Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 Munich - Germany
Club: +49 (0)89 448 27 94

Opening hours Mon. - Sun.: 7.30 p.m. to 1.00 a.m.
Concerts starts at 9 p.m.

Mar 2018 | May 2018

Program April 2018

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Schedule / Month | Todays concert

Sun, April 1 21 Uhr

Jam Session mit Nils Kugelmann (b) und Zhitong Xu (dr)

Nils Kugelmann, 1996 in München geboren und Zhitong Xu, Jahrgang 1994 aus Harbin, China lernten sich während ihres Studiums an der Münchner Musikhochschule kennen und schätzen. Xu kam schon als 17-Jähriger nach Deutschland um Jazz zu studieren und hat sich inzwischen in der Münchner Szene zu einem gefragten Schlagzeuger des Modern Jazz entwickelt. Wofür er unter anderem mit dem Anton Mangold Quartett den Neuen Deutschen Jazzpreis 2017 erhielt. Kugelmann „bewegt sich mühelos zwischen neuer klassischer Musik, Jazz und elektronischer Tanzmusik“ (SZ) und verbindet seine musikalischen Interessen und Energien in seiner Tätigkeit als Jazzbassist und Komponist. Zusammen bilden die beiden Musiker inzwischen eine eingespielte Einheit und spielen mit aufstrebenden Münchner Bands wie Elders Universe. Nils Kugelmann und Zhitong Xu verbindet ihre Leidenschaft für feinfühliges, sich entwickelndes und vor allem energetisches Spiel. Bei der heutigen Session freuen sie sich gemeinsam auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, April 2 21 Uhr Big Band Night

Earforce

Die Münchner Funk-Fusion-Großformation Earforce spielt Musik im Stil der Groove-, Soul- und Funkjazz-Strömungen der letzten drei Dekaden, angelehnt an Bands wie Incognito, Steps Ahead, Snarky Puppy oder Dirty Loops. Dazu gemixt werden Einflüsse aus Brasil- und Latinjazz. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Kompositionen und Arrangements von Bandleader Gregor Bürger, welche von Earforce mit großer Leidenschaft und Energie auf die Bühne gebracht werden, immer wieder durchsetzt von mitreißenden Solopassagen einzelner Musiker. more information

Tue, April 3 21 Uhr

Dorantes

CD-Präsentation ‘El Tiempo por Testigo’

Dorantes (p), Francis Pose (b), Javi Rubal (dr)

Der Meister des Flamencoklaviers Dorantes „erreicht auf dem Klavier, ... was Paco de Lucía mit der Gitarre tat“ (Jose Luis Navarro). Die Musik des wohl kreativsten Flamencopianisten der Gegenwart entführt auf eine Reise ins Mediterrane, vom Jazz zum Flamenco. Stetig überschreitet der Spanier die Grenzen des Genres und nutzt das Klavier als innovatives Werkzeug, um den Flamenco neu zu definieren. Dorantes‘ Musik atmet Intelligenz und eine einzigartige Verwebung von Jazz und Flamenco. In einem revolutionären und scheinbar mühelosen Abenteuer vereint er die Expressivität und Emotionen seiner Kindheitsklänge mit einem intensiven akademischen Anspruch. Seine kreative Freiheit, so wagemutig, verführerisch und grenzenlos, verschmelzt mehr als drei Welten: klassische Musik, Flamenco und Jazz und andere. more information

Wed, April 4 21 Uhr

Karl Berger – Ingrid Sertso – Ken Filiano

Karl Berger (vib, p), Ingrid Sertso (voc), Ken Filiano (b), Carsten Radtke (g)

Das Trio Berger Sertso Filiano, in den USA auch bekannt als „K. I. K.“ wie Karl Ingrid Ken, begeistert heute mit Songs von ‘Silver Lining’ à la Chet Baker bis zu Ornette Colemans ‘Lonely Woman’ oder ‘When will the Blues leave’ und Karl Bergers ‘Crystal Fire’. Vor allem aber mit Ingrid Sertsos einzigartiger Poesie und Stimme, Ken Filianos atemberaubender Bassvirtuosität und Karl Bergers eigenständigem Stil an Vibraphon und Piano. Im zweiten Set wird der Münchner Gitarrist Carsten Radtke, das Trio zu einem Quartett erweitern. Wenige deutsche Jazzmusiker kommen mit so einer spannenden Biografie daher wie das Paar Berger und Sertso. Beide folgen Anfang der 70er-Jahre dem Ruf von Ornette Coleman nach New York. Zuvor spielte Berger im Paris der 60er in der Band von Don Cherry. Im Trio mit Coleman gründen sie das legendäre Creative Music Studio in Woodstock, wo Musiker wie Carla Bley, Dave Holland, Trilok Gurtu und Nana Vasconcelos aufnahmen und eine ganze Generation Musiker inspirierten. Karl Berger ist als Vibraphonist seit den 70ern in allen Jazz Polls präsent. Als Pianist ist er mit dem New Yorker Tzadik-Label von John Zorn verbunden. Gerade erschien dort sein drittes Album ‘In the Moment’. Ingrid Sertsos Album ‘What Do I Know’ erschien unlängst auf dem Konnex Label in Berlin. Karl Bergers und Ingrid Sertsos Namen sind heute untrennbar verbunden mit dem Creative Music Studio. Die Prinzipien ihrer Musik, die Betonung von individueller und kollektiver Melodik und der Spontaneität des Harmonisierens und Hörens, basiert auf Erfahrungen und Entwicklungen, die dort begannen und auch heute noch – seit kurzem unter neuer Leitung – weitergeführt werden. Häufiger Gast des Studios in Woodstock ist der Gitarrist Carsten Radtke aus München. Radtke improvisiert zwischen Reflex und Reflexion und spiegelt dabei Einflüsse von Bach bis Berio bis Berger bis zu indischer Rhythmik. Am Vorabend des Konzerts lädt Karl Gerber Musiker*innen außerdem zu einem Workshop „Improvisation.Listening.Creating.All Instruments“ im nahe gelegenen Freien Musikzentrum. Mehr Info und Anmeldung unter studio@musicmarket.net. more information

Thu, April 5 21 Uhr BeNeLux Series N° 3

Dock in Absolute

Jean-Philippe Koch (p), Stefano Agostini (b), Michael Mootz (dr)

Die drei Musiker vom Klaviertrio Dock in Absolute verbindet eine gemeinsame Liebe zu einem Jazz ganz eigenen Stils. Die luxemburgischen „Export Artists of the Year 2017“, die alle drei am Berklee College of Music in Bosten studiert haben, kombinieren Jazz, Klassik und Rock zu melodischen Sound-Arrangements, die gelegentlich an die Musik von Michael Nyman oder Ludovico Einaudi erinnern, dann wieder mit rasant perlenden Läufen und flirrender Fingerfertigkeit höchste Begeisterung auslösen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 spielen sie auf Festivals in der ganzen Welt, unter anderem auf dem Jazz Marathon in Brüssel und dem International Jazz Festival in Hongkong. Kein Wunder, die Kompositionen und Arrangements von Pianist Jean-Philippe Koch bestechen durch Qualität und Frische und Innovation. Zusammen mit den unterschiedlichen Charakteren von Bassist Stefano Agostini und Schlagzeuger Michael Mootz ergibt das den Sinn für überraschende dynamische Verläufe, der Dock in Absolute so besonders macht. more information

Fri, April 6 21 Uhr

Hendrika Entzian Quartett

Matthew Halpin (ts), Simon Seidl (p), Hendrika Entzian (b), Fabian Arends (dr)

Aus Köln kommt heute das Quartett um die Kontrabassistin Hendrika Entzian, die gerade den WDR Jazzpreis für Komposition zugesprochen bekommen hat. Was Entzians Quartett so besonders macht? „Das eine ist die famose Fähigkeit aller beteiligten Künstler, zuhören zu können“, und „zweitens erzeugt die Formation eine musikalische Ausstrahlung, die zeigt, dass es nicht unbedingt ein Soloinstrument, ein Führungsinstrument geben muss. Wenn nur jeder seine Impulse gibt (...) handgemacht, ganz ohne Effekte oder sonstigen Schnick-Schnack. Dann ist er da, der warme, weite, ruhige Bögen schlagende und klare Klangkosmos vom Hendrika Entzian Quartet“ (Franz X.A. Zipperer, Jazzthetik). In diesem Kosmos verschwimmen die Grenzen zwischen Komposition, Interaktion und Improvisation. Locken unmanipulierte akustische Klänge, songartige Strukturen und eine offene Spielhaltung. Facettenreiche Stücke geben sich gleichzeitig modern und zeitlos, setzen sich bewusst von kurzlebigen Trends ab, vereinen unaufdringliche Eleganz und subtile Energie. 2012 mit Maxi Jagow am Saxophon, Simon Seidl am Piano und Fabian Arends an den Drums​ gegründet, veröffentlicht das Quartett 2015 sein Debüt „Turnus“ bei Traumton Records, auf dem es die Hamburger Gitarristin Sandra Hempel featured. Nicht erst seitdem tourt die Band durch Clubs und Festivalarenen, darunter A-Trane Berlin, Birdland Neuburg, Jazzschmiede Düsseldorf, Ingolstädter Jazztage, Winterjazz Köln und Acht Brücken Festival. 2016 geht Jagow eigene Wege und der irische Saxophonist Matthew Halpin stößt statt seiner zum Quartett hinzu. 2017 ist das zweite Album „Pivot“ erschienen. „Pivot meint den Punkt, an dem sich etwas dreht oder ändert“, so Hendrika Entzian, „was für mich ein gutes Bild für die Spielweise des Quartetts ist. Grundsätzlich stellen die Kompositionen Grundgerüste dar, die von jedem Musiker in die eine oder andere Richtung gelenkt werden können.“ more information

Sat, April 7 21 Uhr

KaMa Quartet feat. Nippy Noya

Katharina Maschmeyer (ts,ss,bcl), Nils Pollheide (g,e-b), Philipp Rütgers (p, keys, synth), Jens Otto (dr), Nippy Noya (perc)

Mit einem erfrischend andersartigen groovigen Stilmix aus Modern Jazz mit Funk- und Rockeinflüssen und akustischen Parts hat sich das KaMa Quartet von Katharina Maschmeyer mittlerweile deutschlandweit einen Namen gemacht. Nach drei regulären Studioalben und einer Live-Vinyl-LP veröffentlicht das Quartett das Tribute Album und kann dafür die indonesische Congalegende Nippy Noya gewinnen. Das Album beeindruckt mit Neuinterpretationen von John Coltranes legendärer Suite ‘A Love Supreme’ und ideenreichen Eigenkompositionen mit memorablen Hooklines. Diese werden von dem feinnervig und spielfreudig agierenden Quartett plus eins mit sehr eigenem, offenem und abwechslungsreichen Bandsound umgesetzt. „Jazz, der mit so viel ausgelassener Lust am Leben leichtfüßig auf der Demarkationslinie von improvisierter Musik und funkinfiziertem Rock tänzelt, ist heute immer noch ein absolutes Novum“ (JazzPodium). more information

Sun, April 8 21 Uhr

Jam Session mit Nils Kugelmann (b)

Der 21-jährige Bassist und Komponist Nils Kugelmann ist ein musikalischer Grenzgänger, der sich schon in frühen Jahren ausgiebig mit Klassik, Theatermusik, Elektronik und nicht zuletzt mit seiner nun manifestierten Leidenschaft, dem Jazz, beschäftigt hat. Zu seinen Kompositionen zählen bereits zahlreiche klassische Werke für Sinfonie- und Kammerorchester, sowie zwei Musicals und eine Vertonung von ‘Die kleine Meerjungfrau’. Kugelmanns Werke wurden unter anderem im Münchner Künstlerhaus und im Herkulessaal der Residenz aufgeführt und von ihm dirigiert. Zudem spielt er mit seinem Elektroprojekt ‘Deebex’ regelmäßig in den Münchner Clubs. Nils „bewegt sich mühelos zwischen neuer klassischer Musik, Jazz und elektronischer Tanzmusik“ (SZ) und vereinigt seine musikalischen Interessen und Energien in seiner Tätigkeit als Jazzbassist und Komponist, als welcher er sich, während seines Jazzstudiums bei Henning Sieverts, in der Münchner Szene etabliert hat. Nils Kugelmann freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, April 9 21 Uhr Big Band Night

Jazz Big Band Association

Florian Riedl, Ulrich Wangenheim, Axel Kühn, Christof Hörmann, Michael Lutzeier (saxes), Nemanja Jovanovic, Franz Weyerer, Florian Jechlinger, Ralf Hesse (tps), Jürgen Neudert, Erwin Gregg, Hans Heiner Bettinger, Eberhard Budziat (tbs), Jan Zehrfeld (git), Chris Gall (p), Sebastian Gieck (b), Christoph Holzhauser (dr)

Das Motto des neuen Programms der Jazz Big Band Association lautet „The funky side of a Jazz Big Band“. Technisch brillant spielt die Band heute Arrangements im Stile des Electric Funk Jazz aus ihrem gut sortierten Bandbook. Ein begeisterter Kritiker schrieb: „Mitunter war man vom Blending der Stimmen dermaßen angetan, dass man es am liebsten festhalten wollte. Die Bühne knisterte schier vor Energie und Konzentration.“ Die Jazz Big Band Association vereint unter der Leitung von Axel Kühn herausragende Solisten, Komponisten und Arrangeure der süddeutschen Jazzszene, die auch sonst als Bandleader oder Sidemen bekannt sind. Das Konzept der Band verwirklicht den lange gehegten Wunsch der Musiker nach einem „Musicians Orchestra“, das sowohl die Tradition des Mainstreams der Jazz Big Bands fortführt, als aber auch viel Raum für Neues und bislang wenig Gehörtes bieten will. more information

Tue, April 10 21:00 Uhr

SLATEC

Patricia Römer (voc), Roman Sladek (tb), Georg Stirnweiß (synth), Samuel Wootton (perc), Marco Dufner (dr), Silvan Strauß (electronics)

Für den heutigen Abend versammeln sich insgesamt sechs Musiker*innen aus dem berühmt-berüchtigten Kosmos der Münchner Jazzrausch Bigband. Als SLATEC fusionieren sie zu einer Art Superorganismus, der in Echtzeit kreativen und akustischen Techno entwirft. Die Musik wird vollständig improvisiert und reagiert wie ein hochsensibles Rechnernetzwerk auf die akustischen und visuellen Informationen in ihrem Umfeld. Mit jedem Geräusch und jedem Klang des Abends breitet sich die Schwarmintelligenz im Kellergewölbe der Unterfahrt aus und treibt alle Anwesenden in eine kollektive Techno-Ekstase. more information

Wed, April 11 21 Uhr

Pat Martino Trio

Pat Martino (g), Pat Bianchi (org), Carmen Intorre Jr. (dr)

„Pat Martino ist eine wahre Ikone des Modern Jazz. Sein schneller, kräftiger Stil inspirierte mehr als eine Musikergeneration, und sein Ruf als genialer Gitarrist geht weit über die Grenzen der Jazzwelt hinaus. Leidenschaft und Disziplin sind für ihn die Schlüssel zur perfekten Beherrschung seines Instruments“ (Arte TV). Der US-amerikanische Jazzgitarrist mit italienisch-arabischen Vorfahren spielte seit seinem zwölften Lebensjahr Gitarre, stand mit Fünfzehn auf der Bühne, wurde noch vor seinem achtzehnten Geburtstag zur Ikone erklärt und spielte mit Red Holloway, Lloyd Price, James Moody, Eric Kloss und John Handy. Beeinflusst von weißem wie schwarzem Jazz und Soul und Rock, nahm er bahnbrechende Alben wie ‘Strings!’, ‘Desperado’, ‘El Hombre’ und ‘Baiyina’ auf. Seit 1979 unterrichtete er am Guitar Institute of Technology in Los Angeles. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit Mitte Dreißig kostete ihm ein Gehirn-Aneurysma aufgrund einer angeborenen Arterienfehlbildung beinahe das Leben. Als er nach zwei Notoperationen erwachte, war er „dropped cold, empty, neutral, cleansed, ... naked.” Ein weitreichender Gedächtnisverlust führte dazu, dass er zeitweilig das Interesse am Gitarrespielen und den Zugang zu seinen musikalischen Fähigkeiten verlor. Durch intensives Studium seiner eigenen historischen Aufnahmen und mit Hilfe von Computertechnologie gelang es ihm jedoch, seinen Gedächtnisverlust umzukehren. Seit 1984 trat er wieder auf und spielte das Album ‘The Return’ ein, sein wirkliches Comeback hatte er allerdings erst, nachdem ihm 1994 ein Gehirntumor entfernt wurde. „Heute ist Pat Martino eine feste Größe in der Bebop-Szene, verknüpft aber gerne unterschiedlichsten Einflüsse. Er beeindruckt durch seine Improvisationen und seine nahezu perfekte Spieltechnik“ (Arte TV) und seine Experimente mit zwölf Seiten und Gitarrensynthesizern. „Seine strömenden Linien und ungewöhnlichen harmonischen Auslegungen, sein Picking-Staccato mit dickem weichem Plektrum und atemberaubendem Tempo machen ihn unverwechselbar“ (Martin Kunzler, Jazzlexikon). more information

Thu, April 12 21 Uhr

Hornung Trio

Ludwig Hornung (p), Johannes Felscher (b), Bernd Oezsevim (dr)

„Es gibt heute viele Pianotrios mit einem technisch ansprechenden Standard, aber nur wenige, die wirklich etwas erzählen und ihre ganze Persönlichkeit ins Spiel einfließen lassen können.“ Was der Pianist Ludwig Hornung damit sagen will, hört sich nicht nur wie ein Alleinstellungsmerkmal an, es klingt auch so. Die Kompositionen des Debütalbums ‘Spieler’, das Hornung mit Johannes Felscher am Bass und Bernd Oezsevim an den Drums im wahrsten Wortsinn inszenierte, strotzen nur so vor lyrischer Kraft, mystischer Spannung und überraschenden Wendungen. Dafür listet Jazz thing das Album als Nummer 69 in der qualitativ erlesenen Schar seiner Next-Generation-Entdeckungen. Hornungs „Technik ist nichts weniger als atemberaubend! Und mit Technik meine ich die einzigartige singende Qualität jedes Tones zu erzeugen und in jedem denkbaren Kontext aufrecht zu erhalten. Alles singt bei ihm, die rasenden Linien nehmen einen Ton für Ton gefangen, die Akkorde leuchten geradezu. Ich könnte ihm stundenlang zuhören!“ (Hubert Nuss, Jazzinstitut Berlin). Nach Klavierstunden und Schlagzeugunterricht im Kindesalter, Studium am Jazzinstitut Berlin, einer Reihe von Preisen bei Jugend musiziert und Jugend jazzt , nach Trip-Hop-, Hip-Hop-, Breakbeat- und Remixe-Projekten, unter anderem mit dem Elektro-Duo Third I Vision sowie einem Polit-Satire-Programm mit der Varieté-Gruppe Kabarettit, präsentiert der aktuelle JTNG-Hauptdarsteller seine ganz persönliche Sicht auf das, was ein Pianotrio sein kann und will. „Ich möchte mich nicht beschneiden und sagen, es muss groovig sein oder swingen. Was auch immer aus der Musik entsteht ist okay, sofern es ernst gemeint ist und überzeugend. Der Anspruch, den ich an mich, die Musik und die Musiker stelle, ist Echtheit, Intensität, Kompromisslosigkeit, egal ob der Tenor der Komposition schön, hässlich, fröhlich, traurig oder wütend ist.“ Hohe Grundsätze, denen der Spieler Ludwig Hornung erstaunlich nahekommt. more information

Fri, April 13 21 Uhr

Jazzmeia Horn

Jazzmeia Horn (voc), Victor Gould (p), Gerald361.54 Portal (b), Henry Conerway III (dr)

Jazzmeia „Jazz“ Horn „is one of the greatest vocalists I’ve heard in 40 years“ (Jon Hendricks). Mit ihren noch jungen Jahren hat sich die Sängerin aus Dallas bereits jetzt die Anerkennung und Reputation in der Jazz-Community New Yorks erarbeitet. Ihr Name spricht für sich, und zahlreiche Auszeichnungen wie The Rising Star Award zeigen die Richtung an. Ihr Soul, ihr Jazz-Idiom und ihr Storytelling brachten ihr Vergleiche mit Größen wie Betty Carter, Sarah Vaughan oder Nancy Wilson ein. Und wann immer man sich auf Festivals umhört, herrscht einhellige Meinung: der Auftritt Jazzmeia Horns zählt zu den Highlights. Die Sängerin strotzt vor Energie, bezieht sich auf die großen Diven Abbey Lincoln und Betty Carter, singt Coltranes 'Giant Steps' mit unfassbarer Leichtigkeit, und ihr Scatgesang ersetzt eine ganze Brigade Bläser. Am Ende liegen ihr die Zuhörer zu Füßen. Mitte November erst begeisterte und gewann sie bei der renommierten Thelonious Monk Institute International Jazz Vocals Competition. more information

Sat, April 14 21 Uhr Deutschlandfunk-Mitschnitt

Hanno Busch Trio

Hanno Busch (g), Claus Fischer (b), Jonas Burgwinkel (dr)

Hanno Busch kennt man als Gitarrist der Heavytones, der Band, die Stefan Raabs PRO7-Show „TV Total“ Groove verlieh. Der Musiker aus Wuppertal ist darüber hinaus seit zwei Jahrzehnten in nahezu jeder Stilistik zwischen Jazz und Pop-/Rockmusik zu Hause. Als Sideman bereicherte er eine Vielzahl von Alben, Tourneen und Studioproduktionen durch sein unverkennbares Spiel, darunter Peter Weniger, die NDR Big Band feat. Bobby McFerrin, Niels Klein – Tubes & Wires, Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, re:jazz, PeterLicht, Michael Wollny, Sasha und Cosmo Klein & The Phunkguerilla. Mit der Band Sommerplatte und dem Hanno Busch Trio verwirklicht er seine eigenen Kompositionen. Zusammen mit dem Bassisten Claus Fischer und dem Avantgarde-Jazzschlagzeuger Jonas Burgwinkel entsteht ein „Klangkörper, der sowohl eine echte Belebung des klassischen Gitarrentrios darstellt, als auch mehr Volumen erzeugt, als man es zwei Saiteninstrumenten plus Schlagzeug eigentlich zutraut. (...) In die fantasievoll-experimentellen Jazz-Kompositionen werden kunstvoll Elemente aus Pop und Rock eingewebt, die eine faszinierende Dynamik haben und stellenweise eine geradezu ekstatische Stimmung erzeugen“ (Ralf Henke, LP). more information

Sun, April 15 21 Uhr

Jam Session mit Götz Grünberg (sax)

Der Münchener Saxofonist Götz Grünberg wurde mit Vierzehn vom Jazz gepackt. In den neunziger Jahren studierte der gebürtige Coburger am Berklee College of Music in Boston und der New School in New York. Nach sechs Jahren im Big Apple als Sideman und Bandleader mit Musikern wie Cecil Bridgewater, Richard Bona, Eddie Allen, Jon Davis und Ali Jackson zog es ihn nach Puerto Rico, wo er mit den Latin-Musikern Polito Huerta und Endel Dueno arbeitete. Back in Europe zog es Grünberg zunächst zurück in heimischere Gefilde in München und Berlin, ab 2002 aber wieder in die Ferne. Vier Monate in Marokko bescherten ihm Höhepunkte von Studioaufnahmen mit afrikanischen und internationalen Musikern bis zu einer Einladung zum Festival Gnaoua et des Musiques du Monde in Essaouira. Von 2003 bis 2006 folgte eine intensive Arbeits- und Schaffensphase in Kiew, während der er sich zu einem Protagonisten der lokalen Jazzszene entwickelte. Unter anderem spielte er mit Lew Soloff und tourte mit Sylvain Beufs Octovoice durch die Ukraine. Seit 2006 lebt Götz Grünberg wieder in München und realisiert Projekte mit verschiedenen Formationen wie der Michael Nitsch Band und Nicolas Delgado. Götz Grünberg freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, April 16 21 Uhr Big Band Night

Harald Rüschenbaum-Klangland

Nach vielen Jahren neugierigen musikalischen Forschens hat Harald Rüschenbaum ein innovatives Jazzensemble ins Leben gerufen. Eine faszinierende Gruppe kreativer Musiker entwickelt aus dem Kollektiv heraus Ideen, die ad hoc auf die Bühne gebracht werden, ebenso wie meisterhaft auskomponierte orchestrale Formen. Big Band Sound für die große Form erklingt neben filigranen „Bands within the Band“, deren großartige Solisten improvisiertes Zusammenspiel im Kleinen, Leisen ausloten. Alles kann geschehen, weil der Raum und das Publikum maßgeblich das musikalische Geschehen mittragen und aktiv eingebunden werden. Es sind kleine Wünsche, ein gesungener Ton, ein Akkord oder rhythmische Motive, die von den Musikern aufgegriffen werden und die sie in Musik umsetzen. In eine Musik, die spontan und nur für den Moment aus dem Hier und Jetzt entsteht. Die Besonderheit von Rüschenbaums Klangland ist die Art und Weise, wie Musik gemacht wird. Denn Freude und Lust an Musik bewirken Erstaunliches. more information

Tue, April 17 21 Uhr

Andy Sheppard Quartet

Andy Sheppard (ts, ss), Michel Benita (b), Marco Tindiglia (g), Sebastian Rochford (dr)

Bristol is coming. Der britische Jazzstar Andy Sheppard begeistert und beeinflusst die internationale Jazzszene mit seinem Spiel und seinen inzwischen über 350 Kompositionen. Ob solo oder im Quartett, für Bigband oder Kammerorchester, immer wird sein charakteristischer Sinn für Melodie und Lyrics spürbar, verbunden mit einer ganz persönlichen Verwendung von Rhythmen aus Asien, Afrika und Südamerika. Inspiriert von John Coltrane, kaufte sich Sheppard sein erstes Saxophon im Alter von neunzehn Jahren und spielte schon drei Wochen später das erste Mal mit dem Quartett Sphere. Seitdem hat er sich als einer der führenden Tenor- und Sopransaxophonisten Großbritanniens etabliert und gehört zu den ganz wenigen Solisten, die in den Bigbands aller drei der größten Jazzkomponisten der Nachkriegszeit gespielt haben, Carla Bley, George Russell und Gil Evans. Er realisierte auch Kompositionen für große Outdoorprojekte wie die Eröffnung der Gateshead Millennium Bridge oder der 200. Geburtstag des Architekten der Bristoler Clifton Suspension Bridge, und tourte damit durch Europa. Auch kollaborierte er mit namhaften Künstlern wie der brasilianischen Perkussionistin Nana Vasconcelos, dem indischen Geiger L. Shankar, der englischen Folkmusikerin Kathryn Tickell, dem zeitgenössischen klassischen Komponisten John Harle und der Sängerin Joanna MacGregor. Seit 2008 veröffentlicht er bei ECM. Mit ‘Romaria’ stellt er aktuell sein viertes Album bei dem renommierten Jazzlabel vor, eingespielt mit seinem Quartett aus Eivind Aarset an Gitarre und Elektronik, Michel Benita am Bass und Sebastien Rochford am Schlagzeug. „Theres a highly atmospheric, ambient drift to the music which Sheppard clearly finds liberating, as do Michel Benita and Seb Rochford, free to move in and out of conventional rhythm section roles and to make impassioned statements of their own” (Republic of Jazz). „‘Romaria’ is a thought-provoking and reflective album and Sheppard’s tenor and soprano sax sound as sweet as ever” (London Jazz News). more information

Wed, April 18 21 Uhr

Lyambiko

‘Love Letters’

Lyambiko (voc), Martin Auer (tp), Marque Lowenthal (p), Robin Draganic (b), Tilman Person (dr)

„In einer verstaubten Schachtel auf dem Dachboden taucht ein Bündel vergilbter Briefe auf. Es sind Liebesbriefe, geschrieben über einen Zeitraum von zehn Jahren. Sie stammen von einem Mann, den ich nie kennenlernen durfte, an eine Frau, die ich in den letzten Jahren eines entbehrungsreichen aber auch erfüllten Lebens traf. Wer war sie eigentlich? Und was durchlebte der Mann, der ihr nahezu täglich in Briefen die ewige Liebe schwor. Ich habe diese Briefe innerhalb weniger Tage verschlungen. Das war, als würde man einen Roman lesen.“ Wie nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben 'Lyambiko Sings Gerwin' und 'Muse' gezeigt haben, liebt es ECHO-Preisträgerin Lyambiko, einen roten Faden für ihre Songs auszulegen. Beim Lesen besagter Briefe kam „Deutschlands erfolgreichste[r] Jazzsängerin“ (jpc) die Idee zu dem Projektalbum 'Love Letters'. „Ich begann, die damaligen Zeiten mit heute zu vergleichen. So kamen die beiden Ebenen von Alt und Neu zusammen.“ Musik, egal welchen Genres, ist immer dann am intensivsten, wenn sie eng mit dem Leben verbunden ist. 'Love Letters' ist eine Mischung von Standards, Songs, die es schon in unterschiedlichen Versionen gibt, die aber vor dem Hintergrund der Liebesbriefe eine ganz neue Geschichte erzählen, und Songs, die eigens für dieses Projekt entstanden. Mit großem Feingefühl werden Traditionals und Eigenkompositionen zu einem stimmigen Ganzen verwebt, das ohne kalkulierte Vintagepatina authentisch die zeitloseste aller Empfindungen auf zwei verschiedenen Zeitebenen beschreibt. Am Ende lässt Lyambiko sich ganz und gar auf jedes Lied ein und nimmt sich so weit wie möglich zurück. Sie macht lieber Angebote, statt mit ihrer Interpretation den Assoziationsraum zuzukleistern, umtanzt die Stücke, statt sie sich einzuverleiben. Auf diese Weise erzählt sie leichtfüßig Geschichten, die ihre poetische Kraft aus sich selbst heraus entfalten. Oft sind es nur Nuancen, die den individuellen Charme ausmachen. more information

Thu, April 19 21 Uhr

Web Web

CD Präsentation

Tony Lakatos (ts), Roberto Di Gioia (p, synth), Christian von Kaphengst (b), Peter Gall (dr)

Das frisch von vier Routiniers der mitteleuropäischen Jazzszene Roberto Di Gioia, Tony Lakatos, Christian von Kaphengst und Peter Gall gegründete Web Web-Konstrukt jagt vom ersten Takt an unaufgeräumte, analoge, kratzige, zugleich feinfühlige Schwingungen durch einen Kanon aus Groove und gefühlter Coolness und stetiger Wärme und stellt sofort mit ihrem ersten Longplayer klar, dass das Quartett stilistisch einer ganz eigenen Eingruppierung folgt. Immer exakt an jenen Stellen, an denen der Jazz allzu Bebop-lastig und unkontrolliert, ausufernd zu werden scheint, besinnen sich Web Web auf die beseelte Kraft des gemeinsamen Taktes und kreiseln zurück in eine groovige Form, die hier trotz aller inspirierenden Akkorde und improvisatorischen Raffinesse den roten Faden von ‘Oracle’ macht. Roberto Di Gioia, Initiator und Mastermind von Web Web, redet im Zusammenhang mit dem ersten Web Web-Album ‘Oracle’ nicht umsonst davon, dass die „Musik intensiver atmet, dynamischer und impulsiver wird“ und unterstreicht, was eigentlich der Entstehungsgeschichte das Albums gegolten hat, die Vorhersage des „Orakels“, dass Web Web gerade erst am Anfang steht und noch viele weitere, fesselnde und kompetente, dabei ungemein eklektische, freidenkerische Projekte wie dieses im Holster hat. more information

Fri, April 20 21 Uhr

Wanja Slavin Lotus Eaters

Wanja Slavin (as, synth), Rainer Böhm (p, rhodes), Max Mucha (b), James Maddren (dr)

Im Gegensatz zu ihren Namensgebern verfallen die Lotus Eaters nicht in Lethargie sondern verwandeln düsteren Weltschmerz mit kraftvoller Dringlichkeit in faszinierende Musik. Die ist formal traditionell und doch begegnen die Lotus Eaters dem Erbe der Jazzgeschichte mit Selbstbewusstsein, adaptieren unterschiedliche Stimmungen, Genres und Bilder, um sie klug und virtuos weiterzuentwickeln. Das klingt mal nach elegischer Klangmalerei, dann wieder wild und kämpferisch, im Gestus einer Rockband. Es ist ein sehr persönliches Projekt, in dem nicht um eine neue Definition des zeitgemäßen Jazz gerungen wird, sondern um emotionale Hingabe. Dieses Ringen ist nicht minder spannend. Die Lotus Eaters wollen beweisen, dass im 21. Jahrhundert ein aktueller Weg gefunden werden kann, die Jazztradition weiterzuführen und doch etwas Relevantes hinzuzufügen. Bandleader Wanja Slavin „versteckt sich nicht hinter seiner Musik. Wie jeder in den Zeiten der Postmoderne muss er umgehen mit dem vielen, was da ist. Daraus dann das Eigene zu destillieren ist die Kunst, bei der er mit den Lotus Eaters sehr weit gekommen ist. Keine Kopien und keine Ironie gibt es bei ihm. All diese Krücken braucht er nicht, weil sie letztlich von der Angst zeugen, auch mal was ernst meinen zu müssen. Hier offenbart einer sein Ich, einer der weiß, dass Musikhören heute ebenso wie Musikmachen nur mit Referenzen im Kopf passieren kann. Also geht es Wanja Slavin darum, Partikel und Elemente in andere Kontexte zu setzen. Diese Verschiebungen haben bei ihm weder den Charakter witziger Collagen noch den kompetitiver Kraftmeierei. Hier entwickeln sie die Kraft, zu etwas Größerem zu wachsen“ (Dr. Ulrich Steinmetzger). Slavin geht es dabei weniger „um Intellektualität sondern um ein Gefühl, eher um etwas Spirituelles.“ Nebenbei gilt der Preisträger des ECHO Jazz als Instrumentalist des Jahres 2014 national als „einer der besten Altsaxofonisten hierzulande“ und hat mit Musikern wie Ralph Alessi, Nasheet Waits, Médéric Collignon und Peter Evans gespielt, in Formationen wie Amok Amor und Meyer/Black/Meyer/Slavin. more information

Sat, April 21 21 Uhr Deutschlandfunk-Mitschnitt

Antonio Lizana

Antonio Lizana (sax, voc), Jesús Caparrós (b), Daniel Garcia (p), Shayan Fathi (dr), Jose Maria Castano (Tanz)

Antonio Lizana, das sind multiple Klangwelten, Flamenco und Jazz, Stimme und Saxophon, Improvisation und Verführung. 'Oriente', das jüngste Album des spanischen Ausnahmekünstlers, bringt nun auch noch den Reichtum und die Schönheit arabischer Musik mit ins Spiel. Lizana begann mit dem Saxophonspiel bereits mit zehn Jahren am Conservatorium in San Fernando in Cádiz und belegte frühzeitig Jazzseminare bei Jerry Bergonzi, Dick Oatts, Jim Snidero und Perico Sambeat. 2011 schloss er sein Studium in San Seabstian am Centro Superior de Música del País Vasco ab, wo ihn Perico Sambeat, Andrej Olejnizak und Guillermo McGill unterrichteten. Schon während der Studienjahre in San Sebastian reifte der Plan des eigenen Projekts, dem er sich bis heute intensiv widmet. Parallel spielte er als Saxophonist und Sänger im Afro-Latin-Jazz Orchestra von Arturo O’Farrill New York und den Big Bands de Andalucía und de Las Palmas sowie mit Musikern wie dem Bassisten Pablo Martín Caminero und dem Flamenco Sänger José Mercé. Trotz seines jungen Alters spielte er mit seiner eigenen Band schon auf nahezu allen Jazzfestivals in Spanien von San Sebastián bis Ciclo 1906 Jazz, 365 Jazz Bilbao, Jazzymás Canarias, Sherry Jazz Jerez und Girando Por Salas. Kürzlich wurde er mit dem Jazzpreis „Cádiz Joven“ ausgezeichnet. https://www.youtube.com/watch?v=keF23Nuqyyw more information

Sun, April 22 21 Uhr

Jam Session mit Götz Grünberg (sax)

Der Münchener Saxofonist Götz Grünberg wurde mit Vierzehn vom Jazz gepackt. In den neunziger Jahren studierte der gebürtige Coburger am Berklee College of Music in Boston und der New School in New York. Nach sechs Jahren im Big Apple als Sideman und Bandleader mit Musikern wie Cecil Bridgewater, Richard Bona, Eddie Allen, Jon Davis und Ali Jackson zog es ihn nach Puerto Rico, wo er mit den Latin-Musikern Polito Huerta und Endel Dueno arbeitete. Back in Europe zog es Grünberg zunächst zurück in heimischere Gefilde in München und Berlin, ab 2002 aber wieder in die Ferne. Vier Monate in Marokko bescherten ihm Höhepunkte von Studioaufnahmen mit afrikanischen und internationalen Musikern bis zu einer Einladung zum Festival Gnaoua et des Musiques du Monde in Essaouira. Von 2003 bis 2006 folgte eine intensive Arbeits- und Schaffensphase in Kiew, während der er sich zu einem Protagonisten der lokalen Jazzszene entwickelte. Unter anderem spielte er mit Lew Soloff und tourte mit Sylvain Beufs Octovoice durch die Ukraine. Seit 2006 lebt Götz Grünberg wieder in München und realisiert Projekte mit verschiedenen Formationen wie der Michael Nitsch Band und Nicolas Delgado. Götz Grünberg freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, April 23 21 Uhr Big Band Night

Jazzrausch Bigband feat. Aaron Parks

1. Set: JRBB feat. Aaron Parks (Blue Note / ECM) / 2. Set: CD-Release

Die Münchner Jazzrausch Bigband versteht es als weltweit erste Resident Bigband eines international renommierten Technoclubs, des Harry Klein Club, wie kaum ein anderes Ensemble, den Kosmos zügelloser Kreativität mit den besonderen Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens zu vereinen. Ihr außergewöhnlicher Spielplan führte sie bereits ins Lincoln Center NYC, die Philharmonie in München, das FM4 Frequenzy Festival oder das Jazzfestival in St. Moritz. Im April 2018 geht das Münchner Ensemble mit einem großen Doppelkonzert auf Tour. In der ersten Konzerthälfte featured sie den weltweit gefeierten New Yorker Jazzpianisten Aaron Parks, der seit 2008 bei Blue Note Records und seit 2013 bei ECM unter Vertrag ist. In der zweiten Konzerthälfte präsentiert die Jazzrausch Bigband mit ‘The Mirror Suite’ ihre neueste CD-Produktion. Geschrieben wurde die Electro/House-Suite von Prof. Christian Elsässer. Als Solisten werden dabei Julian Hesse an der Trompete und Moritz Stahl am Tenorsaxophon im Vordergrund stehen. more information

Tue, April 24 21 Uhr

Avishai Cohen Quartet

Avishai Cohen (tr), Ziv Ravitz (dr), Barak Mori (b), Yonathan Avishai (p)

In Israel gibt es gleich zwei Jazzmusiker von Weltrang mit dem Namen Avishai Cohen. Der eine ist ein Virtuose am Bass. Der andere ein fantastischer Trompeter, welcher heute Abend in der Unterfahrt zu Gast ist. ‘Cross My Palm With Silver’ ist der Titel seines aktuellen bei ECM erschienenen zweiten Albums und auch der Programmtitel seiner aktuellen Tour. Dynamik, melodiöse und umwerfend lyrische Elemente, Ecken und Kanten, der Westen und der Osten, alles verschmilzt in Avishai Cohens spannenden Soundlandschaften eines globalen Jazz. more information

Wed, April 25 21 Uhr

Omar Hakim Rachel Z OZ Experience w. Linley Marthe & Louis Winsberg

Linley Marthe (b), Rachel Z (p), Omar Hakim (dr), Louis Winsberg (g)

Omar Hakims Musikkarriere spricht für sich selbst: Er war unter anderem Schlagzeuger bei Madonna, Sting, Miles Davis und Daft Punks letztem Album 'Random Access Memories'. Zusammen mit Pianistin Rachel Z, Gitarrist Louis Winsberg und Bassist Linley Marthe ist er nun mit dem neuen Projekt 'Experience of Oz' unterwegs. Hier treffen vier erstklassige Musiker aufeinander, die zusammen einen äußerst groovigen Sound mit viel Raum für Spontanität produzieren. more information

Thu, April 26 21 Uhr The Norway Of Jazz N° 102

Mathias Eick

Mathias Eick (tp), Håkon Aase (viol), Andreas Ulvo (p), Audun Erlien (b), Torstein Lofthus (dr)

Mathias Eick, ein Senkrechtstarter aus Norwegen, ist im Jazz genauso zuhause wie im Progressive-Rock. Der Multiinstrumentalist brilliert an der Trompete ebenso wie an Piano, Gitarre und Vibraphon und arbeitete schon mit Jazzgranden wie Chick Corea und Pat Metheny, als Studio-Sideman für Manu Katche, Jacob Young und Iro Haarlas und mit Bands wie den norwegischen Psychodelic-Rockern Motorpsycho. Schon mit seinen Vorgängeralben 'The Door' und 'Scala' begeisterte er seine Zuhörer mit überaus melodiösen Eigenkompositionen. Mit seinem wunderschönen, obertonreichen Trompetensound beseelt er seine Kreationen, die sich durch überaus einprägsame Melodien genauso auszeichnen wie durch einen typisch skandinavischen Sinn für weite, atmosphärische Räume. Ließ Eick sich auf Vorgängerproduktionen durch zwei Schlagzeuger beatmäßig befeuern, ist seine jetzige Arbeit 'Midwest' durch den Einsatz von Streichinstrumenten geprägt. Im Zwiegespräch zwischen dem luftigen Timbre seiner Trompete und dem Klang der Violine gewinnen seine traumhaften Melodien eine erweiterte Dimension. more information

Fri, April 27 21 Uhr

The Nels Cline 4

Nels Cline (g), Julian Lage (g), Jorge Roeder (b), Tom Rainey (dr)

Mit Nels Cline kommt heute einer von zwanzig „neuen Gitarrengöttern“ (Rolling Stone) mit seinem Quartett The Nels Cline 4 in die Unterfahrt. In vier Bühnenjahrzehnten zwischen Jazz, Rock, Punk und Experimental hat der Gitarrenforscher über 200 Aufnahmen in die Welt gesetzt. Neben seinem Quartett ist Cline auch bekannt als Leadgitarrist der Band Wilco, spielt in Projekten mit Gitarrist Julian Lage und Multiinstrumentalist Yuka Honda. Zusammen mit Drummer Scott Amendola ist er Stretch Woven. Nicht zuletzt leitet er die Nels Cline Singers, unter anderem mit Amendola und Perkussionist Cyro Baptista und Bassist Trevor Dunn, inszeniert mit einem 17-köpfigen Ensemble aus Komponisten und Improvisatoren sein Konzeptalbum 'Lovers' und gestaltet Stained Radiance mit, ein improvisiertes Liveprojekt mit dem Performancekünstler Norton Wisdom. more information

Sat, April 28 20:15 Uhr Lange Nacht der Musik

Moritz Stahl Quartet & Guests

Moritz Stahl (sax), Sam Hylton (p), Nils Kugelmann (b), Zhitong Xu (dr)

In der heutigen Langen Nacht der Musik begibt sich das Quartett um den jungen Münchner Saxophonisten Moritz Stahl in der Unterfahrt auf eine Entdeckungsreise ins Grenzland zwischen neuen Klängen und klassischen Rhythmen. Jungen Jazz „auf künstlerisch höchstem Niveau“ spielt der Preisträger des Kurt Maas Jazz Award und bringt heute Abend Musiker aus ihn prägenden Lebensphasen zusammen, den amerikanischen Pianisten Sam Hylton, den Münchner Bassisten Nils Kugelmann, den chinesischem Schlagzeuger Zhitong Xu und weitere Überraschungsgäste. Mit seinen Eigenkompositionen verbindet er gekonnt fließende Melodien mit spannenden Harmoniefolgen. Als Mitglied des Landesjugendjazzorchesters, des Bundesjazzorchesters und des Bamesreiter Schwartz Orchestra wie auch Mitgründer der Jazzrausch Bigband und des Electronic-Jazz-Kollektivs Ark Noir tourt er schon seit seinem süßen sechzehnten Lebensjahr durch Länder wie die USA, Russland, Ecuador, Portugal, Sizilien, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Österreich und die Schweiz. Zurzeit absolviert er den Master of Music an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Florian Trübsbach. Parallel spielte der Grenzgänger schon mit namenhaften Musikern wie Christian Elsässer, Tia Fuller, Dusko Gojkowitch, John Hollenbeck, Don Menza, Aaron Parks, Henning Sieverts. more information

Sun, April 29 21 Uhr

Jam Session mit Götz Grünberg (sax)

Der Münchener Saxofonist Götz Grünberg wurde mit Vierzehn vom Jazz gepackt. In den neunziger Jahren studierte der gebürtige Coburger am Berklee College of Music in Boston und der New School in New York. Nach sechs Jahren im Big Apple als Sideman und Bandleader mit Musikern wie Cecil Bridgewater, Richard Bona, Eddie Allen, Jon Davis und Ali Jackson zog es ihn nach Puerto Rico, wo er mit den Latin-Musikern Polito Huerta und Endel Dueno arbeitete. Back in Europe zog es Grünberg zunächst zurück in heimischere Gefilde in München und Berlin, ab 2002 aber wieder in die Ferne. Vier Monate in Marokko bescherten ihm Höhepunkte von Studioaufnahmen mit afrikanischen und internationalen Musikern bis zu einer Einladung zum Festival Gnaoua et des Musiques du Monde in Essaouira. Von 2003 bis 2006 folgte eine intensive Arbeits- und Schaffensphase in Kiew, während der er sich zu einem Protagonisten der lokalen Jazzszene entwickelte. Unter anderem spielte er mit Lew Soloff und tourte mit Sylvain Beufs Octovoice durch die Ukraine. Seit 2006 lebt Götz Grünberg wieder in München und realisiert Projekte mit verschiedenen Formationen wie der Michael Nitsch Band und Nicolas Delgado. Götz Grünberg freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, April 30 21 Uhr Big Band Night – International Jazz Day

Christian Elsässer Jazz Orchestra

„Dass Christian Elsässer in der Lage ist, seine Stimmungen und Gefühle so in Musik zu fassen, dass man als Zuhörer glaubt, gleichsam mitzuschweben, weggetragen zu werden von der Kraft des Windes und der Wellen, das zeigt, welch große Kunst in diesem Menschen wirkt“ (Matias Engl, Das Orchester). Für sein Jazz Orchestra ruft der ECHO-prämierte Komponist und Pianist Christian Elsässer Musiker zusammen, die durch ausdrucksstarkes Ensemblespiel ebenso glänzen wie durch herausragende Soli. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schöpft Elsässer den Klangfarbenreichtum des Ensembles komplett aus und entführt die Zuhörer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkömmlichen Big Band Jazz. Christian Elsässer arbeitete mit internationalen Größen wie Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling, Mike Stern, Vince Mendoza, Klaus Doldinger und John Abercrombie. Zu seinen regelmäßigen Auftraggebern gehören die renommiertesten Klangkörper der Szene wie die Rundfunk Big Bands des WDR und HR, das Metropole Orchestra, das Münchner Rundfunk Orchester sowie die NDR Big Band, mit der er sein jüngstes Album ‘Flying in Circles’ eingespielt hat. 2016 wurde das Christian Elsässer Jazz Orchestra mit dem Bayerischen Kunstförderpreis geehrt. more information

Seitenanfang