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Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Jan 2010 | März 2010

Programm Februar 2010

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Fr. 12.02. 21 Uhr
ACT: Jazz Night - highlight

Thierry Lang 'Lyoba revisited'

Thierry Lang (p), Matthieu Michel (flh), Heiri Känzig (b), Daniel Pezzotti, Andi Plattner, Daniel Schaerer, Ambrosius Huber (cello)

Hirtenlieder als Jazz-Elegien, lyrisches Klavierspiel, Celli mimen Männerchöre und ein Flügelhorn hat Alphorn-Aura: Leise, elegisch und ungemein anrührend klingt Lyoba, Musik aus der Schweiz, aber keinesfalls nur für Landsleute, sondern ein höchst universeller Jazz-Sound für die ganze Welt. Wo immer der Pianist Thierry Lang, neben George Gruntz erfolgreichster Schweizer Jazzexport, diese Musik live vorstellte, hinterließ er ein begeistertes Publikum. Nachdem er 2008/2009 bereits zwei Lyoba-Alben lokal mit Unterstützung der Migros-Kulturstiftung veröffentlichte, macht ACT mit "Lyoba revisited" sein Erfolgsprojekt jetzt auch international, jenseits der Alpen, hörbar. Nach ausgedehnten Konzertaktivitäten wirft Lang, der bereits für das legendäre Label "Blue Note" aufgenommen hat, einen neuen und sichtlich gereiften Blick auf Lyoba. Mit einer ungewöhnlichen Besetzung verwandelt "der stille Poet, der es liebt, den Klängen nachzuhorchen und den Flügel zu streicheln" (Neue Zürcher Zeitung) Volksmelodien aus dem Kanton Fribourg in feinen kammermusikalischen Jazz von unalltäglicher Klangschönheit. Und außer den bewegenden Melodien der Vorlagen sorgt hier auch die Klasse der Arrangements und der Musiker – nicht zuletzt des Flügelhornisten Matthieu Michel - dafür, dass diese Schönheit eine existentielle Intensität hat. Melodien aus Fribourg in der Westschweiz, wo auch der Greyerzer Käse herkommt, hat Thierry Lang bearbeitet. Diese Musik beschäftigt den Pianisten seit geraumer Zeit, denn er selbst, der klassisches Klavier und Jazz studiert hat, stammt aus diesem Kanton. Dort gab es in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einen Priester namens Joseph Bovet. Der komponierte vor allem vierstimmige Stücke für Männerchöre. Die Melodien des Abbé Bovet (und einige seines Geistesverwandten Pierre Kaelin) sind noch immer ungemein populär – Thierry Lang nennt sie Schweizer Standards: "Die Leute singen diese Melodien mit Hingabe und aus vollem Herzen; für sie sind sie fast wie Gebete." Ein besonderer Kunstgriff bei "Lyoba revisited" ist die Instrumentierung: Sie ist außergewöhnlich und leuchtet doch auf Anhieb ein. Den Jazz-Instrumenten Klavier, Bass und Flügelhorn gesellen sich vier Celli hinzu. Damit will Thierry Lang sich dem Klang der vierstimmigen Männerchor-Kompositionen annähern. "Heimwehmusik" nannte ein Kritiker diese Musik. Es ist eine warmklingende Musik, voller Zauber und Feinheit.

Eintritt € 20,- / Mitglieder € 10,-

Website: http://www.thierrylang.ch/

 

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