt, wenn Chris Hopkins „Orient Express“ anrollt: Waggons, voll beladen mit Klangmalereien vom Blues bis zu arabischer Musik, die mit allerlei Harmonie- und Tempowechseln in die Spur kommen. Ein Aufbruch, der die Spannung auf das Kommende auf die Spitze treibt. Und was da alles kommt: Eine Piraten-Sturmfahrt mit Bernd Lhotzkys „Wrack Der Guten Hoffnung“, ab in die Südsee, wo Hopkins „Fiji Hula Bula“ entspannte Urlaubsstimmung aufkommen lässt, bis zu Sidney Bechets „Southern Sunset“, der freilich in der Echoes-Version bereits in rastlose, schwüle, anarchische Nächte überleitet; ein rasant swingender Ausflug in Colin Dawsons englische Heimat („Gan Hyem“), bei dem Coleman Hawkins „Disorder At The Border“ als klassischer Bebop-Blues den Brexit vergessen lässt. Mal geht es „En Auto“ (Lhotzkys Hommage an den frühen, noch dem Ragtime verbundenen Novelty-Pianostil) im Oldtimer auf die Piste, mal klassischdramatisch per „Cabin In The Sky“. Und was könnte das Fliegen besser illustrieren als der italienische Gassenhauer „Volare“, wenn ihn Lhotzky zu einem auf den Schwingen des Harlem Stride schwebenden Ritt verwandelt. Die ganze Vielfalt der Eindrücke, die man auf Reisen bekommt, überträgt „Travelin‘“ auf die Musik. Zahlreiche Eigenkompositionen und komplexe Arrangements, die auch originale Solo- oder Orchesterstücke perfekt aufs Quartett übertragen, zeugen von profunder Kenntnis der Musikgeschichte, jeder Takt von erlesenem Geschmack. Doch so „sophisticated“, so intellektuell durchdacht alles ist, so wenig wird das Entertainment alter Jazz-Schule vergessen. Wie alle ihre früheren Alben ist auch „Travelin‘“ von feinem Humor durchdrungen, ob bei witzigen musikalischen Zitaten, dem leisen ironischen Unterton in Colin Dawsons Gesang oder schon in Songnamen wie „On A Slow Goat Through China“, mit dem Chris Hopkins natürlich auf Frank Loessers Standard „On A Slow Boat To China“ anspielt. Für „Travelin‘“ gilt mehr denn je, was der große Dick Hyman, der letzte lebende Titan des klassischen Jazz Pianos, einmal über die Echoes of Swing sagte: „Jedes ihrer Stücke ist ein Juwel. Gemeinsam haben sie einen Zugang zum Jazz gefunden wie kein anderes Quartett, zugleich ist jeder einzelne ein Meister.“ Steigen Sie also ein bei diesem Trip, ist „Travelin‘“ doch der beste Beweis, dass Reisen tatsächlich bildet: Denn Stil, Eleganz, Finesse, Improvisationsfähigkeit und Humor hat dieses Ensemble nach zwanzig gemeinsamen Wanderjahren zur Perfektion gebracht. more information

Sun, October 7 21 Uhr

Jam Session

mit Paul Brändle (g)

Paul Brändle (git)

Paul Brändle gehört zu den „Rising Stars“ der Münchner Jazzszene. Als Sideman etablierte er sich mit The Rick Hollander Quartet featuring Brian Levy, welches seit 2016 kontinuierlich in Europa und in den USA auf Tour ist. Mit dem Vincent Eberle Quintett gewann er den Neuen Deutschen Jazzpreis. Mit der Formation Fazer war er Preisträger beim Nachwuchswettbewerb in Burghausen. Mit dem Orgeltrio Brändle • Schwager • May veröffentlichte er das gar nicht simple Album ‘Simplicity’ bei Organic Music. Paul Brändle freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, October 8 21 Uhr

Eight Cylinder Bigband

Nemanja Jovanovic, Reinhard Greiner, Florian Jechlinger, Andreas Unterreiner (tps), Jürgen Neudert, Jakob Grimm, Erwin Gregg, Hans-Heinrich Bettinger (tbs), Ulrich Wangenheim, Florian Riedl, Axel Kühn, Ferdinand Settele, Gregor Bürger (saxes), Ferdinand Kirner (git), Patrick Scales (b), Christian Lettner (dr), Matthias Bublath (piano,organ,comp.)

Mit der Power von acht Zylindern präsentiert der Münchner Pianist und Organist Matthias Bublath im Jazzclub Unterfahrt heute sein neues Bigband-Programm, das er eigens für diesen Auftritt komponiert und arrangiert hat. Das Ensemble aus handverlesenen Musikern der europäischen Jazzszene performt wieder eine explosive und spannende Mischung aus Funk, Soul, Blues und Latin Jazz. Bublaths Arrangements und Kompositionen verführen „hochoktanige“ Solisten ebenso zu jazzigen Höhepunkten wie seine Hammond-Orgel, die sogar solo schon die Energie einer Bigband durch die Gehörgänge fließen lässt. more information

Tue, October 9 21 Uhr

Joanna Wallfisch & Richard Fairhurst

Johanna Wallfisch (voc, voc effects, bariton ukulele), Richard Fairhurst (p)

Mit „ihrem neuen Album von (meist) bittersüßen Songs und reichen Arrangements“ spielt die Sängerin und Komponistin Joanna Wallfisch mit „einer großen Klangpalette dramatischer und hochmusikalischer Effekte“ (London Jazz Review). Die Londonerin studierte Jazz an der Guildhall School für Musik und Drama und verbrachte sechs prägende Jahre in New York City, wo sie mit Jazzgrößen wie Wynton Marsalis, Dan Tepfer und Kenny Werner zusammenarbeitete. Wallfisch verwischt Genregrenzen und verbindet „die intime Sphäre einer Singer-Songwriterin mit den technischen Freiheiten einer Jazzimprovisatorin. Grenzen zu überschreiten und Regeln zu umgehen, scheint für das jüngste Kind aus einer Klassik-Musik-Dynastie ganz selbstverständlich“ (Steve Smith, The Boston Globe). Vier Alben hat die Meisterin in der Kunst des Live-Vocal-Loopings und Zauberin an der Bariton-Ukulele aus Zedernholz herausgebracht, zuletzt das Album ‘Blood and Bone’. Zu ihr gesellt sich der Londoner Pianist Richard Fairhurst, der unter anderem mit dem Pianisten John Taylor und der Singer-Songwriterin Norma Winstone zusammenarbeitete. Joanna Wallfischs „ tales have not only a reflective, poetic quality but a directness too, venturing into acoustic country-pop that has echoes of singer-songwriters such as Carole King or Glen Campbell” (Jazzwise Magazine). more information

Wed, October 10 21 Uhr

Maria Baptist

CD-Release ‘Resonance’

Maria Baptist (p)

Die Seele des Klaviers erkundet die musikalische Geschichtenerzählerin Maria Baptist mit ihrer dritten Soloaufnahme ‘Resonance’. Die Orchesterkomponistin und Verführerin an den Tasten hat zwei Leidenschaften: Musik und Meditation. Für sie gibt es „eine interessante Verbindung zwischen beiden. Beim Improvisieren geht es darum, aus dem Nichts heraus zu kreieren, und das ist es auch, worauf die Meditation abzielt.“ ‘Resonance’ reflektiert Baptists ganz persönliche Beziehung zur Achtsamkeit und Musik und inspiriert ihre Zuhörer, mit ihr tiefer in den gegenwärtigen Moment einzutauchen. Die Musik, die die Verführerin an den Tasten in Brooklyn aufgenommen hat, ist ebenso intellektuell überzeugend wie emotional intensiv und voller magischer Momente. more information

Thu, October 11 21 Uhr

Marcin Wasilewski Trio

ECM Artist in Concert

Marcin Wasilewski (p), Sławomir Kurkiewicz (b), Michał Miśkiewicz (dr)

„Dynamische Breite“ zelebriert der polnische Tastenkünstler Marcin Wasilewski, von „ungeheuer gewandt dargebotenen pianistischen Köstlichkeiten zum herrlich intensiven seelischen Überschwang“ und „mit hemmungsloser Freude geschlagenen Akkorden“, alles „im Rahmen eines erstaunlichen melodischen Konzepts” (Jazz Journal). Nach vier Studioalben für ECM veröffentlicht Wasilewskis Trio die heiß ersehnte Liveplatte. Mitgeschnitten wurde ‘Live’ beim Jazz Middelheim Festival in Antwerpen, Belgien, im August 2016. Da zeigt sich „das Trio von seiner energetischen, extrovertierten Seite“ und greift „zugleich auf das tiefe Verständnis zurück, das Marcin Wasilewski, Slawomir Kurkiewicz und Michal Miskiewicz im Laufe ihrer 25-jährigen Zusammenarbeit entwickeln konnten“ (Jazzecho). more information

Fri, October 12 21:20 Uhr BR Jazzclub Live

Johannes Enders

Johannes Enders (sax), Jean-Paul Brodbeck (p), Phil Donkin (b), Howard Curtis (dr)

Der BR bringt die Atmosphäre einer Live-Sendung in die Unterfahrt. Das erste Set wird aufgezeichnet, das zweite Set überträgt der BR live in seiner ‚Jazztime‘ von 23:05 bis 0:00 Uhr. Das Konzert beginnt daher ab circa 21:20 Uhr. Einer der experimentierfreudigsten Tenorsaxophonisten seiner Generation kommt heute mit seinem Quartett in die Unterfahrt. Der Zwei-Meter-Mann aus Weilheim, der in München, Graz und New York studierte, ist mit seinem umtriebigen kreativen Geist immer gut für Überraschungen. Davon künden auch der Kulturförderpreis der Stadt München, der SWR Jazz Preis, der Neue Deutsche Jazzpreis, der Deutschen Musikautorenpreis und nicht zuletzt ein Echo Jazz. Vor allem aber ist das in jedem seiner Projekte spürbar, ob mit den eigenen, dem Enders Room, Enders Dome oder seinem Saxophon-Quartett ZeitGeistMaschine, oder als Sideman mit so unterschiedlichen Künstlern wie Lee Konitz, Nils Petter Molvaer, Joe Lovano, The Notwist, Franco Ambrosetti, Günter Baby Sommer oder Karl Ratzer. Johannes Enders‘ größste Liebe aber gilt seinem akustischen Quartett mit dem Schweizer Pianisten Jean-Paul Brodbeck, dem in Berlin lebenden britischen Kontrabass-Zauberer Phil Donkin und dem amerikanischen Schlagzeuger Howard Curtis, die er auch auf seinem neuen Album ‘Endorphin’ bei ENJA Records um sich geschart hat. Da streben Vier nach stringenten Harmonien und spielen in einem kontinuierlichen Flow. Johannes Enders‘ Quartett spielt so klassisch wie zeitlos modern. Trotz gegensätzlichsten Einflüssen liegt der Fokus immer auf Melodie, Dynamik und Groove. more information

Sat, October 13 21 Uhr

Nina Attal

CD Präsentation ‘Jump’

Nina Attal (g, voc), Anthony Honnet (keys), Davy Honnet (dr), Benjamin Delarue (git)

Funkelnde Augen, strahlendes Lächeln und eine Stimme, die hypnotisiert. Das ist Nina Attal. Mit ihren nur 1,53 Metern ist sie ein echtes musikalisches Energiebündel. Dem erst 25-jährigen Wunderkind des französischen Soul-Funk-Blues ist inzwischen die Zuneigung und Bewunderung einer bemerkenswerten Fangemeinde in Frankreich, Deutschland, Skandinavien und dem Rest der Welt sicher. Inspiriert von B. B. King und Jamiroquai, Stevie Wonder und Chaka Khan, pflegt Nina Attal ein Repertoire, das von der Black Music Amerikas beeinflusst ist. 2014 hat sie ihr zweites Album ‘Wha’ veröffentlicht, aufgenommen in den legendären Avatar-Studios in New York und produziert vom Bassisten der Chic, Jerry Barnes. Nina Attal ist Frankreichs derzeit wohl aufregendster Musikexport. Mit großer Zielstrebigkeit und ganz viel Talent verfolgt das Energiebündel aus Paris von Anfang an ihre Karriere. Gerade einmal 17 Jahre alt war sie, als sie beim angesehenen Blues sur Seine-Festival fünf Preise abräumte. Inzwischen hat sie mit ihrer hochenergetischen Band über 500 Konzerte gespielt und dabei nichts von ihrer unbedarften Frechheit verloren. Ihre Konzerte bieten eine wilde Mischung aus Rock, Funk, Soul und R&B. Nina Attal trifft mit ihrer Musik „direkt ins Herz der Zuhörer“ (Kieler Nachrichten). „Die junge Französin rockt, als hätten James Brown und Prince auf gar unverständliche Weise eine Tochter gezeugt. Funkig, erdig und Taschen voll Soul. Live haut sie einen aus dem Anzug“ (Fidelity Magazin) more information

Sun, October 14 21 Uhr

Jam Session

mit Paul Brändle (g)

Paul Brändle (git)

Paul Brändle gehört zu den „Rising Stars“ der Münchner Jazzszene. Als Sideman etablierte er sich mit The Rick Hollander Quartet featuring Brian Levy, welches seit 2016 kontinuierlich in Europa und in den USA auf Tour ist. Mit dem Vincent Eberle Quintett gewann er den Neuen Deutschen Jazzpreis. Mit der Formation Fazer war er Preisträger beim Nachwuchswettbewerb in Burghausen. Mit dem Orgeltrio Brändle • Schwager • May veröffentlichte er das gar nicht simple Album ‘Simplicity’ bei Organic Music. Paul Brändle freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, October 15 21 Uhr Big Band Night

Jazzrausch Bigband

Seelenrausch – Goethes Faust

Daniel Klingl (as), Raphael Huber (ts), Moritz Stahl (ts), Florian Leuschner (bari,bcl), Julius Braun (tp), Michael Salvermoser (tp), Roman Sladek (tb), Antonia Hausmann (tb), Jutta Keeß (tuba), Marco Dufner (dr), Georg Stirnweiß (b), Severin Krieger (p), Heinrich Wulff (git), Patricia Römer (voc), Leonhard Kuhn (electr)

Anlässlich des Faust-Festivals in München inszenierte die Jazzrausch Bigband im Mai ein multimediales Konzertspektakel im Technoclub Harry Klein. Inspiriert von Goethes Faust erschufen Komponist Leonhard Kuhn, Autorin Antonia Dering, 15 Musiker*innen der Bigband, Produzent Roman Sladek und die Videokünstler*innen Gregor Hösler, Proximal und VJ Sicovaja ein atemberaubendes Gewebe aus Menschen, Figuren, Projektionen, Bässen, Sprache und Stille. Der Spiegel des Menscheninneren, ein Taumeln durch Schwächen, Sehnsüchte und Gelüste, die Flucht in ekstatische Höhenflüge und dann – der Aufprall. In Goethes Faust sehen sie das alles und zugleich größtmögliche Freiheit. Inspiriert von genau dieser Freiheit packen sie das Werk bei den Hörnern und führen in einem visuellen wie musikalischen Rausch durch die Manege der Unterfahrt. Von zart vertonter Stille bis hin zum wummernd technoiden Untergang, mit Wonne zerlegen und beleuchten sie die prominenten Worte des Dramas voller Neugier. In Videoprojektionen inhaltlich gespiegelt und visuell verstärkt, verwandeln sie die Architektur der Unterfahrt in Fausts Innenleben und nehmen das Publikum in ihre Mitte. In einem poetisch-musikalischen Spektakel zeigt sich die Jazzrausch Bigband, in Ausdruck, Dynamik und Diversität so facettenreich wie der Mensch selbst. more information

Tue, October 16 21 Uhr

Aruan Ortiz & Don Byron

Aruan Ortiz (p), Don Byron (cl,sax)

In New York trafen sich Don Byron aus der Bronx und Aruán Ortiz aus Santiago de Cuba. Byron, der weltbekannte Klarinettist, der bei den Labels Nonesuch und Blue Note aufgenommen hat, lud den jüngeren Pianisten in sein Quartett ein. Nun sind beide auf Duo-Europatournee und nehmen parallel bei Intakt Records in Zürich auf. Der Rising Star Ortiz, von Downbeat für seine Soloplatte ‘Cub(an)isme’ mit der begehrten und selten verliehenen 5-Sterne-Rezension ausgezeichnet, findet in Don Byron einen kongenialen Partner und „Innovator zwischen Jazz, Klassik, Karibik und Klezmer“. Da entstehen Zwiegespräche zweier herausragender Instrumentalisten und Improvisatoren, tief in der Tradion des Jazz verwurzelt. Jazzjournalist Larry Blumenfeld hört „einen impliziten Swing“, „sanft, aber mit Überzeugung“, „einen klar dokumentierten Augenblick zwischen zwei meisterhaften Musikern“. more information

Wed, October 17 21 Uhr

Chanda Rule - Sapphire Dreams

Chanda Rule (voc), Thomas Kugi (sax), Kirk Lightsey (p), Karol Hodas (b), Dusan Novakov (dr)

Die Wege zum Jazz sind vielfältig. Chanda Rule aus New York, tourte nach einem Journalismusstudium erst als Musicalsängerin durch Europa, ehe sie dem Lockruf des Jazz‘ folgte. Die heutige Queen des Contemporary Gospels sang bei Musiktheaterproduktionen wie ‘Shakespeare in the Park’ und dem Musical ‘Hair’. Sie tourt mit den Harlem Gospel Singers und dem Afro American Gospel und elektrisiert große Konzerthäuser als Solistin. Jazzstandards singt sie laut Kirk Lightsey „amazing“ und Popsongs beginnen mit Chanda Rule erst wirklich zu leuchten. In ihrem gerade erschienenen Album ‘Sapphire Dreams’ verschmelzt sie Soul, Jazz, Pop und Songwriting zu einer intensiven Performance, aufregend und lässig elegant zugleich. more information

Thu, October 18 21 Uhr BeNeLux Series N° 7

Flat Earth Society

Peter Vermeersch (bcl), Martí Melià (bcl), Benjamin Boutreur (as), Michel Mast (ts), Bruno Vansina (bc, fl), Bart Maris (tr), Pauline Leblond (tr), Peter Delannoye (tb), Marc Meeuwissen (tb), Berlinde Deman (tuba), Teun Verbruggen (dr), Kristof Roseeuw (db), Peter Vandenberghe (p, keys), Frederik Leroux-Roels (git), Wim Segers (vib)

Die Flat Earth Society, kurz FES, des Klarinettisten Peter Vermeersch ist die wohl originellste und kühnste Bigband Belgiens. Fünfzehn Musiker wagen es, mit Theater und Film zu flirten und verführen erwachsene Jazzconnaisseure ebenso wie junge Rockfans. Auch ihr zwanzigstes Album, die Doppelscheibe ‘Untitled # 0’ ist ein Garant für Eklektik und Gänsehautfeeling. Jeder Track klingt typisch atypisch, jedes Wetter auf dem FES-Planeten spiegelt sich in einen individuellen Soundtrack. Aufgenommen wurden die Kompositionen von Peter Vermeersch und Peter Vandenberghe im VRT Toots Studio. Fürs Mischen und Mastering zeichnet Oz Fritz verantwortlich, bekannt für Produktionen mit Legenden wie Tom Waits, Herbie Hancock, Ornette Coleman, Iggy Pop und Bob Marley. Alles unter dem Motto „Live is better“. more information

Fri, October 19 21 Uhr

Ed Motta

‘Criterion of the Senses’

Ed Motta (Fender Rhodes, voc), Matti Klein (p, keys), Arto Mäkelä (git), Laurent Salzard (e-b), Yoràn Vroom (dr)

Mit seinem neuen Album „Criterion of the Senses“, das im Herbst erscheinen wird, kommt der Brasilianer Ed Motta wieder nach Europa. Neue Klänge warten hier auf uns: Poplastiger als zuvor, funky swingend und groovend gehen seine neuen Songs direkt in die Beine. In seiner Heimat ist er schon längst eine lebende Legende. Der international anerkannte Multi-Instrumentalist und Lebemann hatte schon immer ein Faible für Soul, Jazz, Funk und Rock, und die Musik auf seinen in Brasilien veröffentlichten Platten war weit komplexer als seine eingängigen Radiohits. Sein kräftiger Bariton, sein großartiges Spiel an Piano und Rhodes, sein Humor und seine funky Band machen Ed Mottas Konzerte zu einem großartigen Live-Erlebnis. more information

Sat, October 20 21 Uhr ECM artist in concert

Dino Saluzzi Group

‘El Valle de la Infancia’

Dino Saluzzi (bandoneon), Josè María Saluzzi (g), Félix ‘Cuchara’ Saluzzi (ts, cl), Matías Saluzzi (el-b, b), U.T. Gandhi (dr, perc)

Mit Dino Saluzzi gibt sich heute eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen lateinamerikanischen Musik auf der Bühne der Unterfahrt die Ehre. Der Bandoneonspieler aus dem argentinischen Musikerclan Saluzzi verschmelzt verschiedene Traditionen zu einer einzigartigen und definierten Musiksprache. Damit verwandelt er die autochthone argentinische Musik in eine lateinamerikanische Ethno-Jazz-Kammermusik. Der „vitale Improvisator des Tango Nuevo“ (Martin Kunzler) hat den Tango rhythmisch geöffnet, als ‘Tango Libre’, so der programmatische Titel einer seiner Kompositionen, und ihn so dialogfähig mit vielen Spielarten der improvisierten Musik gemacht. Mit seinem jüngsten Album ‘El Valle de la Infancia’ kehrt Dino Saluzzi in das Klanguniversum seiner Heimatprovinz Salta zurück, zu den Volkstänzen und Rhythmen seiner Kindheit. Zusammen mit Félix Saluzzi an Saxophon und Klarinette, Matías Saluzzi an E- und Kontrabass, U. T. Gandhi an den Percussions und nicht zuletzt seinem Sohn Jose Maria Saluzzi an der Gitarre begibt er sich auf die Suche nach den Wurzeln eigener und fremder Volksmusik zwischen Latin, Blues und Jazz. Dino Saluzzis Kompositionen bewegen sich im Bewusstsein einer universellen Kunst, welche keine Grenzen und keine Zeit kennt. more information

Sun, October 21 21 Uhr

Josef Leimberg

Joseph Leimberg (tp), Tracy Wannomae (bcl, sax, fl), Anand Bennett (git), Matthew Little (keys), Bubby Lewis (b), William Logan (dr)

Mit gerade mal fünf Jahren entdeckte Josef Leimberg aus der Stadt der Engel die Trompete. Seine große Leidenschaft für Musik von Hiphop bis Jazz bis zur Kammermusik kulminierte nach seinem Studium an der Cal Arts in Valencia in Kalifornien in der Gründung des Iron Worx Creative Recordings Studio und Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Maliah Frankilin, Miguel Atwood Ferguson und George Clinton, Snoop Dogg, Thundercat und Zapp Mama. Nach zehn Jahren auf Tour als Sidemen präsentiert Leimberg nun das Bluesalbum ‘Astral Progressions’, sein erstes Soloprojekt, für das er all sein Herz und seine Seele hergab. Das von Alpha Pup Records veröffentlichte Album ist „a superb blend of jazz, ballads, hip hop, funk, meditation, and of course, progressions.“ more information

Mon, October 22 21 Uhr Big Band Night

Earforce

Thorsten Skringer, Chris Haller, Gregor Bürger (sax), Florian Jechlinger, Gabriel Keogh, Reinhard Greiner, Mathias Engl (tp), Roman Sladek, Thorben Schütt, Jakob Grimm (tb), Jan Zehrfeld (git), Jan Eschke (keys), Maximilian Hirning (b), Julian Fau (dr)

Earforce steht für Funk/Fusion-Bigbandmusik, stark beeinflusst von Samba, Salsa und anderen Latin-Styles, von Bandleader Gregor Bürger komplett selbst komponiert und arrangiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der rhythmischen Balance der treibenden Grooves, die von Gitarrist Jan Zehrfeld, Keyboarder Jan Eschke, E-Bassist Maximilian Hirning und Schlagzeuger Julian Fau mit viel Energie und Drive umgesetzt werden und den Bläsersätzen und Soli eine mitreissende Dynamik verleihen. more information

Tue, October 23 21 Uhr

Ben Wendel Seasons Band

Ben Wendel (ts), Gilad Hekselman (g), Sullivan Fortner (p), Joe Martin (b), Kendrick Scott (dr)

Heute jazzt der amerikanisch-kanadische Bassist und Saxophonist Ben Wendel mit seinem Quintett die Bühne der Unterfahrt. Der „Composer with restless sonic Ear“ (Los Angeles Times) tourte schon mit Künstlern wie dem Kubaner Ignacio Berroa, dem Thelonious Monk Piano Competition-Gewinner Tigran Hamasyan, dem Hip-Hop-Künstler Snoop Dogg und dem legendären Prince sowie bei den Opernfestspielen München mit dem Dirigenten Kent Nagano. Mit der Band Kneebody, deren Gründungsmitglied er auch ist, heimste er 2009 eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Classical Crossover“ ein. Sein aktuelles „Seasons“-Projekt adaptiert zwölf Klavierstücke von Tschaikowsky, welche der russische Komponist vor über 140 Jahren für die zwölf Monate des Jahres 1876 komponierte. Ben Wendel re-interpretiert diese mit einer „keen ability to balance intellectual curiosity with emotional and melodic impact“ (DownBeat). more informationTue, October 23 Reserve tickets

Wed, October 24 21 Uhr ACT: Jazz Night

Vincent Peirani Quintet – Living Being II

Vincent Peirani (acc), Emile Parisien (sax), Tony Paeleman (rhodes), Julien Herné (b), Yoann Serra (dr)

Als „neue[r] Atem des Jazz“ begibt der französische Akkordeonist Vincent Peirani sich gerne auf einen kollektiven Trip“ zwischen den Genres. Der Tastenvirtuose beherrscht sein Instrument „so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme“ (ARTE). Peiranis Kunst ist es, rhythmisch und songdienlich zu spielen, und jedem Stück Schichten hinzuzufügen, wie andere es nur mit einer Armada von Keyboards vermögen würden. Die Melancholie des Chanson, die Erhabenheit der Klassik, die schiere Kraft des Rock, Peirani vereint sie durch Virtuosität und Intensität. Auf seinem jüngsten von Led Zeppelin inspirierten Album ‘Night Walker’ macht der Meister sein Akkordeon gar zum veritablen Rock'n'Roll-Instrument. Wenn Peirani sagt, dass sein Quintett sich als Kammermusikorchester versteht, dann ist das alles andere als Rock-meets-Classic-Bombast. Wie ein Raubtier bewegt sich Living Being elegant auf jedem Terrain und kann dabei jederzeit zubeißen. more informationWed, October 24 Reserve tickets

Thu, October 25 21 Uhr

Rudresh Mahanthappas Indo-Pak Coalition

with Rez Abbasi & Dan Weiss

Rudresh Mahanthappa (as), Rez Abbasi (g), Dan Weiss (dr, tabla)

Nur wenige Musiker verschmelzen wie Altsaxophonist Rudresh Mahanthappa aus New York die expansivsten Möglichkeiten der Musik mit vielfältigsten Kultureinflüssen. Wenn Mahanthappa ans Werk geht, materialisiert sich ein Sound, der progressiven Jazz und südindische klassische Musik in einer fließenden und zukunftsorientierten Form hybridisiert. Von der New York Times als „a roving intellect and a bladelike articulation“ gefeiert, wurde Mahanthappa schon mit einer Guggenheim Fellowship, einer New York Foundation for the Arts Fellowship und Aufträgen des Rockefeller Foundation MAP Fund, des Chamber Music America und dem American Composers Forum belohnt. Downbeat ernannte ihn obendrein zum Altsaxophonist des Jahres. Seit 2016 wirkt er als Director of Jazz und Associate Director des Programms für Musical Performance an der Princeton University. Mit seinem jüngsten Album ‘Agrima’, dem Nachfolgealbum seines vorhergehenden Indo-Pak-Coalition-Projektes, erweitert Mahanthappa ästhetische Horizonte, mit einem modifizierten Drumset, Elektronik und Effekten. Zugleich bleibt er seinem Sound treu, mit einer pulsierenden Präsenz indischer rhythmischer und melodischer Elemente in einem modernen Improvisationsrahmen. more informationThu, October 25 Reserve tickets

Fri, October 26 21 Uhr

Yazz Ahmed

Yazz Ahmed (tp), Ralph Wyld (vib), David Manington (b), Martin France (dr)

Die bahrainisch-britische Künstlerin Yazz Ahmed transformiert, was Jazz im Jahr 2018 bedeuten kann. Die Trompeterin und Flügelhornspielerin hat schon mit Radiohead und These New Puritans gespielt, experimentiert mit elektronischen Effekten und kombiniert Klänge aus West und Ost. Wie Kamasi Washington, Yussef Kamaal, die Söhne von Kemet oder The Comet ist sie Teil einer neuen Welle von Künstlern, die den Jazz aufmischen. Mit ihrem neuen Album ‘La Saboteuse’ erkundet sie als Antimuse in der Wüste ihre Wurzeln. Unterstützt von Musikern wie Lewis Wright am Vibraphon, dem MOBO-prämiertem New-Jazz-King Shabaka Hutchings an der Bassklarinette und Naadia Sherriff am Fender-Rhodes-Keyboard, kombiniert sie wellenförmige Rhythmen, orientalische Melodien und die ihr eigenen sonoren Trompetenlinien. Yazz‘ Sound ist einzigartig. Ihre Interpretation von Jazz verwebt arabische Melodien zu einem evokativen, cineastischen Klangteppich. Zukunftsorientiert schillert Yazz Ahmed am Jazzhimmel. Auf dem Weg zu den Sternen träumt sie von einer Musik, die „von den sich ständig verändernden Strukturen des Universums inspiriert ist.“„Even if you’re not familiar or terribly interested in jazz, Ahmed‘s music deserves your attention, and she‘ll most likely make you second guess your thoughts on jazz” (Headphone Nation). more informationFri, October 26 Reserve tickets

Sat, October 27 21 Uhr

Amaro Freitas Trio

Amaro Freitas (p), Jean Elton (db), Hugo Medeiros (dr)

Im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco liegt die Küstenstadt Recife, von wo aus Amaro Freitas den neuen brasilianischen Jazzsound mitprägt. Für den jungen Pianisten ist der Geist seiner Heimatstadt immer präsent. Ihn inspirieren die afrobrasilianischen Maracatu, Sklaven auf den Plantagen weißer Zuckerbarone, ebenso wie Karnevalsrhythmen von Frevo bis Baião. Freitas‘ stark perkussiver Zugang zum Jazz ist diesen Traditionen ebenso verpflichtet wie den Jazzgrößen Chick Corea, John Coltrane, Charlie Parker und Thelonious Monk. Früh als Wunderkind entdeckt, studierte Freitas am Conservatório Pernambucano de Música und ist bereits mit 22 Jahren einer der gefragtesten Musiker in Recife und Resident-Pianist der legendären Jazzbar Mingus. Nach seinem von Kritikern gefeierten Debütalbum ‘Sangue Negro’ (‘Schwarzes Blut’) veröffentlicht er nun mit seinem zweiten, umgangssprachlich betitelten, Album ‘Rasif’ einen Liebesbrief an seine Heimat bei Far Out Recordings. Freitas kreuzt darauf traditionelle Rhythmen mit Jazzidiomen und strukturiert sie mittels komplexer mathematischer Muster, welche an einige der schwierigsten Werke der brasilianischen Meister Hermeto Pacalo, Egberto Gismonti und Moacir Santos erinnern. Nachdem er sich in Brasilien längst einen Namen gemacht hat, sind Amaro Freitas und seine Band nun auf Europatournee. more informationSat, October 27 Reserve tickets

Sun, October 28 21 Uhr

Jam Session

mit Paul Brändle (g)

Paul Brändle (git)

Paul Brändle gehört zu den „Rising Stars“ der Münchner Jazzszene. Als Sideman etablierte er sich mit The Rick Hollander Quartet featuring Brian Levy, welches seit 2016 kontinuierlich in Europa und in den USA auf Tour ist. Mit dem Vincent Eberle Quintett gewann er den Neuen Deutschen Jazzpreis. Mit der Formation Fazer war er Preisträger beim Nachwuchswettbewerb in Burghausen. Mit dem Orgeltrio Brändle • Schwager • May veröffentlichte er das gar nicht simple Album ‘Simplicity’ bei Organic Music. Paul Brändle freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more informationSun, October 28 Reserve tickets

Mon, October 29 21 Uhr Big Band Night

Sunday Night Orchestra

feat. Stefan Pfeifer-Galilea (sax) & his music

Markus Harm, Florian Trübsbach, Lutz Häfner, Hubert Winter, Norberg Emminger (sax), Jürgen Neudert, Lukas Jochner, Felix Fromm, Eberhard Budziat (tb), Max Seibert, Ralf Hesse, Sebastian Strempel, Marko Mebus (tp), Michael Flügel (p), Markus Schieferdecker (b), Paul Hochstädter (dr)

Das Sunday Night Orchestra ist einzigartig in der deutschen Jazzszene. Besetzt mit den besten Musikern, die in Deutschland zu finden sind, präsentiert das Orchester seit mittlerweile über zwanzig Jahren Bigbandjazz der unterschiedlichsten Stilrichtungen auf höchstem Niveau, und das alles mit einem Minimum an öffentlichen Zuschüssen. Special Guest ist heute der WDR-Jazzpreisträger Stefan Pfeifer-Galilea. Der Saxophonist aus Köln erlebte im Juli 1976 als 14-Jähriger die Bigband von Thad Jones und Mel Lewis im damals legendären Jazzclub Domicile in München. Das Konzert hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei ihm. Noch heute ist dieser Einfluss in seinen Interpretationen wie auch seinen Kompositionen und Arrangements zu spüren. Mit seiner ausgeprägten musikalischen Persönlichkeit drückt Stefan Pfeifer-Galileas zugleich jedem Stück seinen einzigartigen Stempel auf. Zusammen mit den hochkarätigen Musikern des Sunday Night Orchestra unter der Leitung des Posaunisten Jürgen Neudert wird der Solist heute ein spannendes und kontrastreiches Programm präsentieren. more informationMon, October 29 Reserve tickets

Tue, October 30 21 Uhr

Giulia Valle Trio

Giulia Valle (b), Marco Mezquida (p), David Xirgu (dr)

Im Giulia Valle Trio begegnen sich mit der Bassistin Giulia Valle, dem Pianisten Marco Mezquida und dem Drummer David Xirgu drei der herausragendsten Musiker der spanischen Jazzszene. Durch seinen einzigartigen Klang erregte das Trio beträchtliches Aufsehen in der internationalen Jazzszene, unter anderem beim Vancouver Jazz Festival, dem Jazzfestival in Montreal und im legendären 'Blue Note' in New York. Ihr jüngstes Album ‘Live in San Francisco’ wurde auf dem San Francisco Jazz Festival aufgenommen. Die drei Musiker des Trios interagieren mit einer immensen Freiheit, Kreativität und Spielfreude. Ihre Musik bewegt sich traumwandlerisch sicher zwischen Bebop und zeitgenössischer Improvisation und bedient sich dabei südamerikanischer Folklore, Balkan-Sounds und andalusischer Rhythmen. Die Drei kennen sich in- und auswendig. Ihr Trio zu sehen und ihnen zuzuhören ist eine Reise für alle Sinne, zumal das Repertoire auf der intensiven und überraschenden Musik von Giulia Valle basiert. Ein Jazz-Trio, das es unbedingt zu entdecken gilt. more informationTue, October 30 Reserve tickets

Wed, October 31 21 Uhr ACT: Jazz Night

Tonbruket

Johan Lindström (g), Martin Hederos (keys, p), Dan Berglund (b), Andreas Werliin (dr)

Crossover war gestern. Musikalische Schubladen funktionieren nicht für die schwedische Soundfabrik Tonbruket um e.s.t.-Bassist Dan Berglund und Gitarrist Johan Lindstöm. Zusammen mit Schlagzeuger Andreas Werliin und dem Fusionmusiker Martin Hederos von der erfolgreichen Indierockband The Soundtrack of Our Lives an diversen akustischen wie elektronischen Tasteninstrumenten, entsteht ein einzigartiger Bandsound zwischen Jazz, Psychedelic Rock und Neo-Folk. Oder einfach Tonbrukets ganz eigene Interpretation des Begriffs „Jazz“. more informationWed, October 31 Order tickets online

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