Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Sep 2019

Programm Oktober 2019

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Di. 01.10. 21 Uhr

Midnight Marauders [rejazzed] - performed by TOYTOY

feat. Yannis Anft, Lena Geue. Special guests: Moritz Stahl, Julian Hesse, Florian Leuschner, Roman Sladek

Lena Geue (voc), Moritz Stahl (ts), Florian Leuschner (bs), Julian Hesse (tr), Roman Sladek (tb), Alex Eckert (git), Yannis Anft (keys), Daniel Stritzke (b), Samuel Wootton (perc), Silvan Strauß (dr)

Wenn das Hamburger Musikerkollektiv TOYTOY aktiv ist, wird aus Spiel Ernst. Und umgekehrt. Mitglieder dieser wandelbaren Truppe haben sich ihre Sporen bei Nils Landgren, Maria João, Chet Faker, Das Bo, Flo Mega, der Jazzrausch Bigband, Matthias Schriefl, Fiva, Urban Academy oder Woolton´s Toystory verdient und nutzten ihre Erfahrungen für Musik mit ganz neuen, ganz eigenen Regeln. Ihre Ideen schöpfen TOYTOY aus der Freiheit des Jazz, der Vielfalt urbaner Subkulturen, der Grenzenlosigkeit heutiger Technik. Aus der Gegenwarts-Perspektive macht sich die Truppe über eines der einflussreichsten Hip Hop-Alben aller Zeiten her - „Midnight Marauders“ von „A Tribe Called Quest“. Dieses 1993 veröffentlichte Werk hob den Produktionsstandard auf ein bislang ungekanntes Level, spürte den Missing Link zwischen Jazz und Hip Hop auf und schloss die musikalischen, kulturellen und historischen Lücken zwischen den beiden Genres. Weitere InformationenDi. 01.10. Tickets reservieren

Mi. 02.10. 21 Uhr

Lionel Loueke / Kevin Hays

Lionel Loueke (voc, git), Kevin Hays (voc, p)

Hoffnung zu verbreiten wird in unseren turbulenten, düsteren Zeiten immer wichtiger. „Hope“ heißt ein Album, das der Pianist Kevin Hays und der Gitarrist Lionel Loueke eingespielt haben. Und es zeigt, was nötig ist, um das Negative zu verdrängen: Dialoge, bei denen der eine dem anderem nicht ins Wort fällt, Zwiegespräche, die das Gemeinsame wie das Individuelle betonen, den Austausch von Gedanken, bei dem ein jeder profitiert. Ihre musikalischen Unterhaltungen bleiben auch dann gehaltvoll, wenn nicht viele Worte fallen, sind auch dann nicht geschwätzig, wenn es munter hin und her geht. Beide Musiker haben sich als Sideman wie als Solo-Künstler verdient macht. Kevin Hays, der gebürtige New Yorker, hat seine Farbpalette an der Seite von Chris Potter, Mark Turner oder Sonny Rollins ständig erweitert und der aus dem westafrikanischen Benin stammende Lionel Loueke veredelte mit seiner ganz eigenen Rhythmik, seinen ganz eigenen Akzentuierungen und unkonventionellen Gitarrenstimmungen die Musik von Herbie Hancock oder Terence Blanchard. Weitere InformationenMi. 02.10. Tickets reservieren

Do. 03.10. 21 Uhr

Linntett

Kira Linn (bs, bcl, comp), Nino Wenger (as, fl), Christopher Kunz (ts, ss), Lukas Großmann (p), Lukas Keller (b), Johannes Koch (dr)

Die Baritonsaxofonistin, Bassklarinettistin und Komponistin Kira Linn lernte ihre Mitstreiter während des Studiums an der Musikhochschule in Nürnberg kennen. 2017 veröffentlichte das „Linntett“ mit „Nature“ ein in der „Jazz thing Next Generation“-Reihe veröffentlichtes Debüt-Album, auf dem die Bandleaderin in ihren Kompositionen diverse Naturbilder in aufregende, vielschichtige Musik übersetzte. Geschickt nutzt Kira Linn die Möglichkeiten der von ihr gewählten Instrumentierung aus, schafft reizvolle Kontraste zwischen der Rhythmusgruppe und den drei Saxofonen. Ihr Bariton setzt sie mal als wuchtige Bass-Begleitstimme, mal solistisch ein. Auf Big Band-artige Saxofon-Tutti folgen bei ihr kontrapunktisch angelegte Melodien, die sich über rhythmisch vertrackten Grooves fortspinnen. Das „Linntett“ nimmt die Zuhörer auf eine musikalische Reise mit, die durch ständig sich verändernde Klang-Landschaften führt. Weitere InformationenDo. 03.10. Tickets reservieren

Fr. 04.10. 21 Uhr

Iiro Rantala ‘My Finnish Calendar’

Iiro Rantala (p)

Der Schaffensdrang des finnischen Pianisten Iiro Rantala ist enorm. Ständig entwickelt der 49jährige neue Konzept-Ideen. Auf seinem jüngsten Wurf „My Finnish Calendar“ ordnet er aus nordischer Perspektive jeder seiner zwölf Kompositionen einen Monat zu und versucht den Eigenschaften der Jahreszeiten musikalisch nahe zu kommen – einige seiner Stücke sind in schwermütiges Moll gehüllt, andere von sonnendurchfluteter Heiterkeit durchströmt. Mit der für ihn typischen Mischung aus melodischem Erfindergeist, Melancholie, Verschmitztheit und skurrilem Humor vertont er die Zeitspanne von Januar bis Dezember. Jeder Monat, jedes Stück von Iiro Rantalas Album führt ein künstlerisches Eigenleben. Was sich dem Zuhörer nicht sofort über die Musik erschließt, das erläutert der Pianist in hinreißenden Anekdoten, die sich in den Liner Notes zu „My Finnish Calendar“ finden. Rantalas Stärke sind seine einprägsamen Themen. „Jazz braucht Melodien“, sagt er. „Er braucht etwas, an das die Leute andocken können.“ Weitere InformationenFr. 04.10. Tickets im VVK bestellen

Sa. 05.10. 21 Uhr

Mareike Wiening Quintett

Metropolis Paradise

Rich Perry (sax), Alex Goodman (g), Glenn Zaleski (p), Johannes Felscher (b), Mareike Wiening (dr)

Der Schlagzeugerin Mareike Wiening wurde vor sieben Jahren über ein DAAD-Stipendium ermöglicht nach New York zu ziehen. Dort konnte sie wichtige Erfahrungen sammeln, sich in der Szene etablieren und ein Quintett mit namhaften Persönlichkeiten aus der Jazz Community gründen. Ihre handverlesenen Mitstreiter sind sonst im Maria Schneider Jazz Orchestra oder beim Saxofonisten Ravi Coltrane kreaktiv. Mit ihnen hat sie im berühmten Brooklyner Studio „Systems Two“ das Album „Metropolis Paradise“ eingespielt. In ihren Kompositionen verarbeitet Mareike Wiening die in New York gewonnenen Einflüsse, nimmt aber auch Bezug auf eine Phase ihres Lebens, die sie in Skandinavien verbrachte. Sie setzt in ihren Stücken auf eingängige Melodien, clevere Basslines, ungewöhnlich akzentuierte Rhythmen, sowie den ständigen Dialog zwischen den Solisten und der Rhythm Section. Jetzt stellt sie ihre amerikanische Band in der alten Heimat Deutschland vor. Weitere InformationenSa. 05.10. Tickets reservieren

So. 06.10. 21 Uhr

Jam Session mit Moritz Stahl (sax)

Obwohl er noch in der Ausbildung steckt, ist der junge, aus Augsburg stammende Saxofonist Moritz Stahl erfahren wie ein alter Hase und hat schon seit Jahren Einfluss auf das Jazzgeschehen Münchens und weit darüber hinaus. Ob nun als Leader seines Quartetts, als Mitgründer der Band „Ark Noir“ oder Mitglied/Solist der kultigen Jazzrausch Bigbands – stets versteht es der weitgereiste 28-jährige, der einst Schüler bei Florian Trübsbach war und heute bei Christian Elsässer im Hauptfach Komposition studiert, seine Zuhörer mitzureißen. Bei seinen Unterfahrt-Sessions, die er jeweils mit einer anderen Besetzung abhalten wird, spielt der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 prämierte Instrumentalis sowohl Stücke aus eigener Feder als auch Kompositionen von Musikern, die ihn nachhaltig beeinflusst haben. Weitere InformationenSo. 06.10. Tickets reservieren

Mo. 07.10. 21 Uhr Bigband Night

Munich Lounge Lizards

Haakon Nogge, Barbara Ehlich, Harry Saltzman, Hans Hohenester, Markus Fritsch (saxes), Michi Flossmann, Jonas Behringer, Nico Weber, Sebastian Wagner (tps), Jürgen Vogel, Jens Witrin, Stefan Habichtobinger, Oliver Blunk, Thomas Preyer (tbs), Mikyong Kwat, Anton Stürzer, Martin Wessalowski (git), Markus Röder, Marc Turiaux (dr)

Count Basie, Buddy Rich und Thad Jones - das sind nur drei der Schutzheiligen der 'Munich Lounge Lizards'. Das Publikum in seinen 'Fancy Pants' und 'Shiny Stockings' bekommt ein 'Big Grin Face', wenn die 'Hardest Working Big Band in Town' diesen und anderen Swing-Legenden huldigt. Unter der Leitung von Baritonsaxofon-Großmeister Michael Lutzeier erwartet Sie zur 'Prime Time' auf dem Rücken eines 'Foo Bird' ein Flug durch 'Blue Skies' und weiter 'over the rainbow', bis es schließlich heißt 'Fall in Love' mit Sängerin Miriam Arens, die die Salonlöwen stimmkräftig unterstützt. An diesem Abend bleibt jedenfalls garantiert kein Finger ungeschnippt und kein Knie ungewippt. Weitere InformationenMo. 07.10. Tickets reservieren

Di. 08.10. 21 Uhr

Norisha

Stand For Love

Norisha Campbell (voc), Michael Vochezer (git), Jan Eschke (p, keys), Harald Scharf (b), Stephan Staudt (dr)

Sportlerkarrieren währen selten ein ganzes Leben lang. Norisha Campbell hat rechtzeitig die Seiten gewechselt und den Absprung geschafft. Als ihre Volleyball-Erstliga-Laufbahn gerade auf den Höhepunkt zusteuerte, wurde sie überredet, sich auf ihre Gospel- und Soul-Wurzeln zu besinnen und an der Fernseh-Show „The Voice of Germany“ teilzunehmen. Spätestens als die nun seit zwölf Jahren in Deutschland lebende Amerikanerin im TV-Studio die Jury und das Publikum begeisterte, wusste sie, was ihre eigentliche Bestimmung ist: Singen - inbrünstig, aus voller Seele und ganzem Herzen. In der Folgezeit eignete sie sich ein bemerkenswertes Repertoire an Jazz-Standards, Chart-Hits, Soul- und Gospel-Nummern an. Auf „Stand For Love“, dem Debütalbum der Band, die ihren Vornamen trägt, sind allerdings nur selbstgeschrieben Texte zu hören. Die dazu gehörige Musik schrieb Norisha der Bassist und new generation contest-Gewinner Harald Scharf auf den Leib – er fungierte als ihr musikalischer Leiter und stellte für sie ein erlesenes Quartett aus Musikern der süddeutschen Szene zusammen. Weitere InformationenDi. 08.10. Tickets reservieren

Mi. 09.10. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 113

Mathias Eick

Mathias Eick (tp), Stian Carstensen (accordion, pedal steel), Andreas Ulvo (p), Audun Erlien (b), Torstein Lofthus (dr)

Er ist erst vierzig und schon fast so etwas wie eine Legende der skandinavischen Musik. In Mathias Eicks obertonreichem vollen Trompetenton schwingt irgendwie der ganze Norden Europas mit – seine Natur, Weiten, Mythen und Geheimnisse, seine Folklore, seine Historie, seine weltoffene Gegenwart. Manu Katché, Jacob Young, Iro Haarla, Chick Corea, Pat Metheny oder die Band Motorpsycho haben Eicks einzigartigen Sound bereits in ihre Klangkonzepte integriert. Auf seinem aktuellen Album „Ravensburg“ besinnt sich der Norweger darauf, dass ein Teil seiner Familie aus der unweit des Bodensees gelegenen deutschen Stadt stammt. Mathias Eick läuft auf der CD nicht nur als Instrumentalist zu großer Form auf: in den Tiefen seiner Musik entfaltet er einen drängenden Rhythmus, den er um austeigende Melodien in den Höhen ergänzt – in einer Serie von Stücken, die auf eine Art Familienportrait hinaus laufen. Weitere InformationenMi. 09.10. Tickets im VVK bestellen

Do. 10.10. 21 Uhr

Modern String Quartett

The Rite of Swing

Joerg Widmoser (violine), Winfried Zrenner (violine), Andreas Hoericht (viola), Thomas Wollenweber (cello)

Schon bei der Gründung des Modern String Quartets vor 34 Jahren ließen sich die vier Musiker von dem Gedanken leiten, Jazz in die Kunstmusik fließen zu lassen und zwei vermeintlich weit von einander entfernte musikalische Ausdrucksformen anzunähern: mit den Mitteln des Streichquartetts und der Improvisation. Mit Spielfreude und Virtuosität entwickeln die vier Münchner Freunde aus Bestehendem Neues - Werke von Johann Sebastian Bach, Duke Ellington oder Igor Strawinsky interpretieren sie aus heutiger Perspektive, aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel. Und natürlich komponieren die Mannen dieses weltweit geachteten Streichquartetts auch selbst Musik, die Brücken baut, sich aber auch Brüche erlaubt. Das Modern String Quartet ist unterhaltsam, ohne reine U-Musik zu sein und anspruchsvoll, ohne nur ernst zu sein. Was der Vierer spielt, enthält all das, was unser tägliches Leben bestimmt: Liebe, Hass, Freude, Trauer. Diese Gefühle werden über die universelle Sprache der Musik transportiert. Weitere InformationenDo. 10.10. Tickets reservieren

Fr. 11.10. 21:20 Uhr BR Jazzclub Live

Josephine Davies SATORI

Josephine Davies (ts), Dave Whitford (b), James Maddren (dr)

Im „BR Jazzclub“ gastiert eine Frau, die zuletzt nicht nur in Großbritannien für Aufsehen sorgte. Sie heißt Josephine Davies, spielt Tenorsaxofon, stammt von den Shetland-Inseln und belebt die Londoner Szene seit einigen Jahren mit einer Musik, an die sie viel Luft und Licht lässt. Gemäß der Namens-Bedeutung ihres Trios „Satori“, bleibt alles, was sie tut, spontan. Der Begriff stammt aus einer japanischen Auslegung des Buddhismus und bedeutet soviel wie „aus dem Moment heraus leben“ oder „im Augenblick präsent zu sein“. Diese Devise/Philosophie beherzigt Josephine Davis mit ihren beiden Partnern, dem Bassisten Dave Whitford und dem Schlagzeuger James Maddren. Stets versuchen diese Drei, auf die jeweilige musikalische Situation angemessen zu reagieren. Ihre Musik ist kollektiv improvisiert, ist im besten Sinne frei und doch voller Strukturbewusstsein. In der Unterfahrt stellt „Satori“ das Album „In The Corner of Clouds“ vor. Der BR bringt die Atmosphäre einer Live-Sendung in die Unterfahrt. Das erste Set wird aufgezeichnet, das zweite Set überträgt der BR live in seiner ‚Jazztime‘ von 23:05 bis 0:00 Uhr. Das Konzert beginnt daher ab circa 21:20 Uhr. Weitere InformationenFr. 11.10. Tickets reservieren

Sa. 12.10. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Adam Baldych Quartet

SACRUM / PROFANUM

Adam Baldych (viol), Krzysztof Dys (p), Michal Baranski (b), Dawid Fortuna (dr)

In seinem neuen Programm „Sacrum Profanum“ unternimmt der polnische Geiger Adam Bałdych eine Zeitreise – in die eigene Vergangenheit, aber auch in Epochen, als klassische Musik vornehmlich sakrale Inhalte vermittelte. „Ich beschloss, mich der „Heiligen Musik“ zuzuwenden, von der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen und dem Renaissance-Komponisten Thomas Tallis bis zur zeitgenössischen russischen Avantgardistin Sofia Gubaidukina“, erklärt der 33jährige Adam Bałdych, den Ulrich Olshausen in der FAZ einst als „größten lebenden Geigentechniker des Jazz“ adelte. Adam Bałdych: Mein Ziel war es, die zeitlose Schönheit der mystischen Musik und dieser ihrer exzeptionellen Komponisten einzufangen und sie in einer aktuellen musikalischen Sprache zu interpretieren.“ Klanglich ließ sich Bałdych von der Renaissance-Violine inspirieren. Trotz seines Ausflugs in Alte und Neue Musik ist und bleibt er ein von den Freiheiten und Ausdrucksmöglichkeiten des Jazz geprägter Geiger. Weitere InformationenSa. 12.10. Tickets im VVK bestellen

So. 13.10. 21 Uhr

Jam Session mit Moritz Stahl (sax)

Obwohl er noch in der Ausbildung steckt, ist der junge, aus Augsburg stammende Saxofonist Moritz Stahl erfahren wie ein alter Hase und hat schon seit Jahren Einfluss auf das Jazzgeschehen Münchens und weit darüber hinaus. Ob nun als Leader seines Quartetts, als Mitgründer der Band „Ark Noir“ oder Mitglied/Solist der kultigen Jazzrausch Bigbands – stets versteht es der weitgereiste 28-jährige, der einst Schüler bei Florian Trübsbach war und heute bei Christian Elsässer im Hauptfach Komposition studiert, seine Zuhörer mitzureißen. Bei seinen Unterfahrt-Sessions, die er jeweils mit einer anderen Besetzung abhalten wird, spielt der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 prämierte Instrumentalis sowohl Stücke aus eigener Feder als auch Kompositionen von Musikern, die ihn nachhaltig beeinflusst haben. Weitere InformationenSo. 13.10. Tickets reservieren

Mo. 14.10. 21 Uhr

Dusko Goykovich Munich Big Band

Happy Birthday, Dusko!

Rich Laughlin, Mathias Engl, Florian Jechlinger, N.N. (tps), Tom Reinbrecht, Michael Lutzeier, Wolfgang Roth, Claus Koch, Christoph Hörmann (saxes), Butch Kelem, Auwi Geyer, Lukas Jochner, N.N. (tbs), Michael Keul (dr), Peter Cudek (b), N.N. (p)

Dusko Goykovich, einer der weltweit bekanntesten Jazztrompeter, lebt seit 1968 in München. Er spielte mit zahlreichen Legenden der Jazzgeschichte u.a. mit Miles Davis, Sonny Rollins, Chet Baker, Dizzy Gillespie, Stan Getz und Gary Burton und tourte weltweit mit seinen eigenen Bands. Zahlreiche Schallplatten und CDs spielte er unter eigenem Namen ein und schrieb unzählige Kompositionen und Arrangements, viele davon für Big Bands. Von 1987 an betreute er sieben Jahre lang das Landesjugend-Jazzorchester Bayern und unterrichtete an Jazzschulen in München und Bern. 1969 gründete Dusko Goykovich seine Munich Big Band als Talentschmiede und Treffpunkt einheimischer Musiker. Vor 50 Jahren also. Gratulation Dusko! Doch das ist noch nicht alles: Der ECHO Jazz Preisträger und Münchner Musikpreisträger Dusko Goykovich wird heute am 14. Oktober 88 Jahre alt. Sein Label ENJA hat ein Songbook mit allen seinen Kompositionen veröffentlicht und wir werden Dusko Goykovich nicht nur als einfühlsamen Big Band Leiter sondern auch als Solisten an Trompete und Flügelhorn erleben. Weitere InformationenMo. 14.10. Tickets reservieren

Di. 15.10. 21 Uhr

Ziv Ravitz Trio

No Man Is An Island

Itamar Borochov (tp), Federico Casagrande (git), Ziv Ravitz (dr)

Als zuverlässiger Begleiter, als antreibender, sensibler, kluge Akzente setzender und auch mal rhythmisch querdenkender Schlagzeuger hat sich Ziv Ravitz einen Namen erspielt – den Israeli konnte man bereits an der Seite von Landsleuten wie Yaron Herman, Omer Avital, Avishai Cohen oder Shai Maestro, mit US-Größen wie Lee Konitz, Joe Lovano, Ben Monder und Mark Turner, oder als fulminantes Drittel des „Trio Minsarah“ erleben. Mit jetzt 43 Lebensjahren und nach ungezählten musikalischen Erfahrungen zeigt uns der in Brooklyn ansässige Drummer als Bandleader, wie Jazz heutzutage klingen kann. Seine ganz persönlichen Visionen möchte Ziv Ravitz mit einem Trio umsetzen, das ohne Bass auskommt und damit vielleicht nach allen Seiten musikalisch offener ist. Als Partner hat sich der Schlagzeuger den israelischen Trompeter Itamar Borochov und den italienischen Gitarristen Federico Casagrande ausgesucht – zwei mit allen Wassern gewaschene, stilistisch wandelbare Instrumentalisten. Weitere InformationenDi. 15.10. Tickets reservieren

Mi. 16.10. 21 Uhr

Aline Frazão

Dentro Da Chuva

Diogo Duque (tr, flh), Aline Frazão (g, voc, kissange), Mayó (b), Marcelo Araújo (dr, perc)

Auf berührende, fast verwunschene Weise verschmelzen Jazz, Fado, Chansons, Bossa Nova, Musica Popular Brasileira und traditionelle westafrikanische Musik in den Songs der Sängerin Aline Frazão. Die in Luanda geborene Musikerin entführt uns in den mythischen Regenwald, in die reizvollen Landschaften Angolas und der Kapverdischen Inseln. Facettenreich zeigt sich die nach mehrjährigen Stationen in Lissabon und Spanien wieder in Angola ansässige Aline Frazão auf allen ihrer bisherigen vier Alben – selbst mit melancholischem Indierock überzeugte sie schon. Egal wie stilistischen Zutaten und Kombinationen ihrer Musik auch aussehen mögen – immer wieder thematisiert die 31jährige in verschiedenen Sprachen (von Kimbundu bis Criolu) die Heimat, deren Menschen und Geschichte, die Natur, die Verbindungen zwischen Kulturen in Afrika und Südamerika. Dabei singt sie nicht nur eigene Texte, sondern zitiert etwa auch den angolanischen Dichter Ruy Duarte de Carvalho. Weitere InformationenMi. 16.10. Tickets reservieren

Do. 17.10. 21 Uhr

FORQ

Henry Hey (keys), Chris McQueen (g), Kevin Scott (b), Jason ‘JT’ Thomas (dr)

Die Mitglieder des New Yorker Power-Quartetts ‘Forq’ taten schon bei Snarky Puppy, David Bowie, John McLaughlin, Marcus Miller, Roy Hargrove’s RH Factor, Jeff ‘Tain‘ Watts oder D’Angelo engagiert Dienst. Entsprechend vielseitig fällt ihre eigene Musik aus. Lässt sich ein Label darauf kleben? What The Forq...Forq stehen für satte wie komplexe Grooves und einen vielschichtigen Mix, in dem mal der Jazz, mal Rock, mal schön schmutziger Texas-Blues oder R & B dominiert – ihr Sound passt bestens zum derzeitigen Fusion-Revival und ist doch irgendwie anders, differenzierter, überraschender, verrückter als vieles, was das Jazzrock-Genre sonst hergibt. Keyboarder Henry Hey, Gitarrist Chris McQueen, Bassist Kevin Scott und Schlagzeuger Jason ‘JT’ Thomas halten auch nicht viel davon, sich stilistisch oder sonst wie einzuschränken. Erlaubt ist, was Spaß macht und Sinn. Weitere InformationenDo. 17.10. Tickets im VVK bestellen

Fr. 18.10. 21 Uhr

Isabella Lundgren

Isabella Lundgren (voc), Carl Bagge (p), Niklas Fernqvist (b), Daniel Fredriksson (dr)

In der heimischen Presse wurde die Sängerin Isabella Lundgren einst als „eines der größten Ereignisse der schwedischen Jazz-Szene“ gefeiert. Früh wurde Isabella von Mamas umfassender Plattensammlung geprägt. Mit 18 ging sie zum Studium an die „New School“ nach New York, mit 23 kam sie zurück nach Schweden, inspiriert vom turbulenten Leben in der Ferne, beseelt von Begegnungen mit charismatischen Künstlern vieler Musik-Genres. Bald nach ihrer Heimkehr veröffentlichte Isabella Lundgren, die auch einen Abschluss in Theologie besitzt, ihr Debüt „It Had To Be You“. Das Nachfolge-Werk „Somehow Life Got In The Way“ wurde in Schweden 2015 zum besten Jazz-Album des Jahres gewählt. Ihr stimmliches Vermögen und ihre spirituelle Tiefe setzt sie in einer Musik ein, die sich oft am klassischen Jazz der vierziger und fünfziger Jahre orientiert, sich aber auch der musikalischen Gegenwart verpflichtet fühlt. Weitere InformationenFr. 18.10. Tickets im VVK bestellen

Sa. 19.10. 21 Uhr

Guido May ‘Groove Extravaganza’

Axel Kühn (ts), Martin Scales (g), André Schwager (p), Patrick Scales (b), Roland Peil (perc), Guido May (dr)

In seinem Projekt „Groove Extravaganza“ spielt der Schlagzeuger Guido May seine ganze Funkyness aus. An seiner Seite weiß der 51jährige fünf Alleskönner: Gitarrist Martin Scales lässt seine Arbeit bei der hr Bigband kurz ruhen, um mit May zu spielen - und trifft in München auf seinen sonst bei Passport tätigen Bruder, den Bassisten Patrick Scales. Vierter im Bund ist der Tastenmann André Schwager, mit dabei sind außerdem Roland Peil (Die Fantastischen Vier), Percussion, und Axel Kühn (SWR Big Band) am Tenorsax.

Guido May ist ein jung gebliebenes Urgestein der Münchner Jazz-Szene und wird international als Rhythmuskapazität anerkannt. Er gehört zu den gefragtesten Drummern Europas. Seit über drei Dekaden ist er in der Jazz-Szene aktiv und findet in seinem schlagvariantenreichen Spiel immer wieder eine Symbiose aus Swing und Funk Grooves. Als Begleiter von Pee Wee Ellis, der wiedervereinigten J.B. Horns, von Johnny Griffin, Maceo Parker, Mose Allison, Wolfgang Schmid, Klaus Doldinger, Peter O´Mara oder Christian Elsässer und als Mitglied von „Café du Sport“ machte er eine glänzende Figur. Weitere InformationenSa. 19.10. Tickets reservieren

So. 20.10. 21 Uhr

Jam Session mit Moritz Stahl (sax)

Obwohl er noch in der Ausbildung steckt, ist der junge, aus Augsburg stammende Saxofonist Moritz Stahl erfahren wie ein alter Hase und hat schon seit Jahren Einfluss auf das Jazzgeschehen Münchens und weit darüber hinaus. Ob nun als Leader seines Quartetts, als Mitgründer der Band „Ark Noir“ oder Mitglied/Solist der kultigen Jazzrausch Bigbands – stets versteht es der weitgereiste 28-jährige, der einst Schüler bei Florian Trübsbach war und heute bei Christian Elsässer im Hauptfach Komposition studiert, seine Zuhörer mitzureißen. Bei seinen Unterfahrt-Sessions, die er jeweils mit einer anderen Besetzung abhalten wird, spielt der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 prämierte Instrumentalis sowohl Stücke aus eigener Feder als auch Kompositionen von Musikern, die ihn nachhaltig beeinflusst haben. Weitere InformationenSo. 20.10. Tickets reservieren

Mo. 21.10. 21 Uhr Bigband Night

Earforce

Gregor Bürger, Max Tiller, Thorsten Skringer, Christian Haller (saxes), Florian Jechlinger, Nemanja Jovanovic, Reinhard Greiner, Mathias Engl (tps), Roman Sladek, Thorben Schütt, Matthias Zeindlhofer, Jakob Grimm (tbs), Jan Zehrfeld (git), Jan Eschke (keys), Heiko Jung (el.-bass), Julian Fau (dr)

Earforce steht seit 20 Jahren für selbstgeschriebenen Bigband-Sound im Funk/Fusion-Style. Seit ihrer Gründung im Sommer 1999 spielt die Münchner Großformation regelmäßig in der Unterfahrt, auch beim heutigen Jubiläumsgig gibt's die gewohnte knackige Mischung aus Funkbeats, Latingrooves und afrobrasilianischen Elementen. Die aktuelle Besetzung bilden Gregor Bürger, Max Tiller, Thorsten Skringer und Christian Haller, saxes, Florian Jechlinger, Nemanja Jovanović, Reinhard Greiner und Mathias Engl, trumpets, Roman Sladek, Thorben Schütt, Matthias Zeindlhofer und Jakob Grimm, trombones, Jan Zehrfeld, git, Jan Eschke, keys, Heiko Jung, el.-bass, sowie Julian Fau, drums. Weitere InformationenMo. 21.10. Tickets reservieren

Di. 22.10. 21 Uhr

Claudia Quintet

Chris Speed (cl, ts), Matt Moran (vib), Red Wierenga (accordion, p), Drew Gress (b), John Hollenbeck (dr)

Schon die Instrumentierung dieser 1997 ins Leben gerufenen Formation ist kurios: Klarinette/ Saxofon, Vibrafon, Akkordeon, Bass, Schlagzeug. Noch ungewöhnlicher aber ist, dass John Hollenbeck, der Gründer und Komponist des „Claudias Quintets“, aus einer Vielzahl an höchst gegensätzlichen Einflüssen einen unverwechselbaren Postjazz-Kammermusik-Sound schuf, der auf bislang acht Alben zu hören ist (zuletzt erschien das Werk „Super Petite“). Kein Wunder, dass der vierfach Grammy-nominierte Drummer als einer der einflussreichsten Denker und Tonsetzer des Gegenwarts-Jazz gilt – wer Minimal Music, Avantgarde-Rock, Folk, brasilianische Rhythmen, balinesische Gamelan-Musik und zeitgenössische Klassik so unwiderstehlich miteinander vereint, hat sich eine solche Einschätzung redlich verdient. Mit Chris Speed, Matt Moran, Red Wierenga und Drew Gress weiß der 51jährige Hollenbeck vier umsichtige, vielseitige, hoch virtuose Individualisten um sich, die mit jeder noch so fordernden musikalischen Situation spielend fertig werden und seine Kompositionen bestmöglich umsetzen. Weitere InformationenDi. 22.10. Tickets reservieren

Mi. 23.10. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Nguyên Lê ‘Streams Quartet’

Nguyên Lê (git), Illya Amar (vibes), Chris Jennings (b), John Hadfield (dr, perc)

Die Musik des vietnamesisch-französischen Gitarristen Nguyên Lê ist im ständigen Wandel. Auf unwiderstehliche Weise verbindet er den Jazz mit weltmusikalischen Einflüssen. Sein aktuelles Album „Streams“ setzt diese Tradition fort, fokussiert sich aber stärker als andere Vorgänger-Projekte auf den Jazz. Die CD wurde von indischen und nordafrikanischen Rhythmen, vietnamesischen und orientalisch angehauchten Melodien wie von imaginärer Folklore inspiriert. Immer schon schien es dem 60jährigen Pariser Nguyên Lê darum zu gehen, verschiedene Kulturen und Genres einander näher zu bringen. Abgesehen von seinen Verdiensten als wahrer Vertreter einer weltumfassenden Musik, zählt der in Paris geborene Nguyên Lê zu den bedeutendsten und eigenständigsten Gitarristen der jüngeren Jazzgeschichte. Man muss kein Spezialist sein, um seine einzigartige Spielweise nach wenigen Tönen zu erkennen. Er hat sein Vokabular als Instrumentalist über die vergangenen Jahre zwar immer weiter ausgebaut und um so manche Feinheit ergänzt - als Stilist aber ist er sich immer treu geblieben. Weitere InformationenMi. 23.10. Tickets im VVK bestellen

Do. 24.10. 21 Uhr

ABRAHAM INC featuring David Krakauer, Fred Wesley & SOCALLED

Together we stand - Funk meets Klezmer

David Krakauer (cl, voc), Fred Wesley (tb, voc), Gary Winters (tr, voc), Jay Rodriguez (ts, flute), Alvin Walker II (tb), Allen Watsky (git, voc), Sus Vasquez (git), Sarah Mk (rapper), SOCALLED (sampler, acc, p, voc), Jerome Harris (e-b), Michael Sarin (dr)

David Krakauer zählt nicht nur zu den herausragenden Klarinettisten unserer Zeit, er ist auch so etwas wie ein Vermittler zwischen weit auseinander liegenden Klangwelten: in seinem Projekt „Abraham Inc“ vereinen sich Klezmer, Jazz, Funk, DJ-Kultur und Klassik. Die Mixtur, die er mit dem einstigen James Brown-Weggefährten Fred Wesley (Posaune), dem Rapper und Multi-Instrumentalisten „Socalled“ und namhaften Solisten der Jazz-Szene aufbereitet, klingt aufregend, überraschend, aber eben auch sehr organisch – so, als hätten die einzelnen Genre-Bestandteile schon seit Anbeginn zusammen gehört. Der 63jährige New Yorker David Krakauer war eigentlich schon immer ein musikalischer Grenzgänger – ob nun als Mitbegründer der „Klezmatics“, als Initiator von „Klezmer Madness“ oder als Gast der Streicher vom „Kronos Quartet“. Außerdem unternimmt er mit seiner Musik Zeitreisen, zu den Klängen und Rhythmen seiner Ahnen bis in die Gegenwart und wieder zurück – was schon der Titel seines Programms „Ancestral Grooves“ andeutet. Weitere InformationenDo. 24.10. Tickets im VVK bestellen

Fr. 25.10. 21 Uhr UNHEARD N°5

Nils Kugelmann Trio & Sven Ziebarth Quartett

In der neuen Serie UNHEARD präsentieren wir in Doppelkonzerten junge, bisher weitgehend unbekannte Talente, von denen wir erwarten, dass sie noch viel von sich hören lassen werden. In der fünften Ausgabe präsentieren wir das Trio von Nils Kugelmann und das Sven Ziebarth Quartett. Weitere InformationenFr. 25.10. Tickets reservieren

Fr. 25.10. 21:00 Uhr

Nils Kugelmann Trio

Philipp Schiepek (g), Nils Kugelmann (b), Marius Wankel (dr)

Schön, anspruchsvoll, klischeefrei – forsch spielt das Trio des Bassisten Nils Kugelmann mit diesen Attributen und stellt Fragen: Wie erreicht Komplexität Schönheit? Wann ist Simplizität stärker als ihr Gegenteil? Mit seinen beiden Mitstreitern lotet Nils Kugelmann die Möglichkeiten der Interaktion, der Kommunikation, der Leidenschaft aus. Seine charakterstarken Kompositionen lassen viel Raum für Spontanes, für Improvisations- und Interpretationsfreiheit. Er schrieb bereits für Sinfonieorchester, Kammerensembles, Musicals und im Bereich elektronischer Musik - in seinem Trio fließen seine diversen Aktivitäten subtil zusammen. „Musikalisch sei sein Ziel „eine grenzenlose, ästhetische und freie Musikauffassung“ zu finden, die die „Trennung der Musik in verschiedene Genres“ vergessen lässt und in ihrem „Innersten als Musik selbst“ wahrzunehmen ist, zitierte Rita Argauer den Bandleader in der SZ. Seine Vorhaben kann er wohl auch deshalb umsetzen, weil ihm entsprechende Partner zur Seite stehen: der Gitarrist Philipp Schiepeck wurde gerade mit dem Förderpreis und Stipendium der Stadt München ausgezeichnet, der Schlagzeuger Marius Wankel gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten des jungen deutschen Jazz. Weitere Informationen

Fr. 25.10. 22:30 Uhr

Sven Ziebarth Quartett

„Superrocket 3000“

Sven Ziebarth (sax, EWI, vocoder), Bernhard Ludescher (keys), Richard Müller (b), Fabian Rösch (dr)

Wenn Sie noch nie auf dem Planeten „Grindus“ waren, dann sollten sie vielleicht das Konzert des Sven Ziebarth Quartetts besuchen. Die vier Musiker nutzen die Bühne der Unterfahrt als Startrampe für die „Superrocket 3000“. Wenn sie dann erst mal im All, in den unendlichen Weiten des Jazz-Universums angekommen sind, sehen sich Ziebarth und seine Mannen auf einer Mission, wollen Liebe und viele gute Schwingungen in der Galaxie verbreiten. Die kosmischen Kompositionen des Sven Ziebarth passen in keine Schublade, sind vielmehr eine Fusion verschiedener Einflüsse, Genres, Stil- und Spielarten. Bei ihm finden Retro-Synthie-Sounds, Jazz, Pop, Latin-Rhythmen, Soul und selbst klassische Musik auf schwerelose Art zusammen. Er sagt: „Mit meiner Musik versuche ich Gefühle und abstrakte Ideen, die ich nicht in Worte fassen kann, universell auszudrücken. Ich will das Herz wie auch den Verstand des Zuhörers berühren.“ Weitere Informationen

Sa. 26.10. 21 Uhr

Tyler Blanton Trio

Tyler Blanton (vibes), Rick Rosato (b), Anthony Pinciotti (dr)

Über ihn spricht man in New York. Mehr noch: der im Big Apple ansässige kalifornische Vibrafonist und Komponist Tyler Blanton wird als aufgehender Stern am Jazz-Himmel gefeiert. Er spielt mal klassisch swingend, ist aber auch mit dem harmonisch ausgefuchsten Vier-Schlägel-Spiel eines Gary Burton und der perkussiven Klöppeltechnik eines Bobby Hutcherson vertraut. Über seinen Großvater, den Tenorsaxofonisten Joe Cavaglieri, wurde Tyler Blanton früh an den Jazz heran geführt. Er lernte erst Gitarre, dann Drums, ein Harmonie- und ein Schlag-Instrument also – beste Voraussetzung für sein späteres Hauptinstrument. Mit Mitte zwanzig zog er von der Bay Area San Franciscos nach New York und begann sich dort schnell als Musiker zu etablieren. Seine drei mit Allstar-Line Up besetzten Solo-Alben „Botanic“, „Gotham“ und „Sense of Place“ weisen Tyler Blanton nicht nur als eigenständigen Instrumentalisten, sondern auch als exzellenten Komponisten aus. Jetzt gibt er sein Unterfahrt-Debüt. Weitere InformationenSa. 26.10. Tickets reservieren

So. 27.10. 21 Uhr

Connie Han Trio

Connie Han (p), Ivan Taylor (b), Bill Wysaske (dr)

Sie ist ein frecher, furchtloser Senkrechtstarter: obwohl sie erst 23 Jahre zählt, scheint die kalifornische Pianistin Connie Han die gesamte Jazzgeschichte absorbiert zu haben. In US-Presse wird die technisch brillante Klavierspielerin als virtuose Mittlerin zwischen Tradition und Moderne bejubelt. Auf ihrem Album „Crime Zone“ macht Connie Han eine Verbeugung vor Größen wie McCoy Tyner, Herbie Hancock, Chick Corea, Mulgrew Miller und Kenny Kirkland. Weil sie aber eine wirkliche Künstlerin ist, kopiert sie nicht, was ihre Helden an pianistischen Eigenheiten etabliert haben – sie lässt die Einflüsse durch ihren persönlichen Filter laufen. Unten heraus kommt etwas unverkennbar Eigenes. Connie Han stammt aus einer Musikerfamilie, erhält früh Klavierstunden und verfällt mit zarten 14 Jahren dem Jazz. Mit 19 veröffentlicht sie im Eigenverlag ihr Debüt – das „Richard Rogers Songbook“. Ihre üppige Vita zeigt: Connie Han ist eine erstaunlich frühreife Musikerin. Weitere InformationenSo. 27.10. Tickets reservieren

Mo. 28.10. 21 Uhr

Uni Big Band

Leitung Professor Joe Viera

Vor 25 Jahren wurde die Uni Big Band München vom Professor und Saxofonisten Joe Viera für Studierende verschiedenster Semester und Fachrichtungen an der Ludwig-Maximilians-Universität gegründet. Ein Konzert der Uni Big Band München ist immer eine anregende und turbulente Zeitreise durch die Jazzgeschichte. Dafür sorgen Arrangeure wie Benny Carter, Sammy Nestico, Mike Tomaro, Frank Mantooth, Michael Philip Mossman, David Wolpe, Tom Garling, Armando Rivera, Bob Mintzer, Bill Potts, Gordon Goodwin u.a.m. Weitere InformationenMo. 28.10. Tickets reservieren

Di. 29.10. 21 Uhr

Nils Wogram `Nostalgia´

Nils Wogram (tb), Arno Krijger (hammond b3), Dejan Terzic (dr)

Wahren Künstlern geht es nicht darum andere zu beeindrucken – sie wollen die Menschen berühren. Genau das gelingt dem Posaunisten Nils Wogram, dem Schlagzeuger Dejan Terzic und dem Organisten Arno Krijger nicht erst mit ihrem jetzt schon fünften „Nostalgia“-Album „Things We Like To Hear“. Die CD tönt nach der perfekten Balance aus hohem Anspruch und Zugänglichkeit. Das Trio versteht sich auf eine neue Einfachheit, die nicht mit Banalität zu verwechseln ist. Wogram und seine Partner konzentrieren sich auf den emotionellen Aspekt und das Wesentliche ihrer Musik, lassen alles Überflüssige und viel Abstraktion weg, swingen und grooven mit einer Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Mit seiner Musik bringt das Trio „Nostalgia“ das Jazz- und Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre zurück und ist doch hörbar im Hier und Jetzt verankert. Wogram, Terzic und Krijger sind nämlich merklich daran interessiert, sich neuen musikalischen Strömungen und dem heutigen Zeitgeist nicht zu verschließen. Weitere InformationenDi. 29.10. Tickets reservieren

Mi. 30.10. 21 Uhr

Jamison Ross

All For One

Ari Teitel (git), Chris Pattishall (p), Bary Stephenson (b), Jamison Ross (voc, dr)

Schlagzeuger, die sich während ihrer fordernden Rhythmusarbeit auch noch als Vokalisten betätigen, gibt es wenige. Und schon gar keine vom Format eines Jamison Ross - der bald 32jährige wurde von den Kritikern des Down Beat 2018 zum „Rising Star“ der Kategorie Jazzgesang erkoren. In der Kirche seines Opas bekam er Übung im Multi-Tasking - schon als Kind überzeugte er mit Beats und Stimme. Nicht nur die Musik, auch die Botschaften des Gotteshauses hat der singende Schlagzeuger verinnerlicht. Mit den Mitteln des Jazz möchte er Hoffnung verbreiten und Menschlichkeit zeigen. Jamison Ross stammt aus Florida und lebt derzeit in New Orleans. Nachdem er mit Gospel sozialisiert wurde, begann er sich als Teenager für Jazz zu interessieren. Nach dem Jazz-Studium nahm seine Karriere so richtig Fahrt auf, als er als Drummer 2012 die Thelonious Monk Competition für sich entschied. Der Wettbewerb ermöglichte ihm die Aufnahme seines Debüts, das sogar für einen Grammy nominiert wurde. Jamison Ross - ein Gewinner-Typ. Weitere InformationenMi. 30.10. Tickets im VVK bestellen

Do. 31.10. 21 Uhr

Melissa Aldana Quartet

Melissa Aldana (ts), Lage Lund (git), Pablo Menares (b), Kush Abadey (dr)

Die Saxofonistin Melissa Aldana ist eine Frau mit Visionen, eine Künstlerin, die weiß, dass nur in die Zukunft schauen kann, wer sich der Vergangenheit und der Gegenwart bewusst ist. „Visions“ heißt ihr aktuelles Album und es ist eine Eloge an all die Latinas, die vor ihr so viel im Bereich der Kunst geleistet haben, allen voran: die Malerin Frida Kahlo. Seit Melissa Aldana 2013 die „Thelonious Monk International Jazz Saxophone Competition“ gegen starke männliche Konkurrenz für sich entscheiden konnte, ist sie selbst eine Art Heldin. Die Tochter eines Saxofonisten und Ehefrau des slowenischen Tenoristen Jure Pukl arbeitet mit Akribie, Leidenschaft und Ausdauer an ihren Fertigkeiten, an einem eigenen Ausdruck – den aber hat die 30jährige Wahl-New Yorkerin aus Santiago de Chile nach Meinung vieler Kritiker längst gefunden. Sogar der große Sonny Rollins schwärmt von ihrem Spiel. Weitere InformationenDo. 31.10. Tickets im VVK bestellen

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