Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Dez 2017 | Feb 2018

Programm Januar 2018

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Mo. 01.01. 21 Uhr

Geschlossen

Di. 02.01. - Mi. 03.01. 21 Uhr

Matthias Bublath

Pre-Release Edition Unterfahrt

Matthias Bublath (hammond B3, moogbass, rhodes), Adrian Mears (tb), Ferdinand Kirner (git), Christian Lettner (dr)

Endlich ist es soweit und die zweite CD der Edition Unterfahrt wird veröffentlicht. Wir freuen uns, dass wir hierfür den Pianisten und Hammond-Orgel-Virtuosen Matthias Bublath gewinnen konnten. Aus den Live-Aufnahmen seiner Unterfahrt-Sommerwoche im Jahr 2016 wurden die besten Stücke ausgewählt und daraus die zweite Ausgabe unserer CD-Reihe zusammengestellt. Mit den verschiedenen Besetzungen der Sommerwochen-Konzerte, die sich in der Aufnahme wiederfinden, gibt Bublath am 2. und 3. Januar 2018 zwei Pre-Release-Konzerte in der Unterfahrt. Mitte Januar ist dann der offizielle Veröffentlichungstermin. Der Münchner Organist, Pianist und Komponist Matthias Bublath entwickelt immer neue und sehr unterschiedliche Projekte, die von Jazz, Blues, Funk und Gospel bis zu lateinamerikanischen Rhythmen reichen. In den fast zehn Jahren als freischaffender Musiker in New York City nutzte er die Möglichkeit, mit Bands aller Stilrichtungen zu spielen. Die Vielseitigkeit, die er sich dabei aneignete, kommt auch in seinen Bandprojekten und Einspielungen unter eigenem Namen zum Tragen. Einen besonderen Stellenwert nimmt seine Arbeit als Hammond B3-Organist ein. In melodiestarken Eigenkompositionen bezieht er sich auf den Sound der Genreklassiker des ‘Organ Jazz’, wagt aber auch ungewöhnliche Stilwendungen und Klangkombinationen. Mit dem Fußpedal der Hammond B3 liefert Matthias Bublath zudem ein kraftvolles Fundament für seine neu formierte Organ Band, der renommierte Musiker der internationalen Jazzszene angehören. Weitere InformationenDi. 02.01. Tickets reservierenMi. 03.01. Tickets reservieren

Do. 04.01. 21 Uhr

Christian Lillingers GRUND

CD-Release ‘C O R’

Tobias Delius (sax), Pierre Borel (sax), Achim Kaufmann (p), Christopher Dell (vib), Robert Landfermann (b), Jonas Westergaard (b), Christian Lillinger (dr, comp)

Bei den Musikern des heutigen Abends handelt es sich um Christian Lillingers persönliche Traumbesetzung. Die Bandmitglieder waren und sind in unterschiedlichen Besetzungen miteinander verknüpft und haben alle international einen hohen Anerkennungsgrad erlangt. Man könnte sagen, es sind verschiedene Lager, die sich wiederum innerhalb der Musik unterschiedlich verschalten. GRUNDlage sind Kompositionen, die alles zulassen und den Solisten - in diesem Falle allen Bandmitgliedern - uneingeschränkten Raum geben. Das bedeutet: Energiefelder innerhalb einer Improvisation nehmen zur gleichen Zeit an Spannung zu und ab. „Ich sehe diese Band als ein kompromissloses Organ“, so Lillinger. GRUNDs GRUNDmaterialien sind komplexer Architektur, reichen vom Jazz bis zur kompletten Dekonstruktion, verlangen dem Hörer einiges an Konzentration ab und bereichern ihn zugleich mit einer Fülle von Licht. Weitere InformationenDo. 04.01. Tickets reservieren

Fr. 05.01. 21 Uhr

Max Merseny Band

Max Merseny (as), Simon Oslender (keys), Ferdinand Kirner (g), Reggie Washington (b), Yoran Vroom (dr)

Wir freuen uns, den Saxophonisten Max Merseny zu Jahresbeginn wieder in der Unterfahrt begrüßen zu dürfen. Mit seiner Mischung aus Jazz und Soul, gepaart mit Funk und Hip-Hop-Elementen konnte er für seine Alben ‘Thank Y’All’ und ‘Everlasting’ bereits zwei ECHO-Nominierungen einheimsen. Mit ‘World Traveller’, seiner aktuellen im Sommer bei Enja erschienenen Platte, darf man sich musikalisch auf eine Weiterentwicklung der letzten beiden Alben freuen. Wo in der Vergangenheit noch diverse Stile zu finden waren, wird mit der neuen Platte mehr und mehr der urban instrumentale R&B-Stil verfolgt. Zum ersten Mal mit dabei im Band-Quintett ist das 19-jährige Ausnahmetalent Simon Oslender an den Keyboards. Neben dem langjährigen Bandmitglied Ferdinand Kirner an der Gitarre wird die Band an diesem Abend von Yoran Vroom an den Drums unterstützt. Er teilte jüngst die Bühne mit internationalen Größen wie Ed Motta, Frank McComb und Cory Henry. Der aus New York stammende Ausnahmebassist Reggie Washington komplettiert die Gruppe. Er war festes Mitglied der Band RH Factor, zeichnet sich aber vor allem durch seine Vielseitigkeit am E- und Kontrabass aus, was auch Künstler wie Erykah Badu, D’Angelo oder Steve Coleman an ihm schätzen. Weitere InformationenFr. 05.01. Tickets reservieren

Sa. 06.01. 21 Uhr Unit Records Label Night: Guitar

Hellmüller Trio / Monkbeatz

Hellmüller Trio: Franz Hellmüller (git), Patrick Sommer (b), Martin Perret (dr) MONKBEATZ: Urs Bachthaler (git), Benny Lackner (p), Andrea Wälti (b), Moritz Baumgärtner (dr)

Am heutigen Abend stellt das Label Unit Records zwei Bands aus ihrem Portfolio vor. Unter dem Motto „Guitar“ zeigen das Hellmüller Trio und die Band Monkbeatz, wie unterschiedlich die Gitarre im Jazz einsetzbar ist. Mit ‘Magnolia’ stellt das Hellmüller Trio sein aktulles Album vor. Nach ihren eigenen Gesetzen zelebrieren der international etablierte Gitarrist Franz Hellmüller, Bassist Patrick Sommer und Schlagzeuger Martin Perret ihre Musik mit viel Freiheit, Reife und Virtuosität: Gleichberechtigt ausgewogen, nuanciert und in höchster Detailschärfe entwickeln sie ihren faszinierenden Kosmos. Sehnsüchtige Melodien, feine Nuancen, orchestrale Elemente wie auch rockige Aspekte türmen sich in ihrem Sound zu wahren Klanglandschaften auf. In der Presse wird das brillante Zusammenspiel des Trios gelobt und die Musik gar als „ein Stück Glück“ bezeichnet. Die kauzige, launische und tiefe Musik von Thelonious Monk hat auch in der cleanen Jetztzeit der iPads und iPods nichts von ihrem Charme und ihrer Weisheit eingebüßt. Im Gegenteil: Nach wie vor sprüht sie vor Einfallsreichtum und inspiriert sowohl Musiker, sie zu interpretieren, als auch das Publikum, ihr zuzuhören. Mit dem flirrenden Sound des Wurlitzers und den knirschenden Saiten der Stratocaster, unterlegt von den bouncenden Beats einer fetten Snare und dem warmen Fundament eines melodischen Moog-Basses nimmt sich „Monkbeatz“ Monks schräger Melodien und Harmonien an. Weitere InformationenSa. 06.01. Tickets reservieren

So. 07.01. 21 Uhr

Jam Session mit Maruan Sakas (p)

Maruan Sakas wurde 1985 in Erlangen geboren und lebt seit 2004 in München, wo er zunächst Schulmusik und anschließend Jazzklavier studierte. Neben mehreren Bundespreisen bei „Jugend musiziert“ gewann er den 1. Preis für Liedimprovisation beim „Wettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel 2008“ in Weimar sowie den Jazzförderpreis 2010 des Steinway-Hauses München. Er ist Alumno der Deutschen Studienstiftung sowie der Musikerförderung Live Music Now von Yehudi Menuhin. Als gefragter Kammermusikpartner konzertiert er im In- und Ausland, vorwiegend mit dem Saxophonisten und Bassklarinettisten Christian Elin. 2017 erschien das Debütalbum ‘Some kind of blues’. Von 2010 bis 2017 unterrichtete er als Lehrbeauftragter und Dozent an der HMT München. 2017 wurde er an die HfM Dresden als Professor für Schulpraktisches Klavierspiel berufen. Maruan Sakas ist gleichermaßen in der Klassik und im Jazz zu Hause, was sich in seinem breiten Tätigkeitsfeld als Pianist, Pädagoge, Bandleader, Arrangeur und Komponist widerspiegelt. Maruan Sarkas freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere InformationenSo. 07.01. Tickets reservieren

Mo. 08.01. 21 Uhr Big Band Night

The Munich Uptown Jazz Orchestra

Eine Big Band zum Klingen zu bringen ist für nahezu jeden Jazzmusiker, als ginge ein lang gehegter Wunschtraum in Erfüllung. Es verlangt aber neben Visionen und Teamgeist auch eine gehörige Portion Mut. Dass sich das Uptown Jazz Orchestra um Leader und Trompetensolist Franz Weyerer in den vergangenen Jahren nicht nur in der Landeshauptstadt München, sondern im gesamten süddeutschen Raum zu einer außergewöhnlichen Großformation gemausert hat, spricht ohne Zweifel für die Qualität der beteiligten Musiker. Die Band verleiht jedem Song durch präzise Bläsertutti, virtuose Soli und farbenreiche Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. Weitere InformationenMo. 08.01. Tickets reservieren

Di. 09.01. 21 Uhr

Vadim Neselovskyi Trio

Vadim Neselovskyi (p, voc, melodica), Daniel Loomis (b, voc), Ronen Itzik (dr, perc, voc)

Der in New York lebende Ukrainer Vadim Neselovskyi ist „eine jener seltenen Begabungen, die die Grenzen zwischen Jazz und klassischer Musik nicht überschreiten, um dann irgendwo im Grenzgebiet zu agieren, sondern diese Grenzen ganz einfach und bewusst negieren” (Rainer Bratfisch, Jazz Podium). Musikalischen Schliff bekam der Pianist aus Odessa am Konservatorium in Dortmund, dem Berklee College of Music und dem Thelonious Monk Institut sowie als Sideman für Größen wie Herbie Hancock, Chaka Khan und Dee Dee Bridgewater. Von 2004 an tourt er zehn Jahre mit Gary Burtons Future All Star Quintet ‘Next Generation’ durch Asien, Europa und die USA. Für Eigenkompositionen an der Schnittstelle zwischen Jazz und Klassik wird er mit dem Zweiten Preis beim Concours de Piano Martial Solal 2010 und der prestigeträchtigen MacDowell Fellowship geehrt. 2013 gibt Neselovskyi mit ‘Music for September’ sein Solodebüt. 2014 während des größten ukrainischen Festivals Alfa gründete sich sein eigenes Trio mit dem Bassisten Daniel Loomis und dem Schlagzeuger Ronen Itzik. Deren Album ‘Get Up And Go’ changiert zwischen Kraft und Sensibilität. Melodische und harmonische Raffinesse, das Einfache und das Komplexe, die Individualität des Ausdrucks und die Klangkultur der großen Geschichte der Musik erweisen sich als die Zutaten zu einer hochspannenden Mischung, in der die beeindruckende Virtuosität und Reife dieses Pianisten sowie die außerordentliche Musikalität des Zusammenspiels im Trio Balance garantieren. Weitere InformationenDi. 09.01. Tickets reservieren

Mi. 10.01. 21 Uhr

Mario Roms Interzone

Mario Rom (tp), Lukas Kranzelbinder (b), Herbert Pirker (dr)

Wer nach einer Beschreibung für Mario Roms Interzone sucht, stößt unweigerlich auf Superlative. So schreibt beispielsweise der Hauptkritiker des renommierten Rochester Jazz Festivals in New York nach einem Konzert des Trios von „einem der unterhaltsamsten und spannendsten Acts des diesjährigen Festivals“ und geht sogar so weit zu behaupten, er habe „noch nie, egal wo auf dieser Welt, eine Gruppe von Musikern gehört, die – im wahrsten Sinne des Wortes – so unglaublich miteinander ‚spielen‘ wie dieses Trio.“ In der zunächst eher ungewöhnlichen erscheinenden Besetzung Trompete – Bass – Schlagzeug schaffen es die drei Musiker „Virtuosität und Humor zu einer unterhaltsamen Einheit zu verwirbeln (FAZ). Nur um eines ganz klar zu machen: Interzone spielt Jazz. So richtigen Jazz. Allerdings ist ihr Motto „Alles ist erlaubt“ auch wirklich Programm. DIE ZEIT beschreibt sie als „3 junge Wilde, von einem Leben gezeichnet, das sie noch nicht haben konnten, zu allem entschlossen.“ Wer jetzt glaubt, dass die bisherigen Aussagen ein wenig dick auftragen, dem sei zum Schluss noch ein Pressebericht über ein Konzert am INNtöne-Festival 2014 ans Herz gelegt: „Ihr makelloses Zusammenspiel atmet eine Vitalität, die das Publikum um Zugaben betteln lässt, bis das Repertoire ausgeht. So fängt sie wahrscheinlich an, die Unsterblichkeit.“ Weitere InformationenMi. 10.01. Tickets reservieren

Do. 11.01. 21 Uhr BeNeLux Series N° 2

Ben van Gelder Quartet

Ben van Gelder (sax), Sam Harris (p), Joe Sanders (b), Craig Weinrib (dr)

Die Band um den gebürtigen Niederländer Ben van Gelder hat sich mittlerweile zu einer bemerkenswerten Stimme aus New York entwickelt. Altsaxophon, Klavier, Bass und Schlagzeug ist die Besetzung dieses Quartetts – eine, die sofort überzeugt mit Klängen, die stets den Reiz des Überraschenden haben und dabei doch völlig organisch wirken. Das Quartett spielt einen frischen, hochdifferenzierten und lustvollen Jazz mit starkem eigenen Profil in einer besonderen Mischung aus Klangkraft und Feinheit. Die Kompositionen sind mal hymnisch, mal lyrisch, kosten die Kantilenen des Altsaxophons und die klanglichen Möglichkeiten, mit Bass, Klavier und Drums Räume aufzufächern, lustvoll aus, nehmen sich dann aber wieder geschickt zurück, lassen Klänge allmählich wachsen. Dabei geht es stets um das musikalische Ganze, selten drängt sich eine solistische Brillanz im Vordergrund. Es entsteht eine Musik, die swingt und pulsiert und poetisiert, rhythmisch durch Dichte, Durchsichtigkeit und Groove mitreißt, und nirgends beliebig wird. Eine Musik, die ganz eindeutig aus dem Hauptstrom des zeitgenössischen Jazz kommt, sich in diesem aber so souverän und elegant bewegt, dass sofort ihre Eigenstellung auffällt. Junger, frischer und dabei erstaunlich reifer Klang aus New York, der hochintelligent gebaut ist und dabei doch vor allem eines in jedem Moment spüren lässt: eine elementare Lust am Spielen. Weitere InformationenDo. 11.01. Tickets reservieren

Fr. 12.01. 21:15 Uhr BR Jazzclub Live

Sven Faller Night Music

Sven Faller (b), Tino Derado (p, acc), Andreas Dombert (git), Guido May (dr)

Der BR-Jazzclub Live bringt die ganz besondere Atmosphäre einer Live-Sendung in die Unterfahrt. Das erste Set wird aufgezeichnet, das zweite Set überträgt der BR live in seiner 'Jazztime' von 23:05 bis 0:00 Uhr für alle Zuhörer zu Hause. Das Konzert beginnt daher auch etwas später ab circa 21:15 Uhr. „Berührend, mit überraschender Kraft und in bezwingender Schönheit. Er nimmt dem Bass alle Sperrigkeit und Schwere, lässt ihn so leicht werden, dass er mit dem kleinen Finger zu tragen wäre“, schreibt die Süddeutsche Zeitung über Sven Faller. Mit seinem melodischen Stil auf dem Kontrabass hat er sich international einen Namen gemacht. 'Night Music' ist eine Hommage an das besondere Eigenleben der Nacht. Zusätzlich zu seinen nächtlichen Eigenkompositionen liest Faller anekdotische Geschichten aus seinem gleichnamigen Buch. Sie handeln von lustvollen Spaziergängen unter Sternen, schrägen Typen auf nächtlichen Straßen und dem Kontrabass als der wahren „Königin der Nacht“. Speziell für die Aufzeichnung des Bayerischen Rundfunks wird es einige Uraufführungen und eine neue Formation geben. Mit Tino Derado hat Faller einen alten Weggefährten aus seiner New Yorker Zeit ins Boot geholt, der schon mit Gary Burton, Randy Brecker, Richard Bona oder Till Brönner konzertierte. Komplettiert wird das Quartett mit Andreas Dombert, einem der vielseitigsten Gitarristen seiner Generation, 2017 für den Echo Jazz nominiert, und Guido May, der unzählige Jazzgrößen von Antonio Faraò, Johnny Griffin, Diana Krall bis Pee Wee Ellis begleitet hat. Weitere InformationenFr. 12.01. Tickets reservieren

Sa. 13.01. 21 Uhr

Andrea Motis

Andrea Motis (tp,voc), Josep Traver (g), Ignasi Terraza (p), Joan Chamorro (b), Esteve Pi (dr)

Eine „frische Jazzbrise aus Katalonien” (jazzecho) weht heute in die Unterfahrt und bringt ihr Debütsoloalbum ‘Emotional Dance’ mit, unlängst erschienen beim legendären Jazzlabel Impulse! Records. Bereits mit sieben Jahren bläst das heute 22-jährige Ausnahmetalent Andrea Motis ihre ersten Trompetentöne in der Musikschule Sant Andreu des barcelonischen Jazzbassisten und Saxophonisten Joan Chamorro. Mit vierzehn Jahren macht sie ihre ersten Aufnahmen. Mit sechzehn steht sie beim Festival de Castell de Peralada in Nordkatalonien mit Quincy Jones' Global Gumbo All Stars auf der Bühne. Mit der Sant Andreu Jazz Band und dem Quintett ihres Mentors Chamorro tourt sie durch die Welt und verinnerlicht dabei den Kanon von Jazz und Latin. Wenig überraschend also, dass sich das New Yorker Label die junge Katalanin geangelt hat. Lässig wie Norah Jones und im Geiste ihrer Vorbilder Chet Baker und Louis Armstrong singt und spielt die Sängerin, Saxophonistin und Trompeterin Bossa Novas, Jazzstandards und Eigenkompositionen. Aufgenommen hat Andrea Motis ihr Solodebüt unter Regie der Produzenten Jay Newland und Brian Bacchus mit ihrem Quintett aus Pianist Ignasi Terraza, Gitarrist Josep Traver, Bassist und Saxophonist Joan Chamorro und dem Schlagzeuger Esteve Pi sowie den Gastmusikern Perico Sambeat, Gil Goldstein, Warren Wolf, Scott Robinson und Joel Frahm. Getreu ihren katalanischen Wurzeln singt sie wechselweise auf Englisch, Katalanisch oder Portugiesisch. „Andrea Motis versteht zu swingen, als sie hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht” (jazzecho). Weitere InformationenSa. 13.01. Tickets reservieren

So. 14.01. 21 Uhr

Jam Session mit Maruan Sakas (p)

Maruan Sakas ist gleichermaßen im Jazz wie in der Klassik zu Hause. Der aus Erlangen stammende Pianist und Komponist lebt seit 2004 in München, wo er Schulmusik und Jazzklavier studierte. Neben mehreren Bundespreisen bei „Jugend musiziert“ gewann er den 1. Preis für Liedimprovisation beim „Wettbewerb für Schulpraktisches Klavierspiel 2008“ in Weimar sowie den Jazzförderpreis 2010 des Steinway-Hauses München. Er ist Alumno der Deutschen Studienstiftung und der Musikerförderung Live Music Now von Yehudi Menuhin. Von 2010-2017 unterrichtete er als Lehrbeauftragter und Dozent an der HMT München. 2017 wurde er an die HfM Dresden als Professor für Schulpraktisches Klavierspiel berufen. Als gefragter Kammermusikpartner konzertiert Sakas im In- und Ausland, vorwiegend mit dem Saxophonisten und Bassklarinettisten Christian Elin. 2017 erschien sein Debütalbum ‘Some kind of blues’. Maruan Sarkas freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere InformationenSo. 14.01. Tickets reservieren

Mo. 15.01. 21 Uhr Big Band Night

The Jazz Big Band Association

Florian Riedl, Ulrich Wangenheim, Axel Kühn, Christof Hörmann, Michael Lutzeier (saxes), Nemanja Jovanovic, Franz Weyerer, Florian Jechlinger, Ralf Hesse (tps), Jürgen Neudert, Erwin Gregg, Lukas Jochner, Eberhard Budziat (tbs), Jan Zehrfeld (git), Andrea Hermenau (p), tba (b), Christoph Holzhauser (dr)

Die Jazz Big Band Association vereint unter Leitung von Axel Kühn herausragende Solisten, Komponisten und Arrangeure der süddeutschen Jazzszene, Bandleader ebenso wie wie gefragte Sidemen. Das Konzept der Big Band verwirklicht den lang gehegten Wunsch der Musiker nach einem „Musicians Orchestra“, das sowohl die Tradition des Mainstreams der Jazz Big Bands fortführt, als auch Raum für Neues und bislang wenig Gehörtes bieten will. Das Motto des heutigen Programms lautet ‘The funky side of a Jazz Big Band’ und ist eine Retrospektive auf die langjährige Mitarbeit der Bandmitglieder in den Big Bands von SWR, HR und WDR, dem Sunday Night Orchestra und dem Jazzfactory Orchestra. Technisch brilliant und mit ihren hervorragenden Solisten spielt die Band heute Arrangements aus ihrem gut sortierten Bandbook. Ein begeisterter Kritiker schrieb: „Mitunter war man vom Blending der Stimmen dermaßen angetan, dass man es am liebsten festhalten wollte. Die Bühne knisterte schier vor Energie und Konzentration“. Weitere InformationenMo. 15.01. Tickets reservieren

Di. 16.01. 21 Uhr

Jesse Davis Quartet

Jesse Davis (as), Paul Kirby (p), Martin Zenker (b), Minchan Kim (dr)

Das Jesse Davis Quartet bewegt sich an der vordersten Front des Post Bop Jazz und beeindruckt mit einer treibenden Schwingungsenergie, welche nur selten auf der Welt zu finden ist. In den letzten Jahren tourte das Quartett quer durch Europa, aber auch in Südkorea, wo das jüngste Album ‘Live at EBS’ im Korean TV aufgenommen wurde. Der Bandleader bekam sein erstes Saxophon mit elf Jahren von seinem Bruder in die Hand gedrückt. Also wurde er Musiker statt Footballspieler. Er studierte bei dem Jazzpianisten Ellis Marsalis am New Orleans Center for Creative Arts, beim Jazzhistoriker Ira Gitler an der New School in New York sowie am William Patterson College und der Northeastern Illinois University. Er wurde unter anderem ausgezeichnet als Most Outstanding Musician des Down Beat Music Festival in Philadelphia (1989) und spielte auch in Robert Altmans Thriller ‘Kansas City’. Jesse Davis‘ kongeniale Sidemen sind der schottische Arrangeur, Pianist und Komponist Paul Kirby, der Münchner Bassist und „Botschafter des Swing“ Martin Zenker und der koreanische Schlagzeuger und Jazz People Magazine-Preisträger Minchan Kim. Weitere InformationenDi. 16.01. Tickets reservieren

Mi. 17.01. 21 Uhr

Jermaine Landsberger Trio feat. Sandro Roy

CD-Präsentation ‘Modern Gipsy Jazz’

Sandro Roy (viol), Jermaine Landsberger (p), Joel Locher (b), Guido May (dr)

Mit Jermaine Landsberger kommt heute ein Avantgardist der europäischen Gypsy-Szene am Piano in die Unterfahrt. Der Oberpfälzer mit Sinti-Wurzeln würzt sein kraftvolles und sogleich melodisches Pianospiel mit hörbaren Elementen der Gypsy-Musik und tourte damit schon quer durch Europa, supported und featured by Randy Brecker, Bob Mintzer, Larry Coryell und anderen internationalen Musikern. 2009 sorgte er mit seinem Album ‘Gettin Blazed’ auch in den Vereinigten Staaten für Furore. Das in Los Angeles mit Jazzstars wie Pat Martino, Harvey Mason und James Genus produzierte Album hielt sich neun Wochen in den Top 10 der US-Jazzcharts. Für den rhythmischen Drive des Trios sorgen kein geringerer als der renommierte Münchner Drummer Guido May und der europaweit gefragte Stuttgarter Bassist Joel Locher, der bereits mit allen Größen des Gypsy-Jazz auf der Bühne stand. Besondere Noten steuert Sandro Roy bei. Der Shootingstar der deutschen Violinistenszene für Klassik und Jazz gilt als einer der vielversprechendsten jungen Jazzviolinisten weltweit und reüssierte schon auf internationalen Festivals, mit der NDR Bigband, der Deutschen Kammerphilharmonie und im Schloss Bellevue. 2015 veröffentlichte er sein Debüt ‘Where I Come From’. Das Programm des Trios Jermaine Landsberger feat. Sandro Roy präsentiert das aktuelle Album und Motto „Modern Gypsy Jazz“, welches den europäischen Gypsy-Swing mit amerikanischem Jazz und einer geballten Power in puncto Groove, Virtuosität und Melancholie zu verbinden versteht. Mit Songs von Django Reinhardt, Musettes aus Frankreich und Eigenkompositionen vom Hot-Club-de-France-Style bis zum Hardbop. Weitere InformationenMi. 17.01. Tickets reservieren

Do. 18.01. 21 Uhr BR-Klassik Mitschnitt

Julian Lage Trio

Julian Lage (g), Jorge Roeder (b), Eric Doob (dr)

‘Arclight’, Julian Lages Debütalbum beim Label Mack Avenue, ist sein erster Ausflug in die Welt der elektrischen Gitarre, der auf CD festgehalten wurde. Wie das intensive, weiße Licht, nach dem sein Album benannt ist, ist auch Lage ein Interpret, der hell leuchtet: Das Tempo, das er vorgibt, ist rasch, die Stimmung oft fröhlich, sein Spiel so geistesgegenwärtig und spontan überwältigend, dass man sich gezwungen sieht, sofort „repeat“ zu drücken – besonders wenn Tracks wie ‘Persian Rug’ und ‘Activate’ in unter zweieinhalb Minuten vorbeisausen. Für einen nachdenklichen Künstler wie Lage, der lange für ein Projekt forscht und darüber nachsinnt, bevor er einen Fuß ins Studio setzt, war es eine befreiende Erfahrung, einfach den Stecker anzuschließen und mit Unbekümmertheit loszuspielen. Der Fender Telecaster ist für Lage „der Inbegriff der am meisten verfeinerten, modernen Gitarre. Den Telecaster gibt es seit mehr als 60 Jahren“, sagt Lage, „und er ist immer noch so präsent. Ich habe das als Parameter genommen: ‘Arclight’ konzentriert sich auf meine Liebe für die elektrische Gitarre und im Speziellen auf den Telecaster. Darüber hinaus ist es fokussiert auf das Jazz Trio. Es ist prinzipiell die Umsetzung dieser Besessenheit für Musik aus der Vergangenheit, die ich seit langer Zeit hatte, der ich aber nie gefolgt bin. Ich wollte Songs machen, die durch mein Raster gefallen sind, als ich aufgewachsen bin, und die sich jetzt wie eine brandneue Art von Musik für mich anfühlen.“ Weitere InformationenDo. 18.01. Tickets im VVK bestellen

Fr. 19.01. 21 Uhr

Elwood & Reßle

Releasekonzert ‘Three for two’

Natalie Elwood (voc), Josef Reßle (p)

Sie lauschen heute einer melodiösen Geschichte aus einem Land vor unserer Zeit. Natalie Elwood klettert „wie ein Instrument […] über die Oktaven“ (SZ, 2012) und legt „mit ihrer klangvollen Stimme eine unvergessliche Gefühlsspur über jeden der Songs“ (Straubinger Tagblatt, 2011). Ein kleiner Blick genügt, und sie und ihr Weggefährte Josef Reßle, Preisträger des BMW Welt Young Artist Jazz Awards 2016, beginnen eine Reise durch musikalische Märchenlandschaften, über Berge und Wüsten, bis hin zu einem Meer an Musik. Elwood & Reßle „begeistern ihr Publikum vom ersten Ton an. Eine unglaubliche Intensität geht von ihrer Musik aus, die sofort in den Bann zieht, da sie einfach ungewöhnlich ist. Es ist nicht nur Reßles fantastische Virtuosität am Piano, nicht nur Elwoods faszinierende Stimme, die so beeindruckt. Es ist die Symbiose aus beidem, die perfekte Harmonie, das gemeinsame Improvisieren, das beinahe atemlos macht. (…) Genau so muss Jazz sein“ (Merkur, 2017). Ausdrucksstark und virtuos, dabei stets leidenschaftlich und warmherzig präsentiert das Duo Elwood & Reßle Eigenkompositionen und außergewöhnliche Arrangements. Während Elwood auch in Passagen reiner Vokalise „lautmalerisch eine bewegende Stimmung von Innerlichkeit“ schafft (Mittelbayerische, 2016), erzählen die mit englischen Texten versehenen, eingängigen Kompositionen der Sängerin von verwunschenen Wäldern und ironisch anmutenden Beziehungskisten. Weitere InformationenFr. 19.01. Tickets reservieren

Sa. 20.01. 21 Uhr

Thomas Siffling ‘Flow’

Thomas Siffling (tp), Heiko Duffner (g), Konrad Hinsken (keys), Dirk Blümlein (b), Christian Huber (dr)

Der deutsche Trompeter Thomas Siffling ist schon lange bekannt für seinen progressiven Einsatz elektronischer Erweiterungen im Jazz. Seit Jahren gehört er zu den Vor- und Wegbereitern der jungen europäischen Jazzszene und machte sich einen Namen bei unzähligen Auftritten und Tourneen auf der ganzen Welt, von Europa über Russland bis Kanada, Indien, Sri Lanka und Haiti. Nach 15 erfolgreichen Trio-Jahren erfindet Siffling sich nun in seinem Flow Quintett neu und überzeugt dabei mit musikalischer Raffinesse und Eleganz, die seinesgleichen sucht. Eine Mischung aus norwegischen Spähern eines Bugge Wesseltoft, kompatiblen Groove-Elementen à la Medeski Martin Wood und einer reinkarnierten, trompeterischen Tradition eines Miles Davis in dessen besten Jahren. Nachvollziehbare Sounds, die viel zu entdecken bieten und treibende Grooves, die keine Füße still stehen lassen. Gepaart mit wohlklingenden Melodien bietet Flow sowohl Jazz-Kredibilität als auch generelle Massenkompatibilität. Weitere InformationenSa. 20.01. Tickets reservieren

So. 21.01. 20:00 Uhr ‘Blue Notes – Blue Secrets’

ArtSession

mit Petra Bauer-Wolfram und Maruan Sarkas

„Kunst wird erst dann interessant, wenn wir vor etwas stehen, das wir nicht restlos erklären können“ (Christoph Schlingensief). In der Art Session verschmelzen Vernissage und Jam zu einer Session für Augen und Ohren. Für die Fotografin Petra Bauer-Wolfram ist die Wahrnehmung wichtiger als technische Finesse. Ob nah weg oder weit dran. Das Spiel mit Licht, Farben, Formen und Strukturen begeistert sie. Das, was man oft erst auf den zweiten Blick wahrnimmt oder auch gerne übersieht. Mit vermeintlich Gewöhnlichem überraschen, Neugierde wecken, ungeahnte Entdeckungen machen und im besten Fall Kino im Kopf auslösen. ‘Blue Notes – Blue Secrets’. Die Stimmung des Augenblicks. Unschärfen sind durchaus beabsichtigt. Tauchen Sie in die Welt der Bilder ein und begeben sie sich zusammen mit Musik auf eine Reise in die eigene Fantasie. Jazzpianist Maruan Sarkas, der gleichermaßen in der Klassik und im Jazz zu Hause ist, freut sich bei der anschließenden Jam Session ab 21:00 Uhr auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere InformationenSo. 21.01. Tickets reservieren

Mo. 22.01. 21 Uhr Big Band Night

Hard Days Night Bigband

Die Hard Days Night Big Band ist so etwas wie eine Institution in der Münchner Jazzszene. Seit über 25 Jahren swingt und groovt das musikalische Großprojekt auf den Bühnen des Freistaats, wenn es nicht gerade einer Einladung zu einem europäisches Jazz-Festival folgt. Die knapp 20 Vollblutmusiker unter der Leitung von Matthias Preißinger haben bereits mit internationalen Jazz-Größen wie Bobby Shew, Claudio Roditi, Jay Ashby und Matthias Schriefl gespielt. Das Repertoire der Band bietet mitreißenden zeitgenössischen Big Band-Sound, der von modernem Mainstream bis Latin und Funk reicht. Die Sängerin Petra Scheeser wird dem Programm auch dieses Mal Glanzlichter aufsetzen. Weitere InformationenMo. 22.01. Tickets reservieren

Di. 23.01. 21 Uhr

Or Bareket Quartet

Shahar Elnatan (g), Nitai Hershkovits (p), Or Bareket (b), Ziv Ravitz (dr)

Geboren in Jerusalem und aufgewachsen in Buenos Aires und Tel Aviv, ist Or Bareket derzeit einer der gefragtesten und vielseitigsten Bassisten in der New Yorker Jazz-Szene. Sein mannigfaltiges kulturelles Erbe ist in seinem Spiel ganz klar präsent. Sein Ansatz zur Improvisation steht unter dem Einfluss mediterraner, südamerikanischer und nordafrikanischer Folklore, alles interpretiert durch sein tiefes Wissen über und seine Anerkennung für die amerikanische Jazztradition. Seit seinem Umzug nach New York im Jahr 2011 hat Or mit einer großen Anzahl an Künstlern aus der ganzen Welt gespielt, aufgenommen und getourt. Namhafte Kollaborationen schließen Ari Hoenig, Jean-Michel Pilc, Aaron Goldberg, Sam Yahel, Jacques Schwartz-Bart, Camila Meza u.v.m. ein. Sein Debütalbum als Bandleader, ‘OB1’, ist im September beim Label Fresh Sound New Talent Records erschienen. Weitere InformationenDi. 23.01. Tickets reservieren

Mi. 24.01. 21 Uhr

Iiro Rantala Trio

Iiro Rantala (p), Dan Berglund (b), Morten Lund (dr)

Iiro Rantala zuzuhören, ist schlicht „ein Vergnügen“ (Spiegel online). Ob solo, im Duo mit Ulf Wakenius oder im ungewöhnlichen String Trio, der finnische Pianist ist immer für Überraschungen gut. Mit ‘My Working Class Hero’ öffnete er im letzten Jahr „mit Genie, Witz und berührenden Passagen neue Türen zu John Lennons Universum“ (ARD ttt). Mit ‘Lost Heroes’ zollt er 2011 seinen musikalischen Helden von Jean Sibelius und Esbjörn Svensson bis hin zu Luciano Pavarotti mit Eigenkompositionen Tribut, und zwar frei von jeglicher Sentimentalität mit einer großen, ehrlichen Geste der Verehrung. Nun hat das „Naturereignis an den Tasten“ (Jazz thing) ein neues Trio zusammengestellt: Mit dem schwedischen Bassisten Dan Berlund (vormals Part der europäischen Supergruppe EST) und dem dänischen Schlagzeuger Morten Lund spielt Rantala vornehmlich Stücke aus eigener Feder. „Der Fokus des neuen Albums liegt auf den Kompositionen“, so Rantala. Ihr Kern sind „einfache, aber eingängige Melodien, an die man sich erinnert“. Damit entfernt Rantala sich bewusst vom klassischen Pianotrio-Spielkonzept. Direkt und ohne große Schnörkel, vom Groove dominiert. Ehrliche Musik, ohne Maskerade. Wirkung entsteht durch Klarheit und Einfachheit. Der Tüftler Rantala bewegt sich gerne auf unterschiedlichen Terrains mit wechselnden Musikerpersönlichkeiten. Ein Geschenk ist auch Iiro Rantalas einmaliger Sinn für Humor, der immer wieder zwischen den Notenlinien zu Tage tritt. Seine Musik ist durchweg lebensbejahend und zugleich manchmal zwischen „Moll und Traurigkeit“. Sein Spiel sprengt alle Stile, ist ebenso kompromisslos wie unterhaltsam und wird doch stets von einem magischen Dreieck zusammengehalten: grenzenloser Technik, Sinn für Humor und untrüglichem Geschmack. Freuen Sie sich auf einen der souveränsten Pianisten des skandinavischen Jazz, mal energiegeladener Tastenlöwe, mal feinfühliger Romantiker, dann wieder burlesker Spaßvogel. Weitere InformationenMi. 24.01. Tickets im VVK bestellen

Do. 25.01. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Victoria Tolstoy Group

Meet Me At The Movies – Tour 2018

Victoria Tolstoy (voc), Krister Johnsson (g), Matthias Svensson (b), Rasmus Kihlberg (dr)

Wenn man den typisch bitterzarten Schmelz der schwedischen Sängerin Viktoria Tolstoy hört, sich die bildhafte Lebendigkeit ihres Gesangs vor Augen hält, ihre ganz eigene Melodramatik erlebt, mit der sie ihr „Swedish Heart“ und ihre „Russian Soul“ entblößt, dann ist ihr folgendes Geständnis wenig überraschend: „Ich bin ein riesiger Filmfan, schon mein ganzes Leben lang.“ Drei Jahre nach dem intimen Duett ‘A Moment Of Now’ mit dem Pianisten Jacob Karlzon hat sie sich deshalb nun der Filmmusik zugewandt. Ihr neues Album ‘Meet Me At The Movies’ ist ein mitreißender Spaziergang durch die Film- und Filmmusikgeschichte. Ursprünglich plante Tolstoy mit einem Orchester, schließlich entschied sie sich aber für das genaue Gegenteil: Ein feinsinniges Gitarrentrio, mit Mattias Svensson an Kontra- und E-Bass, Rasmus Kihlberg am Schlagzeug sowie Krister Jonsson an den Gitarren, bildet die Basisband des Projekts. Alle drei Musiker sind langjährige, auf Tolstoy eingestellte und eingespielte Vertraute, genau wie ihr bewährter Produzent, Schwedens führender Jazz-Export Nils Landgren. „Mit dieser Besetzung war ich viel freier in der Interpretation dieser ja zumeist sehr bekannten Filmsongs, als ich es mit Orchester gewesen wäre. Sie hat mir meinen eigenen Sound ermöglicht“, befindet Tolstoy. Wie entscheidend das ist, hört man zum Beispiel bei ‘As Time Goes By’. Ein skandinavisch reduzierter Duktus erfasst das abertausendmal gecoverte Stück, Tolstoys Stimme verleiht ihm eine Zerbrechlichkeit, die man so noch nicht gehört hat. „Von einigen Songs hatte ich aber vorher bereits eine klare Vorstellung im Kopf“, so Tolstoy. „’Calling You’ aus ‘Bagdad Café’ etwa wollte ich ganz nackt haben, nur mit Bass am Anfang. Auch für den ‘Love Song for a Vampire’ von Annie Lennox hatte ich von Anfang an diese klickenden Besenklänge, gedoppelt mit halliger Gitarre vor Augen.“ Es ist eine von Leidenschaft geprägte Auswahl von Filmsongs. Jedem einzelnen dieser Songs verleiht Tolstoy einen eigenen Charakter. Es ist ein Gefühlsbad und ein riesiges Vergnügen, sich von ihr musikalisch ins Kino begleiten zu lassen. Weitere InformationenDo. 25.01. Tickets im VVK bestellen

Fr. 26.01. 21 Uhr

Nathan Ott Quartet feat. Dave Liebman

Dave Liebman (sax), Sebastian Gille (sax), Robert Landfermann (b), Nathan Ott (dr)

Die Begegnung mit einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Jazzgeschichte steht bei diesem besonderen Projekt im Mittelpunkt. Nämlich die mit dem US-amerikanischen Saxophonisten Dave Liebman, der als eine der treibenden Kräfte des zeitgenössischen Jazz‘ gilt und zu den zentralen Saxophonisten der Coltrane-beeinflussten Moderne gehört. Seit den frühen 70er Jahren, in denen er weltweites Aufsehen durch seine musikalische Zusammenarbeit mit Miles Davis und Elvin Jones erregte, übt er großen Einfluss auf die Musik der Gegenwart aus, sowohl als Saxophonist, Komponist und Bandleader wie auch als Lehrer und Buchautor. Heute können Sie ihn in der außergewöhnlichen Konstellation im Quartett mit dem jungen Jazzdrummer Nathan Ott erleben. Ott war zuerst klassischer Geiger und begann erst mit 18 Jahren, Schlagzeug zu spielen, nachdem er ein Konzert von Dave Liebmann auf dem Augsburger Jazzsommer erlebt hatte. Inzwischen hat er sich in der Jazzszene auch über Generationsgrenzen hinweg als ein überaus wacher und vitaler Impulsgeber bewährt und spielt mit Musikern aus Deutschland, Griechenland, Spanien und den USA. Seit Herbst 2016 gestaltet Ott auch seine eigene Konzertreihe „The Nathan Ott Dubph0nic“ im Altonaer Jazzclub Hafenbahnhof. In seinem Nathan Ott Quartet feat. Dave Liebman verschmilzt das individuelle Spiel von Liebmans Saxophon, ganz ohne Harmonieinstrument, mit dem eindringlichen Ton von Saxophonist Sebastian Gille, Preisträger des Hamburger Jazzpreises 2015, zu einer unverwechselbaren Textur. Gemeinsam mit dem Kölner Bassisten Robert Landfermann hat das Quartett im April 2015 erstmals Nathan Otts Musik, in einem Konzert im Rahmen des „Mixed Generations“ Projekts der Jazz Federation Hamburg aufgeführt. Die Premiere war ein riesiger Erfolg und führte Anfang März 2016 zu einer Aufnahmesession in den ehemaligen DDR-Rundfunkstudios in Berlin. Diese Session lieferte das Material für Otts Debütalbum ‘The Cloud Divers’, das im Januar 2018 bei UnitRecords erscheint. Weitere InformationenFr. 26.01. Tickets reservieren

Sa. 27.01. 21 Uhr

Aki Takase & Alexander von Schlippenbach

150 Jahre Jazz

Aki Takase (p), Alexander von Schlippenbach (p)

150 Jahre Jazz, man glaubt es kaum. Aber was hier ganz unverschämt behauptet wird, trifft auf das Pianistenpaar Aki Takase und Alexander von Schlippenbach zu. Denn Aki Takase feiert am 26. Januar ihren 70. Geburtstag und repräsentiert somit einen Part der 150 Jahre, welche durch den 80. Geburtstag Alexander von Schlippenbachs rechnerisch und musikalisch vervollkommnet werden. Diese beiden können mit Fug und Recht behaupten, ihre gemeinsamen 150 Jahre intensivst dem Jazz gewidmet zu haben. Deshalb heißt es also heute: Bühne frei für zwei musikalische Tausendsassas, mal ganz anders als bei Diabelli oder Brahms, sondern vierhändig am Piano mit Jazz und Improvisation und 12-Ton-Musik. Im Galopp und wie es den beiden gefällt durch die Musikgeschichte der Avantgarde, die man selbst mitgeschrieben hat. In einer ‘Iron Wedding’ spielen die Zwei Piano für vier Hände wie die vielen mit Handschellen aneinander gefesselten Pärchen der Filmgeschichte. Aufgelockert durch Soli, in denen die beiden zeigen, dass sie jeder für sich eine eigenständige Sprache am Klavier sprechen. Dabei haben sie eine Vorstellung von Kreativität jenseits aller Schubladen von Jazz, improvisierter oder Neuer Musik. Ihre „Improvisationen (Kompositionen) sind stringent und zeigen die beiden Pianisten im vertrauten Umgang miteinander. Das Fordern und Gefordertwerden, die Interaktion werden virtuos ohne billige Effekthascherei ... dargeboten“ (Ernst Mitter, freiStil, Magazin für Musik und Umgebung). „Wer die Musik von Takase und Schlippenbach im Ohr hat, solo oder in kleineren Besetzungen – sie etwa im Duo mit Silke Eberhard, ihn im Trio mit Parker & Lovens oder mit Monk‘s Casino –, besser noch, wer diese Klangwelten live im Sinn hat, den wird hier kaum etwas wirklich überraschen, außer der gemeinsamen Fähigkeit, nicht nachzulassen, was markante Erfindungen und intensive, kluge Interaktionen angeht. (...) Mögen die Partner noch so sperrig und eigen sein, hier verstärken und verbinden sich ihre Persönlichkeiten in inniger Empathie, die immer auch eine Technik ist, ein Know-how“ (Rigobert Dittmann, Bad Alchemy). Weitere InformationenSa. 27.01. Tickets reservieren

So. 28.01. 21 Uhr

Jam Session mit Maruan Sakas (p)

Maruan Sakas wurde 1985 in Erlangen geboren und lebt seit 2004 in München, wo er zunächst Schulmusik und anschließend Jazzklavier studierte. Neben mehreren Bundespreisen bei „Jugend musiziert“ gewann er den 1. Preis für Liedimprovisation beim „Wettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel 2008“ in Weimar sowie den Jazzförderpreis 2010 des Steinway-Hauses München. Er ist Alumno der Deutschen Studienstiftung sowie der Musikerförderung Live Music Now von Yehudi Menuhin. Als gefragter Kammermusikpartner konzertiert er im In- und Ausland, vorwiegend mit dem Saxophonisten und Bassklarinettisten Christian Elin. 2017 erschien das Debütalbum ‘Some kind of blues’. Von 2010 bis 2017 unterrichtete er als Lehrbeauftragter und Dozent an der HMT München. 2017 wurde er an die HfM Dresden als Professor für Schulpraktisches Klavierspiel berufen. Maruan Sakas ist gleichermaßen in der Klassik und im Jazz zu Hause, was sich in seinem breiten Tätigkeitsfeld als Pianist, Pädagoge, Bandleader, Arrangeur und Komponist widerspiegelt. Maruan Sarkas freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere InformationenSo. 28.01. Tickets reservieren

Mo. 29.01. 21 Uhr Big Band Night

Christian Elsässer Jazz Orchestra

„Er lässt immer wieder Luft unter seine musikalischen Flügel, die Musik wird davongetragen, Licht durchflutet seine Kompositionen. Leicht, frei, wild und ungezügelt klingen sie dann.“ (Ulrich Habersetzer, Bayerischer Rundfunk). Für dieses Großprojekt hat der ECHO-prämierte Komponist und Pianist Christian Elsässer eine handverlesene Band zusammengestellt, die sowohl durch ihre herausragenden Solisten wie auch durch ihr ausdrucksstarkes Ensemblespiel glänzt. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schöpft Elsässer den Klangfarbenreichtum des Ensembles komplett aus und entführt die Zuhörer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkömmlichen Big Band-Jazz. Christian Elsässer arbeitete mit internationalen Größen wie Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling, Mike Stern, Vince Mendoza, Klaus Doldinger und John Abercrombie. Zu seinen regelmäßigen Auftraggebern gehören die renommiertesten Klangkörper der Szene wie die Rundfunk Big Bands des WDR und HR, das Metropole Orchestra, das Münchner Rundfunk Orchester sowie die NDR Big Band, mit der er sein neues Album ‘Flying in Circles’ eingespielt hat. 2016 wurde das Christian Elsässer Jazz Orchestra mit dem Bayerischen Kunstförderpreis geehrt. Weitere InformationenMo. 29.01. Tickets reservieren

Di. 30.01. 21 Uhr

Kuhn Fu

Christian Kühn (comp, g), Ziv Taubenfeld (bcl), Esat Ekincioglu (b), Lav Kovac (dr)

Wie ein haariger Fisch mit Beinen, der einen Baum hochklettert. So umschreibt Bandleader Christian Kühn den Sound von Kuhn Fu. „Humor schwärzester Güteklasse, schaurig, witzig, spannend. Programmmusik im besten Wortsinn, zum Grinsen, zum Grübeln, zum Headbangen“, schreibt die Jazzthing und „ein purer Genuss für alle vom Radio- und TV-Musik-Mainstream arg geschundenen Ohren, die den Schalter umgehend von Klang-Einheitsbrei auf Extrem-Dissonanz umlegen können, ohne auf das Eine wie das Andere gänzlich verzichten zu müssen“, meint musikreviews. Seit 2012 tourt die deutsch-englisch-türkisch-israelische Jazz-Gruppe durch Europa und den Nahen Osten und hat dabei über 120 Konzerte in 11 Ländern gespielt. Wie seit Anbeginn ihrer Gründung in Groningen, Niederlande, spielt Kuhn Fu dabei keine Jazz-Standards, sondern überzeugt mit verstörend psychedelischen Arrangements. „Kühns Gitarre schaltet oft und laut in den Overdrive, gedoppelt von Ziv Taubenfelds kreischender Bass Klarinette während die Rhythm Section mit Esat Ekincioglu am Bass und Lav Kovac am Schlagzeug eine paranoide, verrückte Atmosphäre schafft“ (Berliner Zeitung). „Die Hauptattraktion liegt in der Mischung von Genres – Punk, Funk, Klassik, Folk, Metal/Grunge, Marschmusik, gesprochenem Wort (und wahrscheinlich mehr) – und der leichten Präzision, mit der die Gruppe das unaufhörliche Schnellfeuer aushandelt. Veränderungen, von treibenden Power-Riffs zu klagenden Themen, von aggressiven Schreien zu sanftem Flüstern“, beschreibt der New York City Jazz Record die Musik von Kuhn Fu und das englische Jazz Journal kommentiert das neue zweite Studioalbum: „‘Kuhnspiracy’ ist eine unglaublich konzentrierte Arbeit, eine lobenswerte Version des programmatischen Schreibens, die mehrere Musikmischungen verwendet ... ein akustisches Kaleidoskop, das oft mental erschöpfend ist, sich aber im jetzigen Jazzklima ziemlich relevant anfühlt.“ Weitere InformationenDi. 30.01. Tickets reservieren

Mi. 31.01. 21 Uhr BeNeLux Series N° 3

Maxime Bender ‘Universal Sky’

David Binney (sax), Maxime Bender (sax), Manu Codjia (g), Jean-Yves Jung (org), Jérôme Klein (dr)

Das Universum ist unendlich und hat keine Grenzen. Wir leben alle unter demselben Himmel und sind durch viele Dinge verbunden, so auch durch die Musik. Musik bringt die Menschen zusammen, Menschen aus der ganzen Welt, egal welche Sprache sie sprechen. In der Musik kann jeder mit jedem kommunizieren. Das ist die Botschaft des neuen französisch-luxemburgischen Projekts von Maxime Bender, ‘Universal Sky’, mit David Binney am zweiten Saxophon, Manu Codjia auf der Gitarre, Jean-Yves Jung an der Orgel und Jérôme Klein auf dem Schlagzeug. Das Ziel des Projektes ist es, die Grenzen zu überspringen und Emotionen durch Musik auszudrücken. Die vier Mitglieder der Band sind neben diesem Projekt auch als Leader oder Sidemen in mehreren Projekten unterwegs und bringen eine Vielfalt von Erfahrung und Talent auf eine Bühne. Multiinstrumentalist Maxime Bender erhielt unter anderem einen Kompositionspreis im Tremplin Jazz d’Avignon und den Europäischen Jazzpreis in Burghausen. Saxophonist David Binney stand schon mit Legenden wie Aretha Franklin und Maceo Parker auf der Bühne, ist Gründer des Labels Mythology Records und war an der Produktion von David Bowies Blackstar beteiligt. Gitarrist Emmanuel „Manu“ Codjia spielt mit französischen Stars wie Erik Truffaz, Daniel Humair, Henri Texier und Matthieu Donarier. Jazzorganist Jean-Yves Jung wechselte von der Physik zur Musik und spielte schon mit Dee Dee Bridgewater, Sylvain Beuf und Jimmy Woode wie auch dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und Paris Jazz Big Band. Jerôme Klein wechselt zwischen Klassik, Jazz und improvisierter Musik ebenso eloquent hin und her wie zwischen Jazzvibraphon, Klavier und am heutigen Abend dem Schlagzeug. Weitere InformationenMi. 31.01. Tickets reservieren

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