Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 Munich - Germany
Club: +49 (0)89 448 27 94

Opening hours Mon. - Sun.: 7.30 p.m. to 1.00 a.m.
Concerts starts at 9 p.m.

Jan 2018 | Mar 2018

Program February 2018

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
Schedule / Month | Todays concert

Thu, February 1 21 Uhr

Hervé Samb

Herve Samb (voc, g), Alpha Dieng (voc), Pathe Jassi (voc, b), Alioune Seck (voc, perc.), Ndiaw Macodou Ndiaye (dr)

Sabar Jazz nennt der in Paris lebende senegalesische Gitarrist Hervé Samb in musikalisches Konzept. Seine „stilistische Mischung verarbeitet die afrikanischen Ursprünge auf stiloffene wie neugierig selbstbewusste Art zu einem eigenen Klangkosmos“. Der „afrikanische Saitengott“ zeigt von einfachen Soli bis zu komplexen Abläufen auf der Gitarre sein Können. „Sein Instrument klang mal nach Ngoni, mal nach Kora, gedämpft gespielt, dynamisch differenziert und bei Bedarf bis in rockige Soundsphären mündend“ (Ralf Dombrowski). Samb ist nicht nur ein gefragter Sideman, der bei über hundert Studioproduktionen mitgewirkt hat. Mit seinem neuen Album ‘Teranga’ hat er sich nun zum vierten Mal auf Solopfade begeben und wird damit weit über die frankophone Jazz Szene hinaus wahrgenommen. Die musikalische Mischung ist eigenwillig, virtuos und zugleich stimmig. Sie bringt westafrikanische und afro-brasilianische Rhythmen zusammen, verknüpft sie stellenweise mit einer Prise Hiphop, dem Charme der Griot Music, radikal bearbeiteten Jazz-Klassikern und Pop-Impressionen. „Der Schönklang des Albums lässt selbst traditionelle Musik aus dem Senegal wie amerikanische Jazzstandards klingen. Perfekt gespielte, afrikanische Easy Listening Music“ (Folker). Auf seiner aktuellen Tour begleitet ihn der senegalesische Vokalist Alpha Dieng, ein würdiger Nachfolger seines Vaters Ndiouga Dieng, Mitbegründer des Orchestra Baobab. Bassist und Vokalist Pathe Jassi, Geheimtipp aus Detroit und musikalischer Weggefährte von Youssou N'Dour und Cheikh Lo, beeindruckt als einer der raren Jazzer, welche Bebop mit polyrhythmischem afrikanischen Sound kombinieren können. Den Groove an Percussion und Drums geben Alioune Seck und Ndiaw Macodou Ndiaye vor. more information

Fri, February 2 21 Uhr CD Release: ‘Cosmic Playground’

Chris Gall Trio

Chris Gall (p), Henning Sieverts (b), Peter Gall (dr)

‘Cosmic Playground’, ein schrankenloser Ort der Fantasie auf einem unerforschten Planeten. Ohne Grenzen und Vorgaben, ein Spiel auf die eine oder andere Art zu spielen. Auf diese Reise nimmt Sie das neue Programm von Chris Galls drittem Trio-Album ‘Cosmic Playground’ mit. Erschienen ist dieses kosmische Klangkaleidoskop beim Independent Label GLM Music, die zwei Vorgängeralben auf Siggi Lochs Label ACT. Begleitet vom Bassisten Henning Sieverts und seinem Bruder Peter an den Drums gelingt Chris Gall eine grandiose Sammlung unterschiedlichster Soundtracks zu wunderbaren Filmen, die im Kopf des Zuhörers entstehen und sich garantiert nicht immer gleichen. Titel wie ‘Arthur Dent Knows’ oder ‘Follow the Milky Way, Then Turn Left’ sind dabei herausgekommen. Musik, die ihren Zauber umso mehr entfaltet, je länger man ihr zuhört. Auch John Lennons ‘Across the Universe’ schwebt auf seinem Weg ins Sternenbild Ursa Minor mit. Nach seinem impressionistisch anmutenden Solo CD-Debut ‘Piano Solo’ und knapp 250 Konzerten als Gastpianist mit der Weltmusik-Formation Quadro Nuevo, bereichert Chris Gall, der am renommierten Berklee College of Music in Boston sein Jazzstudium abschloss, nun wieder das akustische Klavier-Trio. „Chris Gall's Trio debut provides evidence that jazz is alive and kicking in Germany“, schrieb Tom Barlow 2008 im größten britischen Jazzmagazin Jazzwise. Dem wird Chris Gall auch heute noch gerecht: hymnische Hook-Lines, kraftvolle Basslinien und rasante Drum-Grooves. Wunderbar frischer Jazz, befreit vom kommerziellen Korsett, offen, verspielt und grenzenlos. more information

Sat, February 3 21 Uhr

Naïssam Jalal & Rhythms of Resistance

Naïssam Jalal (fl, nay, comp), Mehdi Chaïb (ts, ss, perc), Karsten Hochapfel (g, cello), Zacharie Abraham (b), Arnaud Dolmen (dr, perc)

Naïssam Jalal „takes the audience masterfully in the waves of the emotions she's crossing: sadness, courage, violence. Moving!“, so das Jazz Mag über die in Paris als Tochter syrischer Eltern geborene Flötistin Naïssam Jalal. Mit ihrem Quintett Rhythms of Resistance verschmilzt sie „Jazz und klassische arabische Tradition zu feingesponnener, immer wieder auch in treibenden Rhythmen durchstartender Kammermusik“ (ORF). Bereits mit sechs Jahren beginnt sie am Konservatorium Querflöte zu spielen, mit Siebzehn bekommt sie ihr Zertifikat und entdeckt die Improvisation. Auf der Suche nach ihren Wurzeln geht sie mit Neunzehn nach Syrien, um an der Musikhochschule in Damaskus zu studieren. Auch nach Kairo reist sie, um beim Meistergeiger Abdu Dagher zu studieren. Mit dem Grammy-geehrten ägyptischen Fusionmusiker spielt sie in renommierten Theatern und mit den Gruppen El Dor El Awal und Bakash. Naïssam Jalal entwickelt so einen einzigartigen Stil zwischen Ost und West. Zurück in Frankreich reüssiert sie ab 2006 in Projekten mit der libanesischen Rapperin Rayess Bek und dem ägyptischen Oud-Spieler Hazem Shahine. 2009 veröffentlicht sie das Album ‘Aux Résistances’ mit dem Duo Noun Na und tourt durch Frankreich, Japan, Syrien und Tunesien. Sie macht Aufnahmen mit Musikern wie Cheikh Tidiane Seck, Tony Allen, Hamid Drake, Napoleon Maddox, Hervé Samb und der palästinensischen Band Katibeh 5, und komponiert den Soundtrack für zwei Kinofilme. Seit 2011 ist die „Lady Flute on the Groove“ (Rémy Kolpa Kopoul) mit ihrem eigenen kosmopolitischen Quintett auf Tour und veröffentlicht die Alben ‘Osloob Hayati’ und ‘Almot Wala Alamazala’. Freuen Sie sich auf „Rhythmen des Widerstands“ (ORF), die unter die Haut gehen! more information

Sun, February 4 21 Uhr

Jam Session mit Nils Kugelmann (b)

Der 21-jährige Bassist und Komponist Nils Kugelmann ist ein musikalischer Grenzgänger, der sich schon in frühen Jahren ausgiebig mit Klassik, Theatermusik, Elektronik und nicht zuletzt mit seiner nun manifestierten Leidenschaft, dem Jazz, beschäftigt hat. Zu seinen Kompositionen zählen bereits zahlreiche klassische Werke für Sinfonie- und Kammerorchester, sowie zwei Musicals und eine Vertonung von ‘Die kleine Meerjungfrau’. Kugelmanns Werke wurden unter anderem im Münchner Künstlerhaus und im Herkulessaal der Residenz aufgeführt und von ihm dirigiert. Zudem spielt er mit seinem Elektroprojekt ‘Deebex’ regelmäßig in den Münchner Clubs. Nils „bewegt sich mühelos zwischen neuer klassischer Musik, Jazz und elektronischer Tanzmusik“ (SZ) und vereinigt seine musikalischen Interessen und Energien in seiner Tätigkeit als Jazzbassist und Komponist, als welcher er sich, während seines Jazzstudiums bei Henning Sieverts, in der Münchner Szene etabliert hat. Nils Kugelmann freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, February 5 21 Uhr Big Band Night

Alessandro de Santis Big Band

Giacomo Di Benedetto (voc), Gabriel Keogh, Fabian Bögelsack, Philipp Staudt, Max Rammler (tps), Mark Pusker, Philipp Pfefferkorn, Alessandro De Santis, Wolfgang Opitz, Matt Noak (saxes), Christian Landsiedel, Steve Crane, Markus Krämer, Thomas zur Lage (tbs), Cedric Bonnet, Markus Wagner, John Brunton, Tommy Froschmaier (rhythm section)

Der in Rom geborene Saxophonist Alessandro de Santis lebt seit 1987 in München und bereichert mit seinen unterschiedlichen musikalischen Ideen und Projekten die Münchner Jazzszene. In der Unterfahrt ist er mit seiner Big Band zu hören, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Count Basie Orchestra Sound der 50er-Jahre wieder aufleben zu lassen. Als Special Guest on Stage begleitet ihn heute der aus Florenz stammende Sänger Giacomo di Benedetto mit seiner außergewöhnlichen Stimme. Eine verdiente Swingpause vor dem Faschingsendspurt. We fly you to the moon of Basie & Sinatra. more information

Tue, February 6 21 Uhr

ADHD

Óskar Guðjónsson (sax), Ómar Guðjónsson (g, b), Davíd Thór Jónsson (p, hammond, synth, b), Magnús Trygvason Eliassen (dr, perc)

Aus Island reist heute ADHD an, eine vierköpfige Formation, die ihre Wurzeln im Jazz hat, in deren Musik aber vor allem Improvisation und das spontane Reagieren auf den Augenblick wesentliche Komponenten sind. Musiker von einer Insel, auf der nur 300.000 Menschen leben, müssen vielseitig aufgestellt sein. Auch verursacht eine an der Gesamtbevölkerung gemessene extrem hohe Musikerdichte auf kurz oder lang Reibung. Insofern leugnen ADHD überhaupt nichts, sondern öffnen alle Türen, lassen alles zu, was sie auch in anderen Kontexten musikalisch umtreibt. Ihre Suche nach einem gemeinsamen Punkt in der Konzentration der Weite macht die vier Wikinger zu einer unverwechselbaren Einheit. Obgleich die instrumentalen Zuständigkeiten zwischen den Mitgliedern klar verteilt sind, geht es doch immer um den kollektiven Sound, der wiederum so kompakt ist, dass sich das Kollektive in einem unteilbaren Ganzen auflöst. ADHD sind eine Band, in der sich vier Extremisten ausleben können, aber komplett ohne rituelle Muskelspielereien auskommen. Der Bandname ADHD = Attention Deficit Hyperactivity Disorder mag angesichts der geradezu hypnotischen Wirkung der musikalischen Verläufe innerhalb der Formation ein wenig verwirrend sein, aber Saxofonist Guðjónsson räumt eine therapeutische Wirkung auf die Gruppe selbst ein. Wie bei einem Vulkan konzentriert sich die Energie zunächst nach innen, um daraufhin mit umso mehr Wucht und Nachdruck nach außen zu dringen. Die bisherigen fünf Alben waren Sinnbilder für die unendlichen Weiten des hohen Nordens, dessen freie Sichtachsen höchstens von Vulkanen unterbrochen werden. Auf ihrem neuen Album ‘6’ fokussieren ADHD sich noch viel überzeugender als bisher auf ihre eruptive Liveenergie. Mit jedem Album steigerten sie die radikale Bewusstheit, mit der sie ihre ebenso monolithische wie holistische Musik spielen. Auf ‘6’ lassen sie vollends alle Regeln und Rücksichten hinter sich und gelangen an einen Punkt, an dem es nur noch um ein unmittelbares Ausleben ihrer selbst im Klang geht. Jeder für sich und alle gemeinsam. Das Drehbuch für ‘6’ ist ihnen direkt vom Leben in die Instrumente geschrieben worden. more information

Wed, February 7 21 Uhr A Tribute to Violetta Parra

Sofia Rei ‘El Gavilán’

Sofia Rei (voc, loops, charango, caja vidalera), Misha Marks (acoustic and electric guitars)

Mühelos verschmelzt die singende Multiinstrumentalistin Sofia Rei Elemente aus Jazz, Latin, Electronic, und World Music zu zeitunabhängiger Musik. Die New Yorker Songwriterin mit griechisch-argentinischen Wurzeln fusioniert traditionelle Instrumente mit Loops und Samples, verändert behutsam Rhythmen und Melodien, transportiert die Poesie von alten Texten durch eigene Verse ins Heute. Das brachte sie schon zusammen mit John Zorn, Maria Schneider, Bobby McFerrin, den Klezmatics, Myra Melford, Pedrito Martinez, Lionel Loueke, Guillermo Klein und Geoffrey Keezer. Mit Letzterem wurde sie 2009 für einen Grammy für das beste Latin Jazz Album nominiert. Bereits ihr Debütalbum ‘Ojalá’ listete die Jazz Journalists Association unter die Top-Ten-Alben des Jahres 2006. Ihr drittes Album ‘De Tierra Y Oro’ wurde 2013 mit zwei Music Awards in der Kategorie „World Beat“ für das beste Album und den besten Song ausgezeichnet. Mit ihrem aktuellen Album ‘El Gavilán’ feiert sie den 100. Geburtstag und die Fantasie und Kühnheit der chilenischen Sängerin, Songwriterin, Folkloristin, Sozialaktivistin, Dichterin und bildenden Künstlerin Violeta Parra. Sofia Rei überschreitet die Grenzen des klassischen Folk-Voice-and-Guitar-Formats mit elektronischen Klängen und Instrumenten wie der Caja Vidalera, einer Handtrommel aus dem Nordwesten Argentiniens, und einer kleinen fünfsaitigen Doppelgitarre aus der Andenregion Südamerikas. Reis Duopartner Misha Marks aus Neuseeland, beziehungsweise heute Mexico City, bewegt sich in verschiedenen Szenen und Projekten mit Carlos Marks, Generación Espontánea und Lucía Pulido und überbrückt in seinem multiinstrumentalen Spiel die Grenzen zwischen traditionellen Musikformen, Free Jazz und experimenteller improvisierter Musik. more information

Thu, February 8 21 Uhr

Dave Douglas Quintet

Dave Douglas (tp), Jon Irabagon (ts,ss), Matt Mitchell (p), Linda May Han Oh (b), Rudy Royston (dr)

Freigeistig und zugleich konzeptionell verkörpert der aus der Downtownszene der 80er hervorgegangene New Yorker Dave Douglas die Kraft der Kunst als Antwort auf Tragödien. In der Musik des Grammy-nominierten Jazztrompeters und Komponisten „spiegelt sich eine unverschämte Auseinandersetzung mit der Welt, inspiriert von Literatur, Politik, Tanz und Film und den Traditionen des Jazz und der Neuen Musik“ (Nate Chinen, New York Times). Zugleich atmet seine Kunst höchst persönliche Erfahrungen und die Einflüsse von Jazzlegenden wie Wayne Shorter und Charlie Haden. Mit dem Debütalbum ‘Be Still’ seines Quintetts ehrte er 2012 seine verstorbene Mutter Emily. Nach insgesamt über vierzig Recordings als Leader gelangt er mit seinem jüngsten im eigenen Label Greenleaf veröffentlichten Album ‘Brazen Heart’ zu einem neuen kreativen Höhepunkt und beschwört erneut die Macht der Liebe angesichts von Tragödien, ob persönlich oder global: „It takes a lot of bravery to go through these things, and that’s the passion that we put into our art.“ In den Kompositionen verbinden sich musikalische Präzision und improvisative Tiefe. Im Zusammenspiel mit dem Tenorsaxophonisten Jon Irabagon, dem Pianisten Matt Mitchell, der Bassistin Linda Oh und dem Schlagzeuger Rudy Royston entsteht ein polyphoner und durchkomponierter Sound in einem subtilen Wechsel von melodischen Vorder- und Hintergrundrollen. „We want to find something that’s in between soloing and trading and playing together“, so der Bandleader. „Dave Douglas is the unassuming king of independent jazz, a model of do-it-yourself moxie, initiative and artistic freedom“ (Frank Alkyer, Publisher, DownBeat). more information

Fri, February 9 21 Uhr Jazz UK

Alan Benzie Trio

Alan Benzie (p), Andrew Robb (b), Marton Juhasz (dr)

Mit seinem Mix aus fließenden Lyrics, spontaner Kreativität und explosiver Energie ist Alan Benzie eines der aufregendsten Jazztalente Großbritanniens. Seinen musikalischen Weg beginnt der Pianist und Komponist mit 8 Jahren an der klassischen Geige. Als Teenager entdeckt er das Jazzpiano, inspiriert von Begegnungen mit dem schwedischen Trio EST. Mit 17 Jahren wird er BBC Scotland Young Jazz Musician und Stipendiat des Bostoner Berklee College of Music. Heute mit 27 Jahren ist er als erster Brite Preisträger des Billboard Award des Berklee College of Music und stellt sich damit in eine Reihe mit früheren Preisträgern wie der japanischen Pianistin Uehara Hiromi und den Saxophonisten Jaleel Shaw und Walter Smith III. Das Alan Benzie Trio gründet er 2013, zusammen mit dem Bassisten Andrew Robb und dem Drummer Marton Juhasz. Andrew Robb ist BBC Scottish Young Jazz Musician 2009 und Preisträger der BassEurope Jazz Competition 2016 und spielt mit Benzie seit dessen 13. Lebensjahr zusammen. Marton Juhasz war Benzies Komillitone am Berklee College of Music und ist Drummer of the Year der JazzMa Leserumfrage 2014 und 2015 und Preisträger des Foundation for Hungarian Percussion Culture Award. Mit ihrem 2015 erschienenen Debütalbum ‘Traveller's Tales‘ begeisterten die Drei Kritiker und Publikum unter anderem auch beim London International Jazz Festival und dem United Europe Jazz Festival. Die Musik des Trios ist sowohl im europäischen wie auch im amerikanischen Jazz verwurzelt. Die Kompositionen sind geprägt von Einflüssen aus impressionistischer Klaviermusik, schottischer und japanischer Volks- und Filmmusik. Inspiriert ist die Musik von heimischen schottischen Weisen wie auch von realen Reisen und Benzies Liebe zur japanischen Animation. Die enge Freundschaft der Triopartner verleiht der Musik obendrein ein ganz besonderes Etwas. „Tasteful and well-judged, this trio makes a terrific team ... [Benzie] has created a set of memorable tunes and his playing, plus that of his colleagues, is exemplary throughout. There is a radiance and beauty about this music and ‘Traveller’s Tales’ deserves to bring Benzie to the attention of the wider jazz public“ (The Jazz Mann). more information

Sat, February 10 21 Uhr

David Krakauer & Kathleen Tagg

‘Breath and Hammer’

David Krakauer (cl), Kathleen Tagg (p)

Der Grammy-nominierte New Yorker Klarinettist David Krakauer und die südafrikanische Starpianistin Kathleen Tagg stellen heute ihr neuestes genreübergreifendes Duoprojekt ‘Breath & Hammer’ vor. David Krakauer gilt als einer der größten Klarinettisten der Welt und zugleich wichtigsten Erneuerer im modernen Klezmer. Kathleen Tagg hat schon auf vier Kontinenten gespielt, komponiert und produziert, unter anderem in der Carnegie Hall und New Yorks Lincoln Center, und sich an einer Vielzahl von Klassik-, Weltmusik- und Multigenre-Aufnahmen und interdisziplinären Programmen von Südafrika bis Los Angeles beteiligt. Mehr noch als in ihrem vorigen Recitalprogramm ‘Beyond Crossover’ konzentrieren Krakauer und Tagg sich mit ihrem neuen Programm auf ihre einzigartigen Sounds. Beide bemühen sich ständig darum, die Klänge und Rollen ihrer Instrumente neu zu definieren und weit über die Grenzen des traditionellen Klarinetten- und Klavierkonzerts hinauszugehen. Mittels improvisativer Spieltechniken erweitern sie die Bandbreite klanglicher Möglichkeiten ihrer Instrumente. Krakauer etwa experimentiert mit circulären Atemtechniken an der Klarinette, und Tagg spielt ihr Klavier schonmal wie Harfe, Zither, Cello oder Trommel. In ihr Programm von Eigen- und Fremdkompositionen von Kinan Azmeh bis Claude Debussy, Roberto Rodriguez und John Zorn integrieren sie Loops und Samples und verschmelzen damit Einflüsse von Jazz und Klassik und Klezmer, Elektronik und Weltmusik. Diese vielfältigen und scheinbar disparaten musikalischen Einflüsse vermischen sich zu etwas völlig Neuem, einer hybriden Kunstform, die die Kulturen der Vergangenheit und Zukunft verbindet. „The Tagg-Krakauer duo took the room by storm as they presented one of the most remarkable concerts I have ever attended anywhere in the world. (…) Far more than ‚a multicultural journey‘; it entered into the heart of humankind exploring connective artistic tissues while teasing out and celebrating the differences ...This was music-making at its best: joyful abandonment without a trace of inhibition“ (Jeffrey Brukman, CUE Magazine). more information

Sun, February 11 21 Uhr

Dayna Stephens ‘Gratitude’

Dayna Stephens (sax), Aaron Parks (p), Joe Sanders (b), Gregory Hutchinson (dr)

Dayna Stephens Musik zu hören, bedeutet, sich in jedes Instrument zu verlieben, mit dem der kraftvolle Solist seine Ideen kanalisiert, sei es das Tenor-, Sopran- oder Baritonsaxophon, der Kontrabass oder das elektronische Blasinstrument EWI. Rhythmische Dialoge begeistern den in Brooklyn geborenen Multiinstrumentalisten. In Improvisationen, Interpretationen und Kompositionen sucht der Absolvent des Thelonious Monk Institute of Jazz immer auch die Authentizität des Moments. Um damit traditionelle Konzepte der Harmonie herauszufordern, Phrasierungen zu forcieren und scheinbar unbeabsichtigte Melodien zu komponieren. Als Bandleader oder Sideman spielte er schon mit Jazzgrößen wie Kenny Barron, Al Foster und Idris Mohammed, Taylor Eigsti und Roy Hargrove. Mit seinem jüngsten Album ‘Gratitude’ (‘Dankbarkeit’) feierte er die Genesung von einer schweren Nierenkrankheit und den Launch seines eigenen Labels Contagious Music. Mit seiner neu gegründeten Dayna Stephens Group kreiert er zusammen mit Pianist Aaron Parks, Bassist Joe Sanders und Drummer Greg Hutchinson akustische und elektronische Texturen. In den Kompositionen von Parks und ihm selbst erleben Zuhörer eine einzigartige Erfahrung von Schönheit, Groove und Intensität jenseits von Genregrenzen. more information

Mon, February 12 - Tue, February 13 21 Uhr

Groove Hospital

Dr. Walter Ruckdeschel, Dr. Sabine Weber, Dr. Hannes Muxfeldt, Dr. Andreas Bechtold, Dr. Julia Kellner (sax), Dr. Stephanie Ott, Christian Eberhard, PD Martin Lehmann, Dr. Olaf Neumann, Dr. Tina Kilian (tp), Dr. Norbert Salih, Christian ‘Dr. Jazz’ Landsiedel, Dr. Dan Bauernfeind, Dr. Christoph Schadt (tb), Dr. Kai Breuling (g), Max Greger jun. jun. (g), Dr. Burkard Jochim (p), Michael Maier (b), Dr. Florian Imhoff (dr), Dr. Mark Malota (cond)

Leiden Sie womöglich an Rhythmusstörungen, Gehörverduselung oder gar einem Terzinfarkt? Da hilft das Konzert der Münchner Ärzte-Big-Band Groove Hospital. Statt in Notaufnahme oder OP Dienst zu schieben, rezeptieren Internisten, Chirurgen, Zahnärzte, Orthopäden und Psychologen mit skalpell-scharfem Sound besten Big Band-Jazz von Klassikern des Swing bis zu zeitgenössischen Kompositionen, und auch die ein oder andere unerwartete Nummer wird aus dem Situs gezogen. Es braucht eben nicht immer gleich ein Stethoskop, um Herzschlag von Off-Beat zu unterscheiden. more information

Wed, February 14 21 Uhr

Walter Smith III

CD-Release 'Twio'

Walter Smith III (ts), Logan Richardson (as), Michael Janisch (b), Gregory Hutchinson (dr)

„There are countless musicians who perform but few, that can make their instruments breathe as melodically as saxophonist Walter Smith III” (All about Jazz). Mit sieben Jahren nahm der gebürtige Texaner, der heute in Los Angeles lebt, sein erstes Saxophon zwischen die Lippen, einunddreißig Jahre später veröffentlicht er im Februar 2018 sein fünftes Album ‘Twio’, mit seinem langjährigen Trio mit Harish Raghavan und Eric Harland und den Gastmusikern Christian McBride und Joshua Redman. Mit seinem immer frischen Saxophonsound und seinen hypnotischen Originalkomposistionen begeisterte Smith schon auf der ganzen Welt. Er spielte mit Dee Dee Bridgewater, Billy Childs, Herbie Hancock, Joe Lovano und Mulgrew Miller sowie mit Roy Haynes Fountain of Youth Band, Eric Harlands Voyager und Jason Morans My Mind: Monk at Town Hall. 2007 war er Sideman zweier Grammy-nominierter Alben, Christian Scotts ‘Rewind That’ und Michael Bubles ‘Caught in the Act’, shortlistet für das Best Contemporary Jazz Album beziehungsweise für die Traditional Pop Category. Sein musikalisches Wissen gibt er als Associate Professor für Jazz Studies an der Indiana University weiter an die nächste Generation junger Jazzkünstler. more information

Thu, February 15 21 Uhr

Miguel Zenon Tipico

Miguel Zenon (as), Luis Perdomo (p), Hans Glawischnig (b), Henry Cole (dr)

„This young musician and composer is at once reestablishing the artistic, cultural, and social tradition of jazz while creating an entirely new jazz language for the 21st century“ (MacArthur Foundation). Der mehrfach Grammy-nominierte Puerto-Ricaner Miguel Zenon aus New York gilt als einer der bahnbrechendsten und einflussreichsten Saxophonisten seiner Generation. Meisterhaft navigiert er zwischen den oft widersprüchlichen Polen von Innovation und Tradition, von lateinamerikanischer Folkloremusik und Jazz – und hat eine einzigartige Stimme als Komponist und Konzeptualist entwickelt. Als Sideman trat er in Dialog mit Größen wie The SFJAZZ Collective, Kenny Werner, Danilo Perez, The Village Vanguard Orchestra, Guillermo Klein & Los Guachos, The Jeff Ballard Trio, David Gilmore, Jerry Gonzalez & The Fort Apache Band, The Mingus Big Band und Steve Coleman. Als Leader seines Quartetts reüssierte er als 24-Jähriger mit seinem Debütalbum ‘Looking Forward’, welches die New York Times als Nummer eins „alternative“ Jazz Recording klassifizierte. Die JazzTimes Critics Poll ernennt ihn 2014 zum Jazz Artist of the Year, die Jazz Journalist Association 2015 zum Alto Saxophonist of the Year. Der Komponist ist auch Fellow der John Simon Guggenheim Foundation und „Genius Grant“ der MacArthur Foundation und beeinflusst als Professor an Schulen wie dem New England Conservatory of Music die zukünftige Musikergeneration. Mit seinem jüngsten Album ‘Típico’ feiert er zusammen mit dem venezolanischen Pianisten Luis Perdomo, dem österreichischen Bassisten Hans Glawischnig und dem puerto-ricanischen Schlagzeuger Henry Cole fünfzehn Jahre Bandgeschichte. Im heutigen Konzert gipfelt die einzigartige Chemie der Band in einer hervorragenden kollektiven Musikalität. more information

Fri, February 16 21 Uhr

The Killing Popes

Frank Möbus (g), Kit Downes (keys), Dan Nichols (keys), Phil Donkin (b), Oli Steidle (dr)

Mit den Killing Popes kommt heute ein „Avantgarde-Jazz-Hardcore-Hybrid“ (Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft) in die Unterfahrt. Gegründet von einem „der innovativsten jungen Jazzer“, Oliver Steidle. Obwohl er sich musikalisch vor allem zwischen frei improvisiertem Jazz und Neuer Musik bewegt, geht es dem „Drummer, der mit Feingefühl und Ökonomie alle Fäden in der Hand hält“ stets um die Klarheit der Klänge. Noch die komplexesten Rhythmen werden bei ihm verständlich, einfache Musik mit einer starken Aussage ist sein erklärtes Ziel. Wie wenigen gelingt es ihm, das richtige Verhältnis von Sound und Energie zu finden. Der Neue deutsche Jazzpreis-Gewinner von 2008 und 2010 aus der aktuellen Berliner Avantgarde ist bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Der Rote Bereich, Peter Brötzmann, Philm, SoKo Steidle und Klima Kalima wie auch Louis Sclavis, Aki Takase, Alexander von Schlippenbach, Trevor Dunn und Andrea Parkins. Die Killing Popes sind sein Versuchsfeld für die Entwicklung neuer rhythmischer Ideen und die Möglichkeit, Musikstile miteinander zu verweben, die ihn in seiner Jugend geprägt haben: HipHop, Punk, Grindcore. Musikstile, die zudem einen stark gesellschaftskritischen Charakter besitzen, wie der Jazz in seinen besten Jahren. Mitbegründer der Band war Bassist Petter Eldh, heute lässt aber Phil Donkin den Bass wummern. An der Gitarre brilliert Frank Möbus, sonst Leader des Projekts Der Rote Bereich. Kit Downes ist BBC Jazz Award Rising Star an den Tasten und Leader des Trios Troyka und The Enemy. Und Keyboarder Dan Nicholls macht sich frei von aktuellen Aufnahmen mit The Stobes. „The Killing Popes are an outstanding example about what is Jazz today” (Nic Jones, All about Jazz, New York). more information

Sat, February 17 21 Uhr ACT: Jazz Night

Diego Pinera

Julian Wasserfuhr (tp, flh), Tino Derado (p), Josh Ginsburg (b), Diego Pinera (dr)

In der heutigen ACT Night stellt der 2017 mit dem ECHO Jazz als bester Schlagzeuger prämierte Diego Pinera sein Album ‘Despertando’ vor. Das „Erwachen“ einer Sehnsucht inspirierte ihn zur Aufnahme dieses Albums. Nach über 17 Jahren, seit er seine Heimat Uruguay verlassen hat, kehrt er zurück zu jenen Einflüssen, die ihn zu dem Musiker von heute gemacht haben. Er schwelgt aber nicht bloß in nostalgischen Heimaterinnerungen, vielmehr erfindet der Uruguayer seinen Sehnsuchtsort neu. Mit ‘Despertando’ hat der 1981 in Montevideo geborene Pinera ein komplementäres Gegengewicht zu seinem hochgelobten Vorgängeralbum ‘My Picture’ geschaffen. Lag der Fokus zuvor auf dem Moment der Improvisation und einer freien, avantgardistischen Spielhaltung, konzentriert er sich nun stärker auf die rhythmischen Facetten seiner lateinamerikanischen musikalischen Wurzeln. „Ich wollte herausfinden, wie diese ‚alten‘ Songs klingen, wenn ich sie als der Diego von heute spiele.“ Im Titelstück etwa verbindet er instrumental-technische Virtuosität mit einem großen Feingefühl für in sich ruhende Balladen. Das Flair einer Jazzballade á la Miles Davis trifft auf ein argentinisch gefärbtes Akkordeon und das folkloristisch anmutende Schlagzeug. Wie Diego Pinera stehen auch seine Mitmusiker in einem künstlerischen Spannungsfeld verschiedener Musikeinflüsse. Der gebürtige Münchner Pianist Tino Derado ist ein gefragtes Mitglied der internationalen Jazz- und Latin-Szene. Der US-amerikanische Bassist Josh Ginsburg errang mit seinem eigenen Quartett 2012 den Titel „Album of the Year“ des New York City Jazz Record für ‘Zembla Variations’. Der Modern Jazz-Trompeter Julian Wasserfuhr erspielte sich mit dem Julian & Roman Wasserfuhr Quartet 2013 den German Jazz Award. Die spezielle Chemie unter den Musikern und ihr außerordentliches Können verleihen der Musik eine besondere Frische und Leichtigkeit, in der musikalische Komplexität und Virtuosität subtil bleiben. Latin-Jazz in eigenständiger, tiefgründiger Gestalt, fernab von Folklore, Fassade und Klischee. more information

Sun, February 18 21 Uhr

Jam Session mit Nils Kugelmann (b) und Zhitong Xu (dr)

Nils Kugelmann, 1996 in München geboren, und Zhitong Xu, Jahrgang 1994 aus Harbin, China, lernten sich während ihres Studiums an der Münchner Musikhochschule kennen und schätzen. Xu kam als 17-Jähriger nach Deutschland, um Jazz zu studieren und hat sich inzwischen zu einem gefragten Schlagzeuger des Modern Jazz der Münchner Szene entwickelt. Wofür er unter anderem mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis 2017 ausgezeichnet wurde. Kugelmann „bewegt sich mühelos zwischen neuer klassischer Musik, Jazz und elektronischer Tanzmusik“ (SZ) und verbindet seine musikalischen Interessen und Energien als Jazzbassist und Komponist. Zusammen bilden die beiden Musiker eine eingespielte Einheit und sind fester Bestandteil einiger aufstrebender Münchner Bands, wie Elders Universe. Nils Kugelmann und Zhitong Xu verbindet ihre Leidenschaft für feinfühliges, sich entwickelndes und vor allem energetisches Spiel. Bei der heutigen Session freuen sie sich gemeinsam auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, February 19 21 Uhr Big Band Night

Munich Lounge Lizards

Wo andere Big Bands sich eine einzige Sängerin leisten, trumpfen die Munich Lounge Lizards heute in der Unterfahrt gleich mit zwei großartigen Vokalistinnen auf: Neben Miriam Arens, der Stamm-Ohrenweide der Band, wird sich Enji Arkhem aus Ulan Bator in die Gehörgänge des geneigten Publikums hineinschmeicheln. Wie immer stehen bei der „hardest working Big Band in Town“ unter der Leitung von Bari-Sax-Großmeister Michael Lutzeier vorwiegend Swing-Klassiker von Count Basie, Bill Holman, Thad Jones und Co. auf dem Programm. Sie laden, zusammen mit ein paar brandneuen musikalischen Schmankerln, zum Mitschnippen und Fußwippen und zum Tanzen zwischen den Stühlen ein. more information

Tue, February 20 21 Uhr

Holler My Dear

Laura Winkler (voc,keys), Stephen Molchanski (tp, key, voc), Fabian Koppri (mandoline, g, voc), Valentin Butt (acc), Lucas Dietrich (b), Elena Shams (dr)

Wenn die Welt schwer auf den Schultern liegt, müssen die Beine umso leichtfüßiger zum Beat wippen. Mit ‘Steady As She Goes’ kommt von den Berlinern Holler My Dear ein Disco-Folk-Album um die Ecke, das den tristen Status Quo in federnde Tunes verwebt und verwandelt. Mit Hi-Hats und Trompeten und Akkordeon tanzen die vielseitigen Sechs gleichzeitig zart auf der Filterbubble und sind dabei doch entschieden politisch, spielen akustisch und trotzdem Disco. So hält der Albumtitel zwar „das Schiff auf Kurs“, erzählt aber eben nicht von geradliniger Stabilität, sondern von hohem Wellengang und einer Beständigkeit, die man erst im Schwanken findet. Die Welt dreht sich weiter, „the beat goes on“, die Reise wird fortgesetzt: Laura Winklers seidig-athletischer Gesang schwebt zwischen Eskapismus und Eskalation, malt mit Lauten, lässt Lautes sanft klingen und „four auch mal on the floor“ sein. Am Ende ist kein Kampfesruf kraftvoller als eine tanzbare Pointe von in den Sonnenuntergang rollenden Grooves und funky Gitarren: „You sow the seeds of discord? We sow the seeds of disco.“ more information

Wed, February 21 21 Uhr

Acher-Enders Projekt ‘Brookland’

Micha Acher (sousaphon), Johannes Enders (ts), Günther ‘Baby’ Sommer (dr,perc)

Irgendwie haben sich die Wege der beiden immer wieder gekreuzt, seit zwei Weilheimer Buben zusammen in der Bigband der heimischen Musikschule spielten, um die Möglichkeiten ihrer Instrumente auszuloten. Waren sie doch damals schon fest entschlossen, Musik zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen. Auf der einen Seite Trompeter Micha Acher, die eine Hälfte von The Notwist, und auf der anderen, vom Jazz und Saxophon besessen, Johannes Enders. 1984 trennten sich ihre Wege vorerst. Enders zog aus, um Jazz in Graz und New York zu studieren. Acher, um sich zusammen mit seinem Bruder Markus und deren damals noch unbekannten Punkband die Nächte in bayrischen Jugendzentren um die Ohren zu schlagen. 1992, die Acher-Brüder waren mit The Notwist längst Stars der Indie Rock-/Elektro-Szene, begegnete man sich zufällig wieder und beschloss beim genreübergreifendem Elektro Free Jazz-Nebenprojekt Tied & Tickled Trio zusammenzuarbeiten. In den darauffolgenden Jahren entstanden etliche Alben und das Trio spielte in wechselnden Besetzungen von insgesamt um die zehn Musikern auf vielen Festivals Europas. Was 2011 in einem Recording mit der US-amerikanischen Schlagzeuglegende Billy Hart gipfelte. Auch nach dem Ende dieses Projektes konnten die beiden nicht lange voneinander lassen. Micha Acher, der in der Zwischenzeit durch mehrere Reisen nach New Orleans ein starkes Faible für die dortige Musik und das Sousaphone entwickelt hatte, und Johannes Enders, inzwischen Professor für Saxophon an der Jazzfakultät der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und Verehrer der Musik von Gil Evans, entschieden sich, diese Aspekte in einem neuen Projekt zusammenfließen zu lassen, der ‘Brookland Suite’, aufgenommen im eigenen Studio Enders Room, supportet vom in New Orleans lebenden Baritonsaxophonisten Dan Oestereicher und dem Washingtoner Schlagzeuger Howard Curtis, heute würdig vertreten vom Egolaut-Saxophonisten Antonio Lucaciu und dem fast schon legendären Free-Jazz-Percussionisten „Baby“ Sommer. more information

Thu, February 22 21 Uhr

Veronika Harcsa & Balint Gyemant

Veronika Harcsa (voc), Balint Gyemant (g)

Als im Frühjahr 2014 ‘Lifelover’, das erste Duo-Album von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt, erschien, löste es begeisterte Reaktionen aus. Die Reduktion auf Gesang und Gitarre ließ die Songs transparent, direkt und intim klingen, gleichzeitig überraschte das Duo mit einer stilistischen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Vor allem aber fesselte Harcsas außergewöhnlich variable Stimme. Wenn sie durch Oktaven tänzelt, Tempi variiert oder halsbrecherische Scat-Kapriolen schlägt, vereint sie Talent und juvenilen Esprit. Zwischen dem Debüt und ‘Tell Her’ ist viel passiert. Wo mancher zunächst die erreichten Erfolge gefeiert hätte, suchten Harcsa und Gyémánt nach künstlerischem Fortschritt – und fanden zu einem noch umfangreicheren musikalischen Vokabular, das kraftvolle Aussagen trifft, indem es ruhigere Momente zulässt. Vor allem gelingt es Harcsa jetzt, ihre vielen Klangfarben noch pointierter und souveräner einzusetzen. Die neuen Songs zeigen durch kompositorische Raffinesse und kluge Details eine Verfeinerung des Ausdrucks. Besonders fällt die couragierte Ausweitung der Dynamik auf. Harcsa und Gyémánt loten jene substantielle Tiefe aus, die leisen Passagen und langen Noten innewohnt. more information

Fri, February 23 21 Uhr The Norway Of Jazz N° 98

Kristin Asbjørnsen

Traces of You

Kristin Asbjørnsen (voc), Suntou Susso (kora, voc), Olav Torget (g, voc)

Fünf Jahre ließ sich Kristin Asbjørnsen Zeit. Im Februar erscheint nun ihr neues Album ‘Traces of you’ bei Global Sonics, und zeigt uns eine ganz neue Seite der norwegischen Sängerin. Während sie ihrem Stil zwar grundlegend treu bleibt, erschafft sie mit diesem Album zugleich etwas erfrischend Neues: Starke Melodien und poetische Texte finden zusammen mit westafrikanischen Tanzrhythmen und Instrumenten. Vocals und Gitarren, die Stegharfe Kora, die Laute N'goni und das Händeklatschen werden kreativ zu warmen, intimen und organischen Schwingungen verwoben. Durchzogen von einer schillernden dunklen Hitze, gedämpft und doch roh, mit Spuren von nordischem zeitgenössischem Jazz und kontemplativer Kirchenmusik. Mit ihrer Stimme, die „erstaunlich wandlungsfähig“ (Michael Frost) ist, begeistert „die schwarze Stimme Norwegens“ (FAZ) schon seit einigen Jahren Kritik und Publikum. Womöglich, weil sie es schafft, von sanfter Melancholie bis hin zu purer Energie, verschiedenste Stimmungen zu transportieren. Und dabei beinahe so klingt, als wäre sie nicht in Oslo, sondern in den Südstaaten zur Welt gekommen: tief und kraftvoll, rau und heiser, sehr leidenschaftlich und bluesig. In ‘Traces of You’ verschmilzt die Musik gefühlvoll mit Kristin Asbjørnsens einzigartiger Stimme: eine kraftvolle, hypnotisierende Erkundung, die die Komplexität und Schönheit der Zugehörigkeit umfasst. Ein Ausdruck, zärtlich, von einer ruhigen Intensität getragen. Ein unglaublich starkes Bewusstsein, eine Art, sich jedem Lied mit tiefer Schönheit zu nähern. more information

Sat, February 24 21 Uhr

VoicesInTime / Stefan Kalmer

CD-Release ‘Dynamite’

Entspannter Groove, ausgewogener Klang, bei dem jede Stimme zählt. Münchens Rock- und Jazzchor der ersten Stunde unter Leitung von Stefan Kalmer gehört seit über 20 Jahren zu den erfolgreichsten seiner Art in Europa. Das preisgekrönte A-cappella-Ensemble performt aktuelle Hits, altbewährte Klassiker und auch einige Überraschungen, fein aufeinander abgestimmt, in anspruchsvollen Arrangements. In ihrem aktuellen Programm ‘In good company’ bringen VoicesInTime die unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammen: Dichterfürst Goethe und Musiklegende Leonard Cohen, Jazzakrobat Al Jarreau und die Swedish House Mafia, Chartstürmerin Adele und Crossover-Abenteurer Stefan Kalmer. Nicht einmal vor Folklore schreckt der Chor zurück. Alles dokumentiert auf dem neuen Album, das am heutigen Abend frisch aus der Presse kommt. more information

Sun, February 25 15:00 Uhr Jazz for Kids

Die Pecorinos Teil 3 – Käse in New York

Mäuse-Jazz für Leute ab 5 Jahren mit dem Panama Jazz-Ensemble

Franz-David Baumann (voc, tp), Henk Flemming (Sprecher, voc), Lucia Kastlunger (voc), Barbara Mayer (voc), Matthias Boguth (voc), Stefan Schreiber (sax), Volker Giesek (p), Alex Haas (b, e-b), Josy Friebel (dr)

Die Mäusejazzband der Pecorinos wird von Kommissar K. wegen Käsediebstahls von einem Ende der Welt zum anderen verfolgt. Henk Flemming trägt die Geschichte zur vom Panama-Ensemble gespielten Musik vor. Die durchkomponierte improvisierte Musik reagiert und kommentiert das Geschehen. Im Zentrum stehen ein Dutzend Songs, die das Geschehen akustisch auflockern und Lust aufs Zuhören machen. In ‘Käse in New York’ treffen die Pecorinos zunächst auf die berühmte „Fidelmaus“ in Kuba, lernen in New Orleans den Erfinder des Jazz kennen, kommen ins Finale des ASDS („Amerika sucht den Superstar“) und werden weiterhin von Kommissar K., dem berühmten Meisterdedektiv, verfolgt, bis sich schließlich ihre Unschuld herausstellt und sie zusammen mit „Henk Spinatra“ ein denkwürdiges Konzert in New York geben. Die Prijak Clubgastronomie verwöhnt alle kleinen und großen Leute während des Konzerts mit leckeren Schmankerln für den kleinen und den großen Hunger. Eintritt: für Große € 15,-, für kleine Leute € 7,50, für Mitglieder € 7,50 und Studenten € 12,-. Einlass: ab 14 Uhr, die reservierten Karten sollten bitte spätestens um 14:30 Uhr abgeholt werden. more information

Sun, February 25 21:00 Uhr

Jam Session mit Zhitong Xu (dr)

Zhitong Xu wurde im Jahr 1994 in Harbin, China geboren. 2011 kam er als 17-Jähriger nach Deutschland, um an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Bill Elgart und Bastian Jütte Jazz- Schlagzeug zu studieren. 2015 wechselt er an die Hochschule für Musik und Theater München in den Masterstudiengang Jazz-Schlagzeug bei Bastian Jütte und Michael Keul und 2017 in die Meisterklasse Jazz-Schlagzeug. Zhitong Xu ist Mitglied im Landes-Jugend-Jazz-Orchester Brandenburg und im UMPA Jazz Orchester wie auch Endorser für Bosphorus Cymbals. 2017 gewann er den Zweiten Preis beim Kurt Maas Jazz Award und mit dem Anton Mangold Quartett den ersten Preis beim Jungen Deutschen Jazzpreis . Bei der heutigen Session freut sich Zhitong Xu auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. more information

Mon, February 26 21 Uhr Big Band Night

Sunday Night Orchestra

'Tenor Madness Vol. 2' feat. Paul Heller (sax)

Paul Heller, Kira Linn, Max Seibert, Sebastian Strempel, Ralf Hesse, Martin Auer (tps), Jürgen Neudert, Felix Fromm, Lukas Jochner, Eberhard Budziat (tbs), Marko Lackner, Florian Trübsbach, Hubert Winter, Lutz Häfner, Norbert Emminger (saxes), Michael Flügel (p), Markus Schieferdecker (b), Paul Höchstädter (dr)

Das Sunday Night Orchestra ist eine einzigartige Einrichtung in der deutschen Jazz-Szene. Besetzt mit den besten Musikern, die in Deutschland zu finden sind, präsentiert das Orchester seit mittlerweile über zwanzig Jahren BigBand-Jazz der unterschiedlichsten Stilrichtungen auf höchstem Niveau, und das alles mit einem Minimum an öffentlichen Zuschüssen. Mit dem Kölner Tenorsaxophonisten Paul Heller hat sich das Sunday Night Orchestra diesmal ein wahres musikalisches „Schwergewicht“ als Gast eingeladen. Die Liste der Musiker, mit denen Paul Heller in seiner Laufbahn zusammengearbeitet hat, liest sich wie das Who-is-Who des Jazz. So spielte er mit Johnny Griffin, Dusko Goykovich, Jimmy Cobb, Jasper van‘t Hof, Volker Kriegel, Eddie Gomez, Vinnie Colaiuta, Biréli Lagène, Bill Evans, Al Foster, Adam Nussbaum, Franco Ambrosetti, Steve Swallow und mit seiner Ehefrau, der vielfach ausgezeichneten niederländischen Jazzsängerin Fay Claassen. Unter eigenem Namen hat Paul Heller mittlerweile zehn Alben produziert, unter anderem mit Al Foster, Ack van Rooyen, Franco Ambrosetti, Adam Nussbaum und Wolfgang Haffner. Auf über 70 CDs ist er als Solist und Sideman vertreten. Seit 2005 ist er Mitglied der international renommierten und mit zwei Grammys ausgezeichneten WDR Big Band Köln. Zusammen mit den hochkarätigen Musikern des Sunday Night Orchestra unter der Leitung des Posaunisten Jürgen Neudert wird der Solist heute seine Kompositionen und Arrangements präsentieren. Diese außergewöhnliche musikalische Begegnung verspricht ein Konzerterlebnis der absoluten Spitzenklasse. more information

Tue, February 27 21 Uhr

Ramón Valle Trio

CD Präsentation: ‘The Time Is Now’

Ramón Valle (p), Omar Rodriguez Calvo (b), Jamie Peet (dr)

Der kubanische Pianist Ramón Valle repräsentiert eine Jazzgeneration, die ihr karibisches Erbe mit einer weltweit verständlichen zeitgenössischen Klangsprache vereint. Den Sohn eines Trompeters prägte schon im frühesten Kindesalter die Musik von Dizzy Gillespie, Gerry Mulligan und Louis Armstrong. Mit sieben Jahren entdeckte er das Klavier und die Welten von Bach bis Strawinsky und Monk bis Jarrett. Entdeckt wurde Valle Mitte der Achtziger bei einem Konzert mit dem Pianisten Emiliano Salvador. Als Solokünstler, mit dem Jazzquartett Brújula und der Combo Diákara von Silvio Rodríguez etablierte er sich bald in der Jazzfestivalszene von Mexiko, Bogota und Havanna, bevor er Ende der Neunziger in die Niederlande zog. Valles Rhythmik wurzelt in den Straßen seiner Heimatstadt Holguín und der Hauptstadt Havanna, wo er an der an der Escuela Nacional de Arte studierte. Seine kubanische Wurzeln sind immer deutlich zu hören, doch bilden sie nie die Basis seiner Stücke. Seine melodische Erfindungskraft speist sich aus abendländischen und anderen Musiktraditionen. Seine Virtuosität ist einem McCoy Tyner verpflichtet. „Ich bin ein kubanischer Musiker, der in die Kategorie, Jazz fällt, aber meine Musik berührt auch viele andere Genres. Manchmal fühle ich mich wie ein Troubadour, weil ich Geschichten erzähle, ohne Worte zu benutzen.“ Der Kubaner verzaubert sein Publikum mit seinem zurückhaltenden Charisma und seiner authentischen Ausdrucksweise. Seine Beziehung zum Klavier ist eine beinahe körperliche, und die Geschichten, die er mit seiner Musik erzählt, ergreifen seine Zuhörer vom ersten Augenblick an. more information

Wed, February 28 21 Uhr

Oded Tzur Quartet

Oded Tzur (sax), Nitai Hershkovits (p), Petros Klampanis (b), Ofri Nehemya (dr)

„If music has the potential to tell stories, saxophonist Oded Tzur proves himself one of the jazz world’s premier storytellers“ (Dan McClenaghan, All About Jazz). Mit seinem Quartett erforscht der in New York lebende und in Tel Aviv und Kopenhagen geprägte israelische Jazzmusiker die Dimensionen der Mikrotonalität. Mit seinen beiden Alben bei Enja Records erschuf er „a new type of Swing“ und löste bei Konzertbesuchern und Kritikern in Japan, Südafrika, Europa, Russland und den USA eine Welle ratloser Begeisterung aus. Begeisterung für eine Musik von unfassbarer emotionaler Tiefe und gelassener Dringlichkeit. Mittels seiner einzigartigen Improvisationssprache nimmt der „musikalische Geschichtenerzähler“ seine Hörer mit auf eine Reise zwischen alten und modernen Musiktraditionen und berührt mit tiefgehenden Kontrasten zwischen ruhigen Passagen und dramatischen Crescendos. Seine eigen-entwickelte Saxophontechnik ermöglicht es ihm, sich zwischen den Noten zu bewegen und bestimmte Mikrotöne hervorzuheben. Womit er zwischen den melodischen Universen der klassischen indischen Musik und des Jazz changiert. „Oded Tzur gehört zu den großen musikalischen Denkern unserer Zeit“ (Wolf Kampmann). The „player of such restraint and patience that his explosions are particularly startling ... delivers a unique sound, giving his instrument pioneering dimension and depth“ (Carlo Wolff, Downbeat Magazin). more information

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